Stealth @ 2922
| 2003-09-29 10:53 2923 | Hi Du/Ihr. Auch da hab ich wieder ein Beispiel aus der Praxis, diesmal hatte ich mich selber sogar dafür eingesetzt: Wir hatten einen Versicherten der Transgender ist, also jemand, der im falschen Körper geboren wurde und auf dem Weg ist, sich zur Frau umoperieren zu lassen. Klar waren in seinem Ort auch jede Menge Therapeuten, aber keiner, der sich so gut mit diesem Fach auskennt, wie der, der in der Landeshauptstadt ist. Meine Vorgesetzte meinte, die Zahlung der Fahrkosten solle nicht übernommen werden, erst als ich ihr klar gemacht habe, dass es aber keine Spezialisten für dieses Thema bei uns im Ort gibt, und mir das von einem Arzt des Medizinischen Dienstes habe bestätigen lassen, wurden die Fahrtkosten zum Thera in der Landeshauptstadt übernommen. Erkundige Dich einfach mal, ob die Theras, die dichter dran sind, sich auch mit DIS auskennen, ob sie andere DIS-Klienten haben und, grade bei einem Thera ein wichtiger Faktor, sag denen auch, dass auch die bereits geschaffene Vertrauensbasis zum jetzigen Thera eine Rolle spielt. - Ginge es um zB einen Allgemeinmediziner ist es ja noch verständlich, wenn die Kasse darauf pocht, einen zu nehmen, der dichter dran ist, aber bei sowas, müssten die das eigentlich verstehen. Wenn Du nicht krankgeschrieben bist, erfährt Dein Sachbearbeiter gar nicht, wieso Du bei dem Thera bist, der Antrag mit der Diagnose geht direkt an einen Gutachter, als Sachbearbeiter schaut man dort gar nicht unbedingt drauf. Wenn man mit dem Reden kann, könnte man es ihm erklären, bzw. bitte Deinen Thera, die Situation schriftlich oder auch telefonisch zu erklären. (Ist ja klar, dass man nicht munter in die Kasse spaziert, sich hinsetzt und sagt: Ach, ich brauch den Thera, ich hab doch DIS... - würd ich ja auch nicht machen.) :c) Ich drück Dir die Daumen, dass sich die Kasse zum Positiven entscheidet oder halt, dass Du jemanden in Deiner Nähe findest, der Dich/Euch fahren kann. Ganz liebe Grüße, Jan. |
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