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Missy
(Katrin_claussgmx.de)
2004-06-18 19:35
3117
Ich finde diese Seite wirklich großartig....
leider gibt es viel zu Wenige...
Bin nicht grundlos hier gelandet*Träne kullert*
Die Seite der Gedichte hat mich gefesselt und mir gezeigt dass ich nicht alleine bin...ein gutes Gefühl.
Wie läuft dass mit den Gedichten...habe eins an die angegebene E-mail Adi geschrieben.Bekomm ich ne Nachricht ob es veröffentlicht wird?Oder muß ich noch irgendwelche Kriterien beachten?
Wenn mir einer weiterhelfen könnte und überhaupt...dann wäre das echt lieb!
MfG,Missy.

Feenkinder
(Feenkinderaol.com)
2004-06-18 10:31
3116
hallo bebraxa, dank dir für den hinweis...werd ich machen

gruß...die feen

Bebraxa
2004-06-18 07:52
3115
Hallo Feenkinder!
Wendet Euch schriftlich an Vielfalt e.V. und bittet um eine Liste mit Theras, die mit Multiplen arbeiten. Vielleicht ist da jemand in eurer Nähe dabei. Viel Glück, Bebraxa.

Aline
2004-06-17 17:57
3114
Hallo Avalon!

Sitz gerade noch am Rechner und dachte mir: da schau ich doch mal rein...

Das "Chaos" hält sich im Moment in Grenzen, mal davon abgesehen, dass ich nicht weiß, wie ich meine Jobs zeitlich/orga.mäßig bewältigen soll. *normaler Tagesablauf ;-)* Das ist auch so eine Sache. Ich habe - ja wohl "dadurch" - mit 7 Jahren zu stottern angefangen und das dann bis mind. 24. Ein Leben ohne reden, telefonieren und dergleichen. Mündlich irgendwann nur noch 5en und 6en. Aber was ich damit sagen will: Weil ich in der Schule und im Studium alle erdenklichen Ehrenrunden gedreht habe, habe ich bis heute das Looser-Gefühl. Das hat mittlerweile zu einer ganz guten "Karriere" geführt, denn durchhalten, Niederlagen wegstecken und ungeachtet der äußeren Umstände weiter machen kann ich. Verdrängen können kann auch mal gut sein, denke ich gerade. Und jetzt will ich noch promovieren... Alles nur billige Kompensation, da mache ich mir nichts vor. Und noch mehr Stress. Das ist aber wie eine Sucht, die ich auch in den Griff bekommen sollte... Und damit habe ich dann auch gleich wieder ein Problem mit meinem Freund, weil der durch seine Behinderung am anderen Ende der Berufsleiter steht. Mir ist das völlig egal, ihm aber nicht. Er sieht sich als Quoten-Behinderter und kann nicht aus der Firma raus, weil er dann seinen Kündigungsschutz soz. verwirken würde. Bei meiner Thera. habe ich in dem Zusammenhang etwas Spannendes ergründet und zwar, dass er sein Defizit in seiner Männlichkeit sieht. Er kann keinen richtigen Sport machen, geht daher in die "Mucki-Bude" *läster ;-)*, na ja und Männer definieren sich schon eher über ihren Job als Frauen. Und er hatte eine Zeit den Knall soz. Frauen "zu sammeln". Und meine Macke ist die gemischte Haltung zum Frau-Sein. Will ich manchmal bis heute nicht sein. Wie dem auch sei. Meine Thera. ist der Ansicht, dass das für uns eine gute Entwicklungsperspektive darstellen könnte - wenn wir uns dem stellen. Ich mache das schon langsam, gehe ja auch schon geraume Zeit zur Thera - und fange auch langsam an, nicht erst in den letzten 10 Minuten über´s Eingemachte zu reden. Na ja, bei ihm ist das so, dass er noch völlig verdrängt. Ich sehe ihn häufig so, als würde ich einen Schritt zurück in meine eigene Vergangenheit machen. Und das lässt mich auf einmal ganz anders reagieren. Ich weiß jetzt, dass ich ihm mit meiner hemmungslosen Grenzziehung nicht so vor den Kopf stoßen darf - aber das ist sooo schwierig zuweilen!
Mit dem "Unterbuttern" hast du so recht.Auch wenn´s - mal ehrlich - unteres Niveau ist. Und mit ihm habe ich ja auch den richtigen Kandidaten, was das ganze förmlich toppt... Die Spitze der Anmaßung und Überheblichkeit war ja jetzt letztens. Da sorgt er wirklich besser für sich als ich, weil er eindeutig sagt/sagen kann: bis hier und nicht weiter und hier fängt mein Selbstschutz an. Den habe ich nicht/noch nicht. Ist das dein Selbstschutz, frei zu entscheiden, ob du im Schneckenhaus sein willst oder nicht?

Du hat angesprochen, dass mit der Grenzziehung die Selbstachtung wächst. Sehe ich auch so. Wenn ich es mal schaffe und auch nicht so ruppig, ist das ein richtiggehend erhebendes Gefühl. Ich möchte das mit ihm soz. üben - fällt mir gerade ein. Das werde ich ihm ehrlich sagen. Sehr gut ist ja, dass wir sehr ehrlich sind und das ist auch manchmal nicht angenehm. Denn er ist vom gleichen Muster: zuerst "zuschlagen", um nicht verletzt zu werden. Und zuweilen fahren wir uns regelrecht fest.

Ein interessanter Aspekt von dir ist der, dass - wie ich es verstanden habe - man den anderen gar nicht so sieht wie er ist. Also ich z.B. mache mir offenbar nicht richtig Gedanken darüber, was mir gefällt oder nicht. Der andere ist einfach da und das Spiel läuft ab. So war das auch mit meiner Ehe. Das wurde so gemacht und gut. Ich mag meinen Ex-Mann sehr und er mich auch, aber ganz ehrlich: Ich habe ihn nie geliebt. Das frage ich mich ohnehin häufig: Habe ich das mal? Von meinem Kater und meinem Pferd mal abgesehen? Die liebe ich über alles. An die - auch an den Kater, der ja bei meinem Ex-Mann geblieben ist - denke ich und könnte vor Gefühlsaufwallung losheulen. Das passiert sonst nicht so eilig.

Also, ich kann aber auch schreiben! Wenn ich ein gutes Thema zu fassen bekomme, ist die Doktorarbeit im halben Jahr fertig ;-) *alber rum*

Im übrigen möchte ich dir mitteilen, dass ich mich sehr über unser "Kennenlernen" freue! Ich sprudel immer alles so heraus und möchte doch so gern mehr auf dein Geschriebenes eingehen. Ich seh dich soz. Schritte vor mir, ähnlich wie bei meinem Freund und mir, nur umgekehrt.

So, und bevor ich heute sonst nichts mehr auf die Reihe bekomme - ein Job selbständig, der andere auch bei fast freier Zeiteinteilung, mit vielen Abendterminen - schließe ich jetzt.

Liebe Grüße!
Aline

Fanta
2004-06-14 22:34
3113
Hallo Siska und Stealth vom Outback,

danke für eure Antworten. Sowas wie m/w habe ich kein Problem mit.

War hatl so das gestern mehrere gekommt sind wo ich kein grosse Problem mit habe.

Nur ich schon mal hatte Fragen nach Wohnort oder so. Solche Fragen meinte ich halt.

Danke sage und gruss Fanta

Stealth / Outback an Fanta 3111
2004-06-14 11:55
3112
Hallo Fanta.

Du brauchst hier auf gar keine Frage antworten, wenn Du das nicht möchtest. Weder im Chat, noch
im Forum oder im Gästebuch. (Es sei denn, es sind Fragen zur Registrierung im Forum oder so, die
müssen dann natürlich dem Forenmaster auch beantwortet werden, als Beispiel jetzt die TelefonNr.)

Natürlich wünscht sich jeder User, der hier ist, dass sich ein neuer User ersteinmal etwas vorsetllt,
ob Mann oder Frau, wie alt und so. Einfache Fragen eben, die - wie ich denke - jeder, der neu in
eine Gruppe / in den Chat kommt, beantworten kann. - Niemand möchte ja mit einer vollkommen
fremden Person reden.

Solltest Du in einen anderen Chatraum gehen und die Lobby verlassen, und sich in dem anderen
Raum, den Du betrittst, schon User befinden, dann frage diese bitte, ob Du sie störst. Wenn sie Dich
bitten, zu gehen, dann verlasse bitte den Raum wieder. - In der Lobby kannst Du Dich aber jeder Zeit
aufhalten, solange der Frieden des Chats nicht gestört wird. (Was ja klar ist, das steht ja alles in der
Netuquette.)

Wenn Du anfangs nicht so sicher sein solltest, und nur mitlesen möchtest, dann frage bitte auch die
User in der Lobby, ob es für sie Ok ist, wenn Du erstmal nichts sagst. - Es kann natürlich sein, dass
sich User deswegen verunsichert fühlen, da wir momentan einige Stresser im Chat haben.

Wichtig ist, dass beide Seiten, "Alteingesessene" und "Newbies" aufeinander Rücksicht nehmen und
die Wünsche, Ängste und Befürchtungen ernst nehmen und angemessen darauf reagieren.

Viele liebe Grüße,
Jan.

Siska
(Seelenlebengmx.com)
2004-06-14 09:41
3111
Hallo Fanta,

wollte dir jetzt mal eben schnell antworten.

Jeder, egal ob Neu oder schon länger dabei, hat das Recht, immer und überall Nein zu sagen, wenn man etwas nicht erzählen oder beantworten möchte.

Keiner wird dich hier der Seite verweisen nur weil du auf Fragen keine Antwort geben möchtest. Du bestimmst doch immer noch selbst was du erzählst und was nicht.

Lieben Gruß :-)

Siska

Fanta
2004-06-13 23:32
3110
Hallo,

lesen tue ich hier schon länger, war heute aber erst die zweite Mal in die Chat. Ich finde gut das es Einrichtungen wie diese gibt.

Habe jedoch eine Frage:

Wie ist es wann mal (als Neue Person wie ich) im Chat auf manche Fragen nicht antworten mag? Ich meine, man kann sagen mann will nicht antworten - aber was dann?

Habe andere Chats gekennt wo ich gebittet wurde dann zu gehen.

Hat mann als Neue Person auch das Recht, auf manche Fragen keine Antwort zu geben?

Gruss Fanta

Ally
(Allycugmx.de)
2004-06-07 21:53
3109
Ich will mich bedanken für die lieben Gedanken und Zeilen an mich.Gestern war ich auf dem Rosenstolz Konzert(!)in Köln,dort habe ich meinen lieben Gefährten ziehen lassen, ich habe richtig gemerkt wie sich in mir was gelöst hat.Wir hatten schöne Zeiten.Heute kann ich wieder leben und Dinge tun, wie Konzerte besuchen. Früher wäre ich zu Gefühlen nicht fähig gewesen (weil ich sie auch nicht kannte?). Ich hätte auch niemals jemanden an mich so ran gelassen, aber zu leben und zu lieben ist wunderbar, auch wenns harte Arbeit war. Auch Trauer gehört zum Leben, es ist hart sie zu fühlen, aber sie gehört dazu.So blöd wies klingt, auch sie macht lebendig, sie kann gelebt werden und es ist zu schaffen.Wo eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere.Wo Trauer und Wut verarbeitet und durchlebt werden, entsteht Platz für neue, schönere Dinge. Sein Abschied zeigt wie sehr ich in der letzten Zeit gewachsen bin. Selbst jetzt....ich durchlebe die Trauer, keine SV mehr...nichts dergleichen....
selbst jetzt habe ich sein geliebtes Gesicht vor meinem Herzen und lächel.....

Avalon
(Ben-inat-online.de)
2004-06-07 20:32
3108
Liebe Aline,

lange nichts mehr von Dir gehört.
Umso mehr war ich verwundert und erfreut, als ich meinen Namen las... lach.

Was Du schreibst ist erst mal viel Neues bzw. eben wieder Altes.

Ja, Du hast recht, im Prinzip bin ich nicht einsam, aber oft mache ich mich selbst einsam, weil ich niemand mehr an mich ran lassen möchte. Dann ziehe ich mich zurück. Ich weiß aber auch, daß ich ja jederzeit wieder aus meinem Schneckenhaus herauskommen kann, wenn ich es für angebracht halte und vor allem, wenn ich glaube, daß die Menschen mir gut gesonnen sind. Ansonsten bleibe ich eben da... lach.

Hm, das mit dem "Ausgesucht-werden"... ja, das war wirklich so ein Ding, das mich lange Jahre begleitet hat. Wenn mich eine/r interessant fand, dann fand ich hatte er/sie es verdient, meine Freundschaft oder Liebe zu erhalten. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich ihn oder sie umgekehrt auch für mich interessant fand.
Aber das hat sich entschieden was geändert. Zwar schaffe ich es noch nicht immer aber doch schon sehr oft, daß ich den Menschen nicht mehr erlaube, einfach so über mich zu verfügen. Manchmal geht es noch ein bißchen, bis ich aufwache und merke, daß ich mich mal wieder habe benutzen lassen, doch kann ich niemandem einen Vorwurf machen, solange ich mich in diese Rolle hinein begebe. Erst wenn ich ganz klar "STOP" sage und der andere dieses Stop nicht akzeptiert, sind Vorwürfe angebracht, denn dann sind meine Grenzen überschritten. Aber zuerst einmal muß ich sie meinem Gegenüber klar aufzeigen.

Und mit diesem Grenzen setzen, wächst auch ein Stück weit die Selbstachtung. Nur wenn ich immer mehr lerne ganz klar auszudrücken was ich möchte und was nicht, wächst die Liebe zu mir selbst, weil ich mir endlich den Schutz gewähre, den ich nie erfahren durfte. Und dadurch wiederum kann ich auch mein Gegenüber mehr schätzen und achten und muß ihn nicht ständig manipulieren, um ihn klein zu halten.

Dann sind auch diese ewigen Machtkämpfe nicht mehr nötig, in denen jeder versucht, den anderen nieder zu drücken, um selbst groß sein zu können. In dem Moment, in dem einem das gelingt, stellt man wirklich mit Erstaunen fest, daß man es nicht mehr nötig hat, irgend jemanden unterzubuttern. Man kann ihn so sehen wie er ist. Eine Person mit guten und mit schlechten Eigenschaften. Und erst dann kann es auch gelingen, ganz klar und objektiv zu entscheiden, ob ich mit all diesen Eigenschaften leben kann. D.h. ob mir die positiven Charakterzüge so wichtig sind und genügen, daß ich die negativeren Situationen mittragen kann.

Aber es ist ein langer Weg dorthin und auch ich befinde mich noch immer auf dieser Reise. Wenn ich mich manchmal mit Freunden darüber unterhalte, dann sage ich immer, diese Aufgabe ist für mich ein lebenslanger Prozess.

Du schreibst, daß Du immer alles mit Dir hast machen lassen und dieses jetzt nicht mehr willst. Weißt Du Aline, ich glaube, es geht uns da allen ähnlich. Wenn wir mal an dem Punkt angekommen sind, wo wir begreifen, was wir nicht mehr wollen, kehren wir unser Verhalten um in das andere Extrem. Wir schlagen dann - bevor wir selbst verletzt werden könnten - blind um uns und glauben mit diesem Verhalten nun Grenzen gesetzt zu haben. Ich halte das für normal... wenn... das nicht so bleibt. Wir kennen es ja nicht. Wir müssen es ja erst einmal lernen, ausprobieren wie ein kleines Kind das ausprobiert. Wir sind unerfahren und wissen ja gar nicht wie wir damit umgehen sollen. Doch glaube ich, wenn Du wirklich möchtest und den Mut dazu aufbringen kannst, dann wird sich das legen und Du mußt mit der Zeit auch nicht mehr so heftig zuschlagen. Du wirst immer ruhiger dabei werden und eines Tages kannst Du auch ganz ohne Aggressionen klar und verständlich ausdrücken: ja, das will oder eben nein, das will ich nicht.

Auch dann wirst Du immer noch Menschen weh tun, weil sie vielleicht mit Deiner persönlichen Entscheidung nicht leben wollen oder können. Aber dies ist dann ein anderes weh tun.
Oft sagen wir Dinge oder handeln aus Emotionen heraus, die einfach ungelöst in uns vorhanden sind.
Ich hatte erst vor kurzem selbst so einen Fall, in dem ich einen Menschen in einer solchen Situation grob verletzt habe. Heute allerdings kann ich meinen Fehler einsehen. Auch wenn ich demjenigen keine Antwort liefern kann, warum ich das getan habe, so kann ich mich doch wenigstens für mein Fehl-Verhalten entschuldigen und um Verzeihung bitten. Ob derjenige das dann annehmen kann oder nicht, steht auf einem anderen Blatt Papier, aber ich kann mir meinen Fehltritt damit vergeben. Und es wird sicherlich noch einige solcher Fehltritte in meinem Leben geben. Dazu stehe ich.

Ich verstehe Deine Situation und daß Du darüber sehr traurig bist. Es ist auch eine sehr traurige Angelegenheit. Was Du da lebst ist so nach dem Motto... wenn ich Dich habe, hasse ich Dich. Wenn Du mich verläßt, liebe ich Dich. Ich kenne das alles. Ich hatte auch einmal eine Beziehung, in der ich das gelebt habe. Über drei Jahre ging dieses Spiel und eines Tages habe ich mich so dafür geschämt, daß ich meinem Gegenüber nicht mehr in die Augen schauen konnte. Es war nicht so, daß ich verlassen wurde. Ich habe meine Klamotten gepackt und bin gegangen, weil ich wußte, daß ich das niemandem weiter zumuten konnte... mich nicht mehr zumuten konnte. Es ist eine ganz verfahrene Geschichte. Und ich kann Dir auch nicht einmal genau sagen, wie das alles zustande kommt. Aber ich glaube einfach, daß es hier um ein Nähe-Distanz-Problem geht. Und eben auch um Macht. Indem Moment, indem man die Macht hat (weil man den anderen unterdrückt) fühlt man sich unverletzlich und letztendlich erhält man ja auch einen Beweis, dass der andere einen liebt, weil er bleibt. Dreht sich aber die ganze Sache um, und der Partner geht, weil er einfach die Faxen dicke hat, dann bleib das kleine verlassene Kind zurück, daß Angst hat, ohne Beschützer dazustehen.

Es ist sehr schwierig, diesen Teufelskreis zu durchdringen. Ich habe eben für mich die Erfahrung gemacht, daß es nur dann funktioniert, wenn man sich selbst mehr und mehr annimmt. Und das genauso, wie bei seinem Gegenüber... sich annehmen mit allen guten und schlechten Eigenschaften. Erst wenn wir bereit sind, auch dem ins Auge zu schauen, daß wir nicht durchweg gut sind, können diese Charakterzüge aus der Verdrängung ans Licht geraten. Und wenn sie erst mal im Licht sind und angesehen werden, dann sind sie schon nicht mehr so dunkel.

Ich wünsche Dir sehr, Aline, daß Du Dich irgendwann lieben und akzeptieren kannst, als der Mensch, der Du wirklich bist. Nimm dieses kleine Mädchen, daß in Dir lebt und so verzweifelt ist mal in die Arme. Sei da für die kleine Aline. Sie braucht Dich. Ohne Dich schafft sie es nicht zu heilen. Nur wenn Du sie hörst, ihre Verzweiflung, ihre Angst, die sie immer wieder um sich schlagen läßt, wirst Du in Dir etwas Ruhe finden können.

Weißt Du, als bei mir die Zeit gekommen ist, die nicht mehr von so vielen Dramen geprägt war, war es für mich unendlich schwer, das auszuhalten. Ich hatte mein ganzes Leben von Kindesbeinen auf nur Kampf gekannt. Nur Dramen, immer wieder nur Dramen. Und plötzlich gab es da kein Drama mehr. Das hat mir erstmal Angst gemacht, weil in mir eine unendliche Leere war. Und das war sehr lange so. Erst als ich wirklich begonnen habe, diese Leere mit mir auszufüllen, wurde es besser und heute kann ich mit solchen dramatischen Situationen gar nicht mehr umgehen. Sie hauen mich um und ich brauche Wochen, um mich davon zu erholen.

Ich hoffe, Du findest zwischen all den Zeilen, den ein oder anderen Punkt, den Du für Dich verwenden kannst.

Du bist auf dem Weg, Aline. Du spürst, was falsch läuft und Du leidest darunter. Das ist der allerbeste Ansatzpunkt, um etwas zu ändern.

Ich denke an Dich und freue mich, wieder von Dir zu hören. Bis dahin wünsche ich Dir ganz viele Mut und
Kraft.

Alles Liebe für Dich
Avalon

woman
(wo-man_ancaweb.de)
2004-06-06 15:25
3107
Hallo, bin durch Lobby für Menschenrechte hier gelandet. Eine sehr informative und gute Seite!
Weiter so!!!!!

Gruß,
wo-man

P.S. Unsere Seite http://www.wo-man.de.gg beschäftigt sich mit der zunehmenden sexualisierung der Medien!

Aline
2004-06-05 19:14
3106
Liebe Ally,

ich weiß nicht,wie ich es in Worte fassen soll, ohne dir zu nahe zu treten, aber...es tut mir leid. Es ist ein großer Verlust für dich. Aber die Erinnerung und die schönen Stunden kann dir keiner wegnehmen. Ich hoffe, dass du irgendwann wieder offen bist für ein neues liebes Wesen in deinem Leben, denn Katzen sind wirklich etwas ganz Wunderbares.

Liebe Grüße von Aline

Aline
2004-06-05 19:08
3105
Liebe Avalon,

danke erst mal für deine lange Antwort. Sehr beruhigend, dass ich nicht allein bin mit meinen schriftlichen Monologen ;-) Und jetzt weiß ich ein bisschen was von dir - schön!

Deine Geschichte hört sich, ehrlich gesagt, nicht gut an. Ohne anmaßend sein zu wollen: es tut mir leid, weil es sich doch sehr traurig anhört. Für mich noch einsam, aber du hast ja soz. das "System" überwunden und wirst gar nicht einsam sein. (Hoffentlich *positiv denk*)

Am "interessantesten" finde ich den Teil, in dem du sagst, immer ausgesucht worden zu sein. Unglaublich... Ich für mich habe mir sonst ja immer eingebildet, dass es sich dabei um meine Entscheidung handeln würde, aber damit habe ich mir was vorgemacht. Das ist aber auch die reinste Sucht. Ich gehe los und suche un-/bewusstund lasse mich finden - mit dem Ergebnis, wie ich es z.Zt. wieder habe. Das alte Spiel: Beziehung, die ersten Monate wunderbar und dann Machtkampf pur.
Ich bin langsam dahinter gekommen, dass ich mit Frauen oder normal befreundeten Männern gänzlich anders umgehe als mit Partnern. In deren Haut möchte ich nicht stecken - in meiner dann aber auch nicht. Meine Sicht der Dinge ist, dass ich mich nicht unterkriegen lasse und bevor ich mich verletzen lasse, bin ich schneller. Meine Grenzziehung, mit der ich große Schwierigkeiten habe, verläuft extrem grobmotorisch. Von jeher lasse ich ja eigentlich alles mit mir machen. Weil ich das jetzt aber nicht mehr will, hole ich die Keule gleich zu Anfang aus der Tasche und kläre damit absolut eindeutig mein Revier. Ich bin dann so grob, so heftig und hatte in der letzten Zeit ihm gegenüber solche Ausraster, die ich mir nie zugetraut hätte. Ich ertrage es einfach nicht, wenn er sich in einer Art und Weise verhält, die ich nicht nachvollziehen kann. Anmaßend ersten Ranges eigentlich...*peinlich* Ich finde unendlich vieles, was mich. Wie schon ´mal gesagt, kann ich sogar das Atmen nicht mehr ertragen. Ich kann auch nicht so im Bett liegen, dass die Gesichter einander zugewandt sind.
Er ist - glaube ich - Verfechter des Klischees (starke Männer, schwache Frauen, was mir allein schon den Kragen platzen lässt). Und da frage ich mich: warum bin ich noch da? Warum lasse ich es nicht einfach? Aber ich provoziere ihn bis auf´s Blut und warte, bis er mir die Rote Karte zeigt, um ihm dann wieder hinterher zu laufen. Denn Schluss sein soll ja doch nicht wirklich. Keine Ahnung...So geschehen gestern. Ich will ihn und dann wieder doch nicht. Und er lässt sich wieder drauf ein und nun habe ich den zynischen Weg eingeschlagen. Frage, ob ich hier und dahin gehen "darf". Und er ist wirklich ein Lieber, da kann ich mich im Ernst nicht
beschweren. Aber es ist so, als gäbe da jemand von außen Regieanweisungen, denen ich blind folge. Wenn ich selbst mir sage: Sei nicht so, zeige doch irgendwie mal Gefühl, kommt von außen: Lass dir nichts gefallen. Der will dich kleinkriegen und das wird er nicht schaffen! Super-anstrengend das Ganze.
Ich weiß auch nicht. Ich werde - wie immer - darüber nachdenken und mein System zu ergründen versuchen. Ich vermute im Moment noch, dass ich immer so weiter machen werde. Ich will eine Beziehung, krieg sie auch, kann damit nicht umgehen, und hau dann so lange auf dem anderen herum und laufe ihm nach dem "Schlussmachen" wieder hinterher, bis es nicht mehr geht (immer hin und her) und bis dann endgültig Ende ist - bis der nächste kommt.

Bin sehr traurig und weiß gerade ´mal wieder nicht, wie es weiter gehen soll. Ich schaff´s nicht, über meinen Schatten zu springen...wohin auch?

Ganz liebe Grüße!

Aline

LaLoba
2004-06-02 18:15
3104
An Ally (3104)

Liebe Ally
Es ist ganz und gar nicht albern um einen Freund zu trauern den man geliebt hat...und immer irgendwie lieben wird.
Sei es ein Mensch oder ein Tier...Freund bleibt Freund. Ich habe auch einen Kater und die vorstellung ihn wird es irgendwann nicht mehr geben tut einfach nur weh...laß Deine Trauer ruhig hier raus, für Trauer gibt es keine Grenzen...sie gehört an jeden Platz/Ort, da wo man es als Trauernder braucht um mit dem Verlust fertig werden zu können.
Ich wünsche Dir alles liebe und wärme,
Carla...

Ally
(Allycugmx.de)
2004-06-01 12:14
3103
Ich habe meinen langjährigen Gefährten (Kater) verloren.Er hatte es bestimmt nicht leicht die letzten drei Jahre mit mir.Da kamen die ersten Bilder hoch und seit diesem Zeitpunkt geht gar nichts mehr.Ich weiß nicht wo ich heute ohne ihn wäre,er hat mir geholfen jeden Tag aufzustehen und weiter zu kämpfen.Er hat mich jeden Tag freudig begrüßt, egal wie schlecht es mir auch ging.Und nun ist er fort...ich habe ihn bei einem Tierarzt von seinen Leiden befreien lassen.Ich bin so traurig und einsam ...vielleicht ist es albern für den ein oder anderen. Ich möchte einfach auf dieser Seite Abschied von meinem Freund nehmen, wir haben oft gemeinsam vor dem Computer gesessen und verweilten auf dieser Seite.Wünsche allen viel Kraft...die Ally...
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