Sorry, ohne Javascript steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung!
e.V.

Gästebuch


Dieses Gästebuch ist moderiert.
Beiträge erscheinen also nicht sofort, sondern erst nach Freischaltung durch uns.
Wenn Ihr Fragen zum Gästebuch habt, wendet Euch bitte an Gaestebuchschotterblume.de

Hier darf jeder schreiben, sofern er höflich bleibt, keine Drohungen und
Beleidigungen ausspricht oder das Gästebuch als private Plattform benutzt.

Wir freuen uns über Deinen Eintrag in unser Gästebuch
Dein Name
Deine E-Mail Adresse
Dein Text für unser Gästebuch


Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-02-26 17:46
4122
Hallo,

mein ehemaliger Therapeut wurde gestern zu vier Jahren Haft, wegen sexuellen Missbrauch in der Therapie verurteilt und er hat ein Berufsverbot bekommen. Für die nächsten drei Jahre darf er keine Frau behandeln.

Gast
(tanja-ranket-online.de)
2011-02-24 10:13
4121
Für Missbrauchstaten sind nicht nur die Pfarrer alleine schuld.Missbrauch gab es in der Kirche schon,bevor das öffentlich wurde.Die Erziehung mit dem Rohrstock ,Knien unter dem Kreuz,Exorzismus,in den letzten Jahren wurde zusätzlich der Sex bekannt.Da wird plötzlich ein Aufschrei gemacht.Alle anderen Züchtigungen hat die Gesellschaft Jahrhunderte in Kauf genommen,sogar unterstützt.Die Eltern schicken ihre Kinder in solche Schulen um sie mit Zucht und Ordnung,Disziplin und Moral zu erziehen.Gelobt sei,was hart macht.Damit ist die Gesellschaft selbst verantwortlich für diese Mißbräuche.Auch Sex ist ein Machtinstrument um andere gefügig zu machen.Diese Dinge geschehen überall,wo Strenge und Härte als Erziehungsmaßnahme eingesetzt wird und falsche verbrauchte Werte gelehrt werden.Auch in Sport,Ballett,und Musikschulen, Kadettenanstalten und anderen strengen Einrichtungen.
Erst,wenn die Menschen lernen,neue gute Werte zu vermitteln,mit Liebe und Fürsorge auf ihre Schützlinge einzugehen,sich mit den Gefühlen der jungen Menschen auseinandersetzen und bereit sind,auch Verständnis zu zeigen,wird das aufhören,wo Liebe herrscht,hat sexuelle und andere Gewalt keine Chance.

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-02-24 09:11
4120
Hallo Karin,

klar wenn man dauernd verletzt und missbraucht wird, dass dann auch das Vertrauen zerstört wird. Ich kann gut nachvollziehen, wie mühsam es ist sich wieder sicher zu fühlen und zu vertrauen. Ich wünsche Dir, dass Du dabei gute therapeutische Begleitung hast und die Therapie für Dich ein Ort sein kann, wo Du neue heilsame Erfahrungen machen kannst. Die Flashbacks werden leider nicht sofort mit dem Beginn der Therapie verschwinden, leider bleiben sie manchmal auch ein Leben lang, aber Du kannst lernen mit ihnen besser umzugehen. Viel Kraft und gute Unterstützung wünscht Dir Nicole

karin
2011-02-22 23:10
4119
hallo nicole, danke für die antwort...bin jetzt seit über einem jahr in therapie um endlich mal mit allem klarzukommen...mich hat nur erschreckt wie sehr mich die bilder von der verhandlung in koblenz belasten...und wie stark die flashbacks waren...darauf war ich nicht vorbereitet...der täter ist im moment krank und vielleicht hat er es bald geschafft und geht über den regenbogen...daher kam meine frage, ob ich dann vielleicht vergesse was er mir genommen hat...nämlich meine kindheit und jugend und das gefühl zu lieben und geliebt zu werden...das ich aufgrund der sachen die geschehen sind leider nicht kennen lernen durfte...vertrauen kann ich niemandem...nicht mal mir selbst bzw. ich glaube nur mir selbst sonst niemand...und ich weiß nicht ob sich das irgendwann ändern wird, da immer wenn ich mich öffne alles wieder nach hinten losgeht und das vertrauen benutzt wird um mich mit den dingen die ich anvertraut habe fertig zu machen...durfte ich gerade erst wieder erleben von meiner "freundin" ... habe gemerkt je weniger ich mich mit menschen abgebe um so weniger werde ich verletzt...und das tut gut...
lg karin

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-02-21 22:48
4118
Hallo Karin,

ich kann sehr gut verstehen, dass durch den aktuellen Prozess bei Dir wieder Erinnerungen hochkommen. Mir geht es zur Zeit ähnlich, weil mein ehemaliger Therapeut, wegen sexuellen Missbrauch in der Therapie angeklagt ist. Seitdem kommen auch vermehrt Erinnerungen an frühere Übergriffe. Mir ging es leider nach dem Tod meines Vaters nicht besser. Ich kann verstehen, dass Du dir vielleicht wünscht, dass dann die Erinnerungsblitze und die ganze Belastung ein Ende haben. Ein Aufatmen kam, weil ich wusste, dass er mir jetzt nichts mehr antun konnte. Trotzdem blieben zunächst die nächtlichen Ängste. Mir ging es nach dem Tod zuerst besser, aber dann kamen, all die Erinnerungen hoch, die ich noch nicht wahrnehmen durfte solange er noch lebte. Die inneren Bilder an die Erlebnisse verschwanden leider nicht. Sie wurden mit der Zeit blasser und durch die Therapie wurde das Leben wieder lebenswerter. Heute nach vielen Jahren, fühle ich mich zum ersten Mal sicher und es geht mir besser, auch wenn es immer mal wieder Tage gibt, an denen mich meine Vergangenheit und die Erlebnisse einholen. Es wird Dir auch irgendwann besser gehen, halte durch und hole Dir Hilfe. Ich muss seit dem Vorfall mit meinem Therapeuten noch einmal neu lernen zu vertrauen. Auch wenn es jetzt eine schwere Zeit ist, dann vertraue darauf, dass Du es schaffen wirdst.

lg
Nicole

xxx

Warning: Undefined array key 1 in /home/www/db/gaestebuch.php on line 149

Warning: Undefined array key 1 in /home/www/db/gaestebuch.php on line 149
(xxx)
2011-02-20 03:10
4117
dein schatten schwebt auch noch nach deinem tod über mich, vater. maidreja

karin
(karin200267aol.com)
2011-02-19 22:13
4116
Mir geht es innerlich im Moment nicht wirklich gut, der Prozess in Koblenz geht mir sehr nah, wenn die Bilder im TV kommen kommen bei mir alle Bilder wieder von unserem Prozess der auch in Koblenz stattfand damals...Meine Tochter sagte mal zu mir, sie hat gehört wenn der Täter tod ist geht es dem Opfer besser....ich wüsste gerne ob das stimmt, kann mir jemand ne Antwort hierauf geben?

lg karin

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-01-17 10:12
4115
§12
(1) Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindesmaß mit Freiheitsstrafen von einem Jahr oder darüber bedroht sind.
(2) Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindesmaß mit einer geringen Freiheisstrafe oder die mit Geldstrafe bedroht sind.

(3) Schärfungen oder Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind, bleiben für die Einteilung außer Betracht.

Ich hoffe, dass dies euch weiterhilft.

Auszug aus:
Das gesamte Strafrecht, Mit Richlinien zum Straf- und Bußgeldverfahren, Vorschriften zur Internationalen und europäischen Rechtshilfe, Walhalla, 2. Auflage, 2010, Regensburg

Hannah
(trixi58gmx.net)
2011-01-15 13:43
4114
Hallo, ich war früher als Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit schon mal relativ regelmäßig bei Schotterblume.
Heute habe ich eine Frage. Im Umgang mit diesem Thema bin ich in letzter Zeit häufiger auf die Aussage gestoßen, dass in der Rechtssprechung bei betroffenen Kindern von einem Vergehen, hingegen bei Erwachsenen von Verbrechen gesprochen wird. Kann mir jemand den rechtlichen Unterscheid erklären oder eine andere Aussage dazu machen? Ich wäre dankbar, da wir als Selbsthilfegruppe eine Veranstaltung vorbereiten möchten, deren inhaltlicher Schwerpunkt Rechtsfragen sein sollen.

Herzliche Grüße von Hannah

Daniela Scholz
(tiger-dragon-dsweb.de)
2011-01-11 13:53
4113
Das ist eine sehr umpfangreiche und schöne Seite. Habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Vor allem, da die Taten von fremden nicht vergessen werden. Wir sind zwar ein kleiner Teil, aber vergessen sollten wir nicht werden. Danke

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2010-12-18 16:42
4112
Hallo ihr anderen Überlebenden,

ich bin gerade sehr traurig, weil es mein erstes Weihnachten ohne meine Mutter sein wird. Seit Februar diesen Jahres habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Zu dem Rest der Familie hatte ich schon lange keinen Kontakt mehr. Mit 34 hatte ich es geschafft auch die telefonischen und brieflichen Kontakte zu meiner Mutter, die mich unter anderem auch sexuell missbraucht hat abzubrechen. Somit habe ich seit Februar diesen Jahres keinen Täterkontakt mehr und ich lebe sicher und geschützt. Trotz jahrelanger Therapie kann ich jetzt zum ersten Mal den Schmerz fühlen, der mir angetan wurde. Es gibt Tage, da ist es immer noch so, als ob eine Welt zusammenbrechen würde. Ich sitze dann stundenlang da und weine, obwohl ich eigentlich für die anstehenden Prüfungen lernen müsste. Die letzten Taten waren mit 16, danach nur noch emotionaler Missbrauch, bis Februar diesen Jahres. Aufgrund der ganzen Sachen, war ich viele jahrelang mit kurzen Unterbrechungen immer wieder krank und konnte nicht selbstständig für meinen Lebensunterhalt sorgen, oder eine Ausbildung auf dem 1. Arbeitsmarkt machen. Der Missbrauch, die Vernachlässigungen und die Misshandlungen haben nicht nur seelische und körperliche Narben hinterlassen, sondern auch bis heute noch neben den Traumafolgestörungen noch andere Auswirkungen. Mir fehlen viele Jahre in denen ich nicht in die Rentenkasse einzahlen konnte. Es fällt mir schwer meinen Lebenslauf anzusehen. Bis vor kurzem habe ich in sehr ungesunden partnerschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen gelebt. Ich musste ganz von vorne anfangen. Alles Schädigende abrechen und ein neues Leben lernen. Ich wäre heute auch beruflich an einer ganz anderen Stelle schon im Leben, wenn ich nicht jahrelang mit dem Überleben und mich in Sicherheit bringen beschäftigt gewesen wäre. Nun ist die Sicherheit endlich da. In den Jahren habe ich viel an Stärke, Würde und Kompetenzen zurückgewinnen können. Doch ich bin auch noch immer traurig und wütend über diesen Staat, indem solche grausamen Verbrechen verjähren können und in dem mam jahrelang für seine Glaubwürdigkeit kämpfen muss. Ich hatte vor einem Jahr die Therapie bei meinem damaligen Körpertherapeuten, wegen sexuellen Missbrauchs in der Therapie abgebrochen. Er zu dem ich endlich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hatte, hat in seiner Praxis eine Patientin, oder sogar zwei vergewaltigt. Ich habe auch drei Sachen mit ihm erlebt und werde im Januar des nächsten Jahres bei dem Gerichtsverfahren als Zeugin aussagen. Seit einem Jahr habe ich mein Studium wieder aufgenommen, dass ich damals abbrechen musste. Auch dort musste ich wegen der Umstellung von Diplom auf Bachelor noch einmal ganz von vorne anfangen. Aber nach nur zwei Semestern bin ich wahrscheinlich im März des nächsten Jahres auf der Studienleistung nach Ende des 4. Semesters. Ich bin sehr erfolgreich im Studium und habe seit einem halben Jahr auch meine Anerkennung nach dem OEG durch. Und jetzt bin ich müde von den jahrelangen Kämpfen mit Ämtern, den Erinnerungen und dem immer wieder von vorne anfangen (viele Umzüge, Namensänderung, Adresssperrung usw.). Ich will einfach nur noch leben- und ich bin so erschöpft und traurig. Vollkommen ausgepowert und gleichzeitig kann ich nicht aufgeben, weil es um meine berufliche Existenz geht. Ich will dem Ganzen nicht so viel Macht geben und ich möchte jetzt trotzdem noch einmal durchstarten. Was nicht ganz so leicht ist, wenn man sich die Arbeitsmarktsituation anschaut und ich habe eben viele Lücken und Prakika in meinem Lebenslauf. Ich konnte auch nie länger irgendwo bleiben, weil ich immer umziehen musste. Teilweise bis zu vier Umzüge in einem Jahr. Mein Lebenslauf ist geprägt von Abbrüchen, kurzen Beschäftigungen, Praktika, Weiterbildungen, ehrenamtlicher Tätigkeit, Studienzeiten und eine Umschulung im kaufmännischen Bereich. Ich hätte auch gerne ein wenig Beständigkeit gehabt, aber dies war nicht möglich. Ich kann nichts dafür- und jetzt wird es zu meinem Nachteil ausgelegt. Man unterstellt mir, dass ich nichts durchhalten könnte, oder sprunghaft sei. Wenn die Leute nur wüssten, doch ich kann doch nicht im Vorstellungsgespräch meine gesamte Lebensgeschichte erzählen. Mich macht es traurig und es ärgert mich, dass es solche weitreichenden Folgen bis heute hat.

Wer von euch hat ähnliche Erfahrungen und kann mir einen Tipp geben? In zwei Jahren werde ich mein Studium beenden. Ich studiere im sozialen Bereich und ich hoffe gerade mit diesem Hintergrund in einem Bereich arbeiten zu können, in dem meine Erfahrungen und der Umgang damit, als Kompetenzen gesehen werden. Doch jetzt liegt noch ein Stück Trauerarbeit vor mir.

Dieses Jahr kann ich keine Weihnachten feiern, trotzdem wünsche ich allen denen dies Fest guttut eine schöne Weihnachtszeit.

piet
(mrromgmx.de)
2010-12-17 17:34
4111
Hallo an alle insbesonders an Sonja, durch Sie bin ich auf diese Side gestoßen.

Echt Klasse, das es sowas gibt und den "Opfern" (sry, hasse das Wort) hielfestellung gibt. Ihr macht gute Arbeit sei es Öffentlich oder im privatem Bereich. Das ist wichtig und ohne wenn und aber erforderlich in dem heutigem "System" da ja laut Gesezt und der Öffentlicharbeit mehr den "Tätern" zuspruch gewährt. An die leidenen nach Monaten wir leider nicht mehr Interesse gezeigt.

Ciao

euer Piet

raschida
2010-11-30 10:21
4110
Der Mut zurückzuschauen eröffnet mir den Weg in die Zukunft. Die Kunst, beides miteinander zu verbinden und darin zu leben, ist das "Jetzt" und bedeutet für mich verbunden zu sein, mit dem positiven denken und der Energie der Kommunikation die aus der Unendlichkeit kommt...


Christine Striebel
(chris.striebelt-online.de)
2010-11-25 13:06
4109
Liebes Team, liebe Seitenbesucher,

ich wünsche allen Lesern eine wundervolle Adventszeit in der Sie sich Ihre eigenen, unbelasteten Rituale erschaffen. Nutzen Sie die Besinnlichkeit für Ihre Wunscherfüllungen.

Herzlichst Christine

k
(k-t-z1hotmail.com)
2010-11-23 23:29
4108
Schoen zu sehen, wie viel sich in den letzten Jahren an Hilfen fuer uns unsichtbaren getan hat.......

Schoen von uns zu hoeren, von unseren verstummten Muendern die jetzt sprechen duerfen....die Sprache der sprachlosen....

und noch viel schoener als das, ist es, zwischen den zeilen auch immer wieder ein lachen zu entdecken, ein kleines schmunzeln zwischen all der scham und schande....

...ein neues zeitalter hat begonnen!

Durch das Reden ueber den Tabubruch werden wir Welten bewegen....unsere Kinder werden mit dem Wissen um das Unglaubliche gross und schon praeventiv dadurch geschuetzt....der Kampf um das Recht der Kinder auf koerperliche Selbstbestimmung wird weite Kreise nach sich ziehen....es dauert vielleicht....aber es wird geschehen...
das Sprechen ist das Schwert in der Brust der Taeter.
Hiermit drehe ich es nocheinmal um.
← Seite zurück Seite vor →

© Schotterblume e.V.