Tja
| 2002-10-18 06:24 2512 | Hallo, ich weiss dass Du dies liest und ich bin mir sicher dass Du Dich angesprochen fühlen wirst. Warum schreibe ich Dir dies hier? Wahrscheinlich weil ich will dass Du es liest, ich es Dir aber nicht persönlich schreiben will. Vielleicht auch nur so.
Ich habe mir jetzt erlaubt manches zu sehen was ich vorher schon wusste, was ich sicher war dass passieren wird aber trotzdem gehofft hatte, dass es nicht passiert oder ich/wir es vermeiden können. Leider habe ich Recht behalten. Dein Verhalten ist einfach zu berechenbar und vorhersehbar. "Aus den Augen, aus dem Sinn" ist bei Dir nicht nur ein Satz sondern die Realität. Was oder vielmehr wer nicht in Deiner unmittelbaren Nähe ist wird ignoriert oder wahrscheinlich eher vergessen. Ich habe Dich als Freund gesehen auf den ich mich verlassen konnte. Du hast mir auch das Gefühl gegeben dass dem so ist. Tja, das war ein Fehler, Freund vielleicht früher einmal aber aus dem auf Dich Verlassen können wurde ein verlassen sein. War dabei jemals ein verlassen können? Ich weiss es nicht. Dass ich da bin wo ich jetzt bin ist kein Zufall. Ich habe meinen Weg so gewählt wie ich es tat um Dir die Möglichkeit zu geben die Freundschaft aufrecht zu erhalten. Ich dachte meine berufliche Entscheidung würde für Dich auch in privater Hinsicht so interessant sein dass Du Deine alten Verhaltensweisen überkommst. Dachte ich... Es ist allerdings dann wieder zu "aus den Augen aus dem Sinn" gekommen. Deine Versprechen wurden gebrochen, auf Deine Unverlässlichkeit ist inzwischen Verlass. Ich kenne Deine Vergangenheit, ich weiss was in der Zwischenzeit passiert ist und das was passiert ist war ebenfalls vorhersehbar. Es war keine Frage des "ob" sondern "wann" es passiern würde. Das Ergebnis kennen wir beide. Was ist aus unserer Freundschaft geworden? Gibt es diese Freundschaft noch? Ich wage es zu bezweifeln. Menschen von denen ich es nicht erwartet hätte haben mir die Freundschaft gehalten, Du von dem ich es gehofft hätte hast dies nicht geschafft. Vor langer Zeit habe ich Dich geliebt gehabt, ich war bereit mein Leben mit Dir zu teilen. Dies war vor langer Zeit. Weisst Du dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass sondern Gleichgültigkeit ist? Bist Du mir gleichgültig? Ich denke noch nicht, ansonsten würde ich dies hier nicht schreiben, ich sehe allerdings den Tag kommen an dem ich Dir ehrlich sagen kann dass Du mir gleichgültig bist, Dein Verhalten ist vorhersehbar.
So wie ich uns sehe sind diese Zeilen ein Entscheidungspunkt an dem es nicht mehr viele Möglichkeiten gibt. Entweder unsere Freundschaft zerbricht in der sehr nahen Zukunft oder sie kann noch gerettet werden. Mir hat sie sehr viel bedeutet gehabt, für Dich kann ich nur spekulieren. Deine Worte waren Ja, Deine Taten ein Nein. Ich hoffe Dir ist bewusst das Freundschaft nicht nur von einem getragen werden kann. |
|