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Raschida
2010-06-04 06:23
4077
hi.
@ Nicole

Das ist eine hervorragendes Vorhaben.
Ich wohne sogesehen in der Nähe und wäre glatt dabei, wenn ich nicht so fertig wäre....lächel

gruss raschida

Monica
(monicahoepke61yahoo.de)
2010-06-03 02:04
4076
Hallo Nicole,
als ich Ihre Zeilen gelesen habe machte sich erneut Hoffnung in meiner Seele breit. Sie Beschreiben ihre Erlebnisse so als wären es einige von meinen erlebten Vivisektionen an und in meiner Seele und Körper. Nach meinen Erlebnissen ist das nicht "zu hören und wegschauen und nicht helfen können" angeblich seit jahrhunderten sehr stark verbreitet. Auch Herzensbildung, Verantwortung und mitverantwortung den nächsten gegenüber vermisse ich sehr. Deshalb finde ich Ihr Vorhaben der erwähnten tabuthemen öffentlich zu präsentieren als besonders mutig und mehr denn je als notwendig. Auch ich klage an was verborgen bleiben sollte und alles was ich weiß ist, dass ich überlebt habe, was ich erlebt habe.
Liebe Grüße Mon

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2010-06-02 13:46
4075
Hallo Raschida,

ja, wenn man am Boden liegt, aber sich nur noch fragt, warum man überhaupt noch in der Lage ist aufrecht zu laufen, dann sieht noch immer keiner die Not, die hinter so einem Lächeln liegen kann. Egal was man tut- Mütter- sind generell heilig- wer glaubt schon einem verrücktem Kind. Wenn man sich wehrt und laut wird, dann ist man unerzogen, schweigt man und frisst alles in sich rein, dann ist man zu introvertiert. Heult man, dann wussten doch schon alle, dass was mit einem nicht stimmt. Und sagt man die Wahrheit, dann ist man verrückt und gar vielleicht noch eine Bestie, die ihre Mutter verletzen will. Glaubt mir Mütter können grausam sein!

Und trotzdem trauere ich- mein Herz schmerzt und all die Gewalt und Lieblosigkeit hat ihre Spuren hinterlassen. Ich weiss nicht ob jemals eine wirkliche Heilung, oder gar Vergebung möglich sein wird. Jetzt bin ich erst mal dran. Und ich darf meinen alten Schmerz nun endlich beweinen. Es war fürchterlich. Würde ich den Kontakt zu meiner Mutter aufrechterhalten, dann würde ich von ihr weiterhin zwar nicht mehr sexuell, aber emotional benutzt werden. Und ich will einfach nur noch für mich sein, mit meinem lieben Partner, guttuenden Menschen und an meiner Heilung arbeiten. Und gegen meinen alten Therapeuten werde ich jetzt offizielle Schritte einleiten, es kann nicht sein, dass er weiterhin praktiziert, obwohl er wegen sexuellen Missbrauch an einer Klientin angezeigt ist. Und dem Versorgungsamt werde ich die Tür einrennen. Ich will endlich zu meinem Recht kommen. Ich bin es leid verar... zu werden. Opfer haben Rechte und ich gebe nicht auf zu kämpfen, aber diesmal an der richtigen Stelle. Weil ich keine Lust mehr habe, von diesen Ämtern, dieser Gesellschaft wieder zum Opfer gemacht zu werden. Ich bin nicht verrückt. Es ist ein wahres Wunder, dass ich nach all den Erfahrungen noch klar denken und handeln kann. Kein Kind dieser Welt sollte so etwas erleben, weil wirklich kein Mensch so leiden sollte. Mein nächstes Ziel ist ein autobiografisches Theaterstück. Die Welt soll erfahren, was hinter den Türen in Familien passiert. Ich suche Frauen die mit mir gemeinsam im Bielefelder Raum ihre Geschichte auf die Bühne bringen. Warum soll alles nur in den Therapiezimmern unter Ausschluss der Öffentlichkeit bleiben. Ich will die Gesellschaft wachrütteln- seht her- tut was! Und ich schweige nicht mehr. Die Wut, den Schmerz auf der Bühne herausbrüllen. Ich muss mich nicht schämen. Ich klage öffentlich an. Die Wahrheit muss auf die Bühne.

Raschida
2010-06-01 16:33
4074
hi,

@ Nicole

Ich finde das sooo toll, dass du in der Lage bist, alles so genau deutlich zu machen. Das wird viele Menschen bewegen, ähnliches zu tun.
Ich erlebe es ja genauso und immer wird mir weiter nachgesagt, ich würde ja mit jedem Theater haben....kopfschüttel...

Nur mit Hilfe der Transparenz werden wir es schaffen, diese widerliche Vorgehensweise der Täter "aufzudecken".
Dass wir es am Ende sind, welche die Familie "retten", weil wir die Ketten durchbrechen, das ist noch nicht so angekommen in unserer Gesellschaft, wie es sollte.

Ich frag mich nur immer wieder, wie es sein kann, dass den Tätern nachweislich etwas in ihrem Hirn "fehlt" und auf der anderen seite sind sie sooo perfide und verstehen es wirklich perfekt, uns an den Rand zu drängen oder machtvolle strukturen gegen uns zu richten.

Dir alles erdenklich gute und lass dich doch mal im chat oder im forum sehen...


gruss raschi

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2010-06-01 13:51
4073
Jetzt heisst es Einladungskarten für meine Hochzeit verschicken. Und ich denke den ganzen Tag (!) darüber nach, dass ich doch meine Mutter einladen muss. Eine Mutter gehört doch dazu, wenn die Tochter heiratet. Ich kann es ihr doch nicht antun. Ich muss sie doch einladen. Was sollen die Leute denken. Sollte mich irgendjemand fragen warum Du nicht dabei bist- was soll ich sagen- soll ich die Wahrheit sagen? Und dann kommt der ganze Schmerz hoch, den mir diese Frau angetan hat. Jeder Tag ist seit dem Brief von meiner Mutter wieder ein Spiessrutenlauf. Die Bilder, Gerüche, Geräusche- all das Ekelige ist wieder da, seitdem ich einfach nur beschlossen habe endlich mal glücklich zu sein und mein Leben zu leben. Darf ich ohne meine Mutter leben? Darf ich einfach nur glücklich sein- ohne mich um meine Mutter zu kümmern? War sie wirklich mal für mich da- nein, ja sie hat mich nicht verhungern lassen. Aber ich hatte in dieser Familie ganz bestimmte Aufgaben, die nicht besonders kindgerecht waren. Ein Kind- durfte ich nicht wirklich sein- zu viel schon früher Schmerz- alles was ihr euch vorstellen könnt. Sie haben nichts ausgelassen- ich kann jetzt endlich sehen, was mir wirklich angetan wurde. Die Abwehr fällt und ich muss niemanden mehr in Schutz nehmen, nichts bagatellisieren und auch nichts mehr verschweigen. Heute bin ich wieder einmal weinend durch die Straßen gelaufen- ich darf endlich weinen und muss meinen Schmerz nicht mehr verstecken- meine Seele ist entsetzt und der alte Schmerz nimmt mir fast die Luft zum Atmen, wie mit Blei übergossen fühle ich mich- schreien müsste ich- es in die Welt hinausschreien- aber es ist zu entsetzlich- welche eine Qual auch Mütter ihren Kindern antun können. Und ich frage mich gerade minütlich : Wieso? - Mutter Du hättest mich lieben, aber nicht missbrauchen sollen. Statt Liebe zu erfahren, musste ich Dich beständig retten- und wer war für mich da? Die einzige Zuwendung war der Missbrauch, 16 Jahre lang- viele Täter, die Gewalt durch die Männer war schlimm, aber am schlimmsten war es, dass Du mich verkaufst verraten, zugesehen, ausgeliefert und auch missbrauchst hast. Und dann die ewigen leeren Worte: Ich liebe Dich und ich bin immer für Dich da. Weinen sollte ich nicht, zu lächeln hatte ich- immer schön brav und gefügig sein- Hauptsache alles mitmachen und nett sein. Eben ein braves Mädchen- Muttis Mädchen sein-

Nicole
(trauerndesHerzgmx.de)
2010-05-31 21:31
4072
Vor drei Wochen erreichte mich über einen Nachsendeantrag ein Brief meiner Mutter. Ich hatte nach einem Klinikaufenthalt, der bis Februar diesen Jahres ging, den Kontakt mit ihr abgebrochen. Und mich seit Januar diesen Jahres nicht mehr bei ihr gemeldet. Anlass für meinen Klinikaufenthalt war ein erneuter Zusammenbruch nach Retraumatisierungen durch das laufende OEG Verfahren und Mobbigsituation auf der Arbeit. In der stationären Traumaklinik wurde mir dringend geraten alle Täterkontakte abzubrechen. Meine Mutter hatte mich ebenfalls sexuell missbraucht. Sie hat sich bisher nicht selber belastet, aber zumindest in dem laufenden OEG Verfahren in Bezug auf ihren derzeitigen Mann, einem vorherigen Freund und ihren neuen Mann ausgesagt.

Zum Brief: Sie schrieb, dass sie beinahe gegen einen Baum gefahren sei, aber diesmal nichts passiert sei, obwohl der Wagen Totalschaden sei. Sie hat in den letzten drei Jahren öfter solche Aktionen gebracht. Und jedesmal war der Ton. Es ist mir passiert, weil ich mit den Gedanken bei Dir war, weil ich Dich so vermisse. Damals (in meiner Kindheit) hat sie mehrere Selbstmordversuche unternommen und beständig damit gedroht sich umzubringen. Sie hat mich immer damit unter Druck gesetzt. Und jetzt fühlt es ich schon wieder wie ein Appell an mich an, dass ich ihr helfen soll. Ich habe keine Lust mehr mich um meine Mutter zu kümmern. Zumal es ihr auch in Wirklichkeit egal ist, wie ich mich wirklich fühle. Ich war lange Zeit tot, weil sie mich umgebracht haben. Sie haben meine Seele getötet und hatten mich leider am Leben gelassen. Viele Jahre habe ich wahnsinnig gelitten und es hat niemanden interessiert wie es mir ging. Wäre ich gestorben, dann wären sie mich losgeworden. Doch diesen Gefallen habe ich ihnen nicht getan, stattdessen werden sie vom Versorgungsamt angeschrieben und zu den Taten befragt. Es ist für mich kein Zufall, dass sie jetzt schon wieder vor einem Baum gefahren ist. In den letzten drei Jahren ist sie fünfmal!!! vor einem Baum gefahren. Auf der einen Seite bin ich total traurig, weil in dem Brief überhaupt nicht gefragt wurde, sondern nur dieser Vorwurf- dass ich mich melden soll, weil ich sonst bald keine Mutter mehr habe. Ich kann sie nicht davon abhalten vor einem Baum zu fahren. Ich bin nur sehr traurig, weil es unmöglich ist, jemals wieder den Kontakt mit ihr wieder aufzunehmen. Zudem heirate ich bald und es schmerzt mich sehr, dass von meiner Familie keiner dabei sein wird, weil ich keine Familie mehr habe, nie hatte und auch nicht mehr haben werde. Es ist alles sehr traurig und ich bin darüber im Moment oft verzweifelt und der alte Schmerz ist sehr präsent. Außerdem habe ich seit fast 6 Monaten keine Therapie mehr, weil ich die Therapie abgebrochen habe, weil mein ehemaliger Therapeut angezeigt ist, wegen sexuellen Missbrauch an einer Klientin. Totale Enttäuschung, Vertrauensmissbrauch und zusätzliches Trauma- es kam auch mir gegenüber zu einem übergriffigen Verhalten. Im Moment versuche ich nur noch weiterzu funktionieren, obwohl es mir sehr schlecht geht. Seit dem Brief kommt der ganze sexuelle Missbrauch durch meine Mutter wieder hoch- es war einfach nur ekelig, erniedrigend, beschämend - die alten Gerüche und Bilder sind wieder da. Und es macht mich so wütend, dass das Versorgungsamt schon wieder nur prüft und einfach nichts passiert.

Ich will zumindest die Anerkennung nach OEG- und selbst da muss ich kämpfen. Ich hasse diese Gesellschaft in der auf der einen Seite davon gesprochen wird dass man den Opfern helfen will- und auf der anderen Seite mache ich seit fast 1,5 Jahrzehnten die Erfahrung, dass man als Opfer total für seine Rechte kämpfen muss. Ich lebe noch immer versteckt, mit gesperrter Adresse, geänderten Namen, geänderter Sozialversicherungsnummer usw. - und bin nach fast 33 Jahren vielleicht jetzt das erste Mal in Sicherheit- was ist das für eine Gesellschaft?

Wenn mich Menschen auf der Straße fragen, wo meine Eltern wohnen.. Dann sage ich meistens nur noch, dass mein Vater tot ist, meine Mutter mich sexuell missbraucht hat, mein Vater auch und dass der neue Mann meiner Mutter mich auch missbraucht hat, dass meine gesamte Familie mich für verrückt hält, und dass ich mit allen nichts mehr zu tun haben möchte. Dann sind die Leute immer total geschockt, aber ich habe überhaupt kein Bock mehr ein auf heilige Familie machen zu müssen. Meistens bekomme ich dann, von den Menschen auf der Straße Verständnis, auch wenn sie meistens noch sehr geschockt und ungläubig gucken. Ich habe keine Lust mehr meinen Schmerz verheimlichen zu müssen. Ich musste lange Zeit funktionieren, damit die Leute es nicht mitkriegen. Nachts noch missbraucht, die ganze Nacht nur Angst, Schmerzen und nicht schlafen können, aber am nächsten Tag wieder Hochleistung in der Schule- immer nur Einser-Schülerin- unauffällig- sozial engagiert- still- sie haben meine Seele umgebracht- es war Folter- die meiste Zeit meines Lebens fühlte ich mich mehr tot, als lebendig- es macht mich noch immer sprachlos und die innere Qual ist noch immer nicht zu Ende- seit dem Brief wurde alles wieder reaktiviert. Aber ich werde nicht darauf reagieren. Ich will keinen Täterkontakt mehr- auch wenn es mich zerreisst und der innere Schmerz im Moment wieder unerträglich ist. Am liebsten würde ich den ganzen Tag nur noch schreiend und weinend durch die Gegend laufen, aber stattdessen bin ich gerade nur noch unter Schock und nach innen verstummt.Tränen--..... die ich nicht weinen kann. An manchen Tagen wäre ich am liebsten tot.

raschida
2010-05-28 07:12
4071
hi,

es ist mir gerade mal ein Bedürfnis, speziell auch mal alle Besucher dieser Seite zu begrüssen.
Wir sind alle Zeuge dieser Zeit. Ich appelliere an jeden, seine Hemmungen zu entkräften und in Kontakt zu treten mit dem Gegenüber.
Viel zu lange haben viele Menschen, aus welchen Gründen auch immer, mit vorgehaltener Hand über Dinge geredet.
Diese Zeiten lösen sich langsam nun auf.
Wir dürfen sprechen über alles, was bisher in unserer Gesellschaft nicht gerne gehört wurde.
Nutzen wir die Chance und kommen in die begenung mit dem "du", dann werden sich Lösungen auftun.
Ich persönlich warte weiter darauf, dass unseren Kindern endlich mehr zugetraut wird. Sie wollen, glaube ich spüren, dass wir ihre grossen Potentiale, die sie mit in diese Zeit bringen erkennen.
Lasst uns mit ihnen reden und nicht "über" sie....


gruss raschida


tinchen
2010-05-28 00:37
4070
@ sapphire
@ ophelia

Chat funzt bei mir auch nicht mehr, danke aber dass ihr da ward heut!!!

wollt im forum antworten auf sapphires, aber irgendwie klappts net. kann sein, dass nimmer regestriert bin (weil zu lang nimmer da oder so)? jedenfalls net schreiben kann im forumm und chat ja auch net klappt grad.
sry

susie
(pandawebweb.de)
2010-05-20 17:56
4069
hallo
es ist schön das es seiten wie euch gibt
vielseitig und provesionell
ich komm gern her
DANKE
lg
www.lebensinsel.coolix.com

raschida
2010-05-08 18:14
4068
hi,
ich wollte alle mal grüssen und mitteilen, dass ich es sooo wichtig finde, dass mitwisser angefangen haben auch zu reden.
Ich selber habe gerade im netz gefunden, dass 10 jahre nach tod meines erzeugers, ein Cup im sportbereich nach ihm benannt ist.
Das zieht mich nicht runter,....nein...aber ich appelliere auch an mitwisser in ausserkirchlichen bereichen, in familien, die vllt garnichts mit der kirche zu tun haben,.....zu reden.

Auch hier besteht ein grosser Aufklärungsbereich, damit "Mittäter" nicht unbehelligt Namen ehren, die es meiner meinung nach nicht wert sind....

Meiner Meinung nach müssen die Vereine nun dringend unterstützt werden, damit auch "Fälle" im verborgenen dokumentation finden.

Was nützt es uns am ende,.....den focus nur noch auf die kirche zu halten,.....wenn dabei missbrauchte kinder anderswo nicht entdeckt werden können.


gruss raschida

Anneke
(monster-babyt-online.de)
2010-05-03 09:05
4067
Hallo

ich hoffe, mir kann hier jemand helfen...

Ich habe vor ca. 5 Jahren "erfahren", dass ich als Kind missbraucht wurde. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits in einer Therapie aufgrund von Magersucht! Wegen der Anorexie war ich auch in einer Klinik. Bin leider erst heute soweit, über das Geschehene sprechen zu können und mir ist mittlerweile auch klar, dass das nicht ohne einen weiteren Klinikaufenthalt funtkioniert!
Am liebsten würde ich wieder in die Klinik Roseneck am Chiemsee gehen nur leider weiß ich nicht, ob die Klinik für mein Problem die Richtige ist. Ich weiß, dass sie Traumatherapie anbieten, doch weiß ich auch, dass sie in erster Linie Spezialisten auf dem Gebiet der Essstörung sind! War von euch vielleicht jemand in der Klinik? Oder würdet ihr mir eine andere Klinik empfehlen?

Wäre echt super, wenn mir jemand von Euch helfen kann, da ich mittlerweile nicht mehr so ganz weiter weiß und ich nur merke, wie es immer weiter Berg-ab geht!

Vielen Dank schon mal im Voraus!

goderhard
(goderhardhallo.ms)
2010-05-02 07:40
4066
Guten Tag,
ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich traue mich irgendwie auch nicht. Wissen Sie, ich bin schon 50 ( männlich )und heute morgen, beim lesen eines Artikels des Regisseurs Michael Stock im Kultur-Spiegel über den Jahrelangen sexuellen Missbrauchs des Vaters, brach es vorhin aus mir heraus. Nur bin ich nicht sexuell, sondern wurde permanent bis in die Spätpubertät von meinem Vater z.T. fürchterlich geschlagen. Ich lebe in Duisburg und wollte Sie fragen, an wem ich mich wenden könnte.
Verzeihen Sie meine Anonymität, doch bin ich bereit, bei einer persönlich an mich gerichtete Nachricht selbstverständlich meinen Namen bekanntzugeben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

M. fr, Gr.
Goderhard

Conny

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(connyhermes.de)
2010-04-27 12:34
4065
Hallo Leute,
was für eine wunderschöne HP.
Mit vielen Infos und sehr übersichtlich.
Da kommen so manche Gefühle in mir hoch, und nun
lass ich euch auch ein Gedicht von mir hier.

Engel sind ein Segen

Engel sind was wunderschönes,
denn sie sind ein Segen in unserem Leben.
Bist du mal traurig und allein,
werden sie in deinem Herzen sein.
Du musst es nur wollen und dran glauben,
dann wirst du sehn, das sie dich verstehn.
Hör auf dein Herz, und erst dann vielleicht,
ziehen sie in deinem Herzen ein.
Du wirst es erleben und verstehn,
warum so viele Menschen auf Engel stehn.
Sie machen dich glücklich und zufrieden,
und dann wirst du ihn finden,
deinen Seelenfrieden.

Mögen die Engel auch über euch wachen

Liebe Grüsse an alle, Conny Hermes

Maria Pfingsten
(maria_pfingstenweb.de)
2010-04-24 16:09
4064
Ich bin 44 Jahre und habe drei Kinder. Ich suche nach einem Weg mir dem Thema körperliche und seelische Gewalt durch meinen Vater und seelische Gewalt in der Schule umzugehen. Die öffentliche Diskussion zwingt mich gerade zu dazu. Ich bin nicht sexuell missbraucht worden, aber dieses Gedicht floss plötzlich in einem Rutsch aus meiner Feder.
Es ist sehr zynisch, das gebe ich zu, aber auch wenn mir dies so nicht widerfahren ist, so gibt es doch Formen von Machtmissbrauch die ähnlich abliefen.
Die Idiologie von Gott auserwählt zu sein ist eine die die Kirche den Kindern propagiert. Und hinter verschlossenen Türen erklären sie einem dass man was besseres ist als die Ungläubigen.
Z.B war es völlig undenkbar den Sonntagskirchgang zu schwänzen.
Und heute höre ich immer noch die Kinder, die von ihren Eltern lernen, "wenn du nicht lieb bist, bestraft dich der liebe Gott".

Was soll man als Kind denn machen???? Damals und heute.
Ich bin Atheistin geworden, weil ich meine Verstand verwende.
Aber es ist nicht gut das laut vor andern auszusprechen.

Hier das bitterböse aber wohl wahre Gedicht:

Brave Kinder
Brave Kinder geht zur Ruh’,
schließen beide Augen zu.
Wann wird in dem Bette mein
die Qual einmal zu Ende sein.

Brave Kinder sind ganz still,
wenn wieder jemand etwas will.
Ertragen alles mit Geduld
Und hören dann „Bist selber schuld!“

Brave Kinder leise leiden,
können nicht die Scham beschreiben.
Wenn ein Mann Gottes sie gequält,
sind sie besonders auserwählt.

Brave Kinder denken nur,
das ist der heilge Gottesschwur.
Wenn sie dereinst mal sterben,
den Lohn im Himmel sie erwerben.

Brave Kinder stehn vor Gott,
stammeln ihre Seelennot.
Gott, der große Weise antwortet ganz leise
„Die, die dich dereinst gequält,
sie haben das Tor zur Hölle gewählt.“


Brave Kinder werden wach,
Aach ........
Es geht noch immer weiter,
fern ist ihre Himmelsleiter.

Ihre Hölle ist auf Erden,
der Täter wird die Tat verbergen.
Er tat es doch aus Liebe nur,
von Reue zeigt er keine Spur.

Der Weg zum Himmel ist so weit,
wer weiß, ob Gott nicht noch verzeiht.
Dann leben sie zu zweit fortan,
das brave Kind und Gottes Mann.


Maria Pfingsten 4/2010

Anati
2010-04-23 08:25
4063
Hallo @ all

Beim Deutschen Bundestag sind 2 Petitionen anhängig.

1. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung-Reformierung des Strafgesetzbuches im Hinblick auf das Strafmaß bei sexuellem Missbrauch.


2. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung-Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen.


Vielleicht mag der ein oder andere die Petitionen mit unterzeichnen.
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