Hallo liebe Schotterblume,
Glaub ich brauch jemanden zum reden. Und auf eurer Homepage war ich schon oft. Hab Hilfe gesucht und gefunden. Verständnis. Leute, die sich mit dem gleichen Problem beschäftigen wie ich. Leute, die offen darüber reden, denken. ich bin kein Opfer von Gewalt. Ich durfte eine schöne Kindheit haben. Aber ich bin momentan trotzdem extrem verzweifelt. Ich war 2 Jahre mit meiner Traumfrau zusammen. Sie war und ist alles für mich. Sie wurde als Kind lange zeit und schwer sexuell mißbraucht. Mir war sofort klar, daß diese Frau etwas ganz besonderes ist. Sie konnte soviel Glück, Zuversicht, Hoffnung geben wie ich es noch nie erlebt habe. Es war die glücklichste Zeit in meinem Leben. Für mich war klar, daß ich die Frau fürs Leben gefunden hab. Und ich war mir vorher sicher, daß es diese für mich nie geben wird. Aber Sie verzauberte mich mit ihrem lachen. Sitz jetzt hier und muß weinen. Sie wurde schwanger. Wir erwarteten einen kleinen Sohn. Wir waren beide sehr lustig und alberten sehr viel rum. Das gab ihr und auch mir sehr sehr viel Kraft. Dann kam dieser 16.11.2000. Ich war auf einer Studentenparty und traf eine alte Bekannte wieder. Ich erzählte ihr von meinem Glück und war mächtig stolz auf unsere kleine Familie. Für mich war von Anfang an klar, daß es nur eine Frau geben kann. Diese Bekannte war vorher eine sehr gute Freundin, ohne daß es jemals zu irgendwelchen intimen Situationen kam. Es war daß zweite mal, daß ich ohne "meine Frau" wegging. Es machte einfach keinen Spaß ohne Sie. Sie machte sich sorgen. War extrem eifersüchtig. Ich konnte ihr daß Gefühl nicht nehmen. Ich bin ein sehr offener Typ und rede mit jedem und mach auch meine Späßchen ohne einen ernsten Hitergrund. Auch an diesem Abend. Ich spürte im Gespräch, daß ihr viel an mir liegt. Ich ging nach Hause und schrieb eine blöde SMS,um rauszukriegen was sie denkt. Ich schrieb: Ich mag dich gerne, und würde jetz auch gerne...... Leider an die falsche Nummer. Ich tat ihr weh. Sie war verzweifelt. Ich genauso, weil ich niemals an eine andere Frau gedacht habe. Für mich war es einer meiner Späße. Ja, für viele ist es nicht zu verstehen. Unserem Sohn zuliebe probierten wir es weiter. Ich wollte ihr immer daß Gefühl geben, daß sie mir daß wichtigste ist. Wechselte sofort meinen Studienort, hab das Semester abgebrochen. Ich ging alleine gar nicht mehr weg, damit sie sich keine Sorgen machen muß und sieht, daß ich nur für sie da bin. Es klappte nicht. Im Februar kam unser Baby tot zur welt. Keiner auf dieser Welt kann sich vorstellen wie ich mich fühlte. Und immer noch fühle. Wir hatten aber trotzdem glückliche Tage. Und kämpften weiter. Aber sie sah nicht mehr wie lieb ich sie hab. Sie suchte immer daß negative. Seit 2 Wochen ist es aus. Ich war im Aug.-Sept. wochentags weg beim arbeiten. Ich fragte sie vorher obs ok ist. Sie sagte ja. Sie wußte, daß ich das Geld brauchte. Verzichtete oft auf Arbeit, um bei ihr zu sein. Als ich weg war hatte sie daß Gefühl daß ich sie alleine ließ. Obwohl ich täglich anrief und mehrere Texte schrieb. Sie fragte oft wann ich komme und daß sie mich brauchte. Oft fuhr ich früher nach Hause. Dann sahen wir uns aber nicht. Sie dachte: Jetzt brauch ich dich auch nicht. Sie lernte einen anderen kennen, von dem sie mir erzählte. Ich hatte ein blödes Gefühl. Hab nichts gesagt, weil ich dachte bei ihr ist es so wie bei mir. Es gibt nichts anderes. Er umschwärmte sie. Bei mir sah sie es nicht mehr, und oft hatte ich nicht die kraft dazu. Seit 2 Wochen ist es aus und sie ist mit ihm zusammen. Ich bin echt am Ende. Mach mir Vorwürfe, Gedanken.... alles mögliche. Vielleicht ließt hier diese Geschichte jemand, der sich mit "meiner Frau" identifizieren kann, und mir vielleicht helfen kann. Ich würde alles, wirklich alles dafür tun, um wieder mit ihr glücklich zu sein, um ihr klar zu machen, daß es niemals eine andere Frau gab und nicht geben wird. Ich hab es wirklich versucht. Es ist mir nicht gelungen. Kann mir jemand helfen? Kann mich jemand verstehen? Sicher ist hier alles zu kurz. Bin ich schuld?? Was kann ich tun?? Ich wäre echt dankbar für irgendeine Reaktion.
Danke
ciao
Thomas (ohne Hoffnung) |