Ich weiß seid dem letztem Jahr nach meinem erfolglosem Selbstmordversuch das ich an dem Borderline- Syndrom leide.Aber das sagte mir nicht mehr, als ich anders bin als viele Menschen die mich umgeben.Nun mußte ich wieder in die Klinik; zum Teil um mich vor mich selbst zu schützen und um ein Gutachten erstellen zu lassen. Man nahm mir vorübergehend das Sorgerecht für meine kleine 3 jährige Tochter; wegen dieser Erkrankung. Ich war der Aufgabe nahe; sie war und ist mein Halt; mein Sinn ; meine Aufgabe; meine Bestimmung, in diesem meinem Leben. Ein erneuter Sonnenstrahl, nach dem Tod meiner am 04.06.1996 verstorbenen Tochter.Wo ich nur hilflos; fast ein halbes Jahr mit ihr um ihr kleines Leben kämpfte; in der Klinik in München- Schwabing. Sie hatte Leukämie; und mußte gehn auf grauenvolle Weise.Ich habe ihren Tod noch immer nicht verwunden. Begann jedoch nach der Geburt meiner Kleinen ein wenig wieder aufzuatmen; ein wenig Mut zu fassen; etwas Hoffnung zu haben mit diesem mir neu geschenktem Leben. Im letztem Jahr (03.01.2001) verstarb nach fast 4 jährigem Leiden mein Mann; welcher von einem Betrunkenem am 15.05.1996 niedergestochen wurde. Auch er lebte nicht mehr wirklich in der zeit seiner Aufenthalte in den verschiedensten Kliniken; hing er doch an Maschienen, die ihn beatmeten und ernährten.Im November mußte ich meinen heute 13 jährigen Sohn in ein Heim für psychisch und physisch gestörte Kinder geben (30.11.2001).Eine Woche nach Ostern, dieses Jahres verließ mich meine 17 jährige Tochter; lebt bei Pflegeeltern. Und am 10.09.2001 nahm man mir auch das letzte Kind. - Mein 19 Jahre alter Sohn begreift es ebenso wenig wie ich. Hatte ich doch begonnen, nach all diesen Schlägen; wieder etwas Boden unter die Füße zu bekommen. Ich habe wieder einen Partner; welcher mir zur Seite stand und steht. Wir planten eine Familie; und uns wurde dies genommen. Er machte sich klug; so fand er im Internet die "Schotterblume"; am 24.09.2001 um21.26 Uhr. Nun haben wir beschlossen das ich nach Bad Grönenbach im Allgäu gehe. Nur frage ich mich immer mehr was mich dort erwartet; und ob es Sinn macht. Ich hatte keine Kindheit; keine Jugend; und selbst das letzte bischen nahm man mir.Also was soll ich mit diesem Leben? Ohne meine Kinder bin ich nichts, aber alle zusammen ergeben mich.Wenn ich nicht mehr auf Erden bin, so bin ich es doch durch meine Kinder. Und was soll ich noch hier, wenn ich keine Aufgabe mehr habe; die Kälte einzug hält in meinen 4 Wänden. Zur Zeit ist es so, als ob ich schweben würde zwischen Leben und Tod.Denn ich muß auf die Entscheidung des Gerichts warten, wie sie nach dem Gegengutachten entscheiden.Wieder nervenzerreißendes Warten; quälende Stille und eisige Kälte. Ein Partner der sich nun mit mir plagt; dem ich immer öfter traurig anschaue, wenn ich es noch vermag.Nächte die ich damit zubringe etwas über diese Krankheit zu erfahren. Warum hat man angst um mich? Bisher scherte es doch außer meinen Kindern kaum Einen. - Leider fand ich auch hier nicht was ich suchte. Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Ewiges Schweigen
Alles was ich in dieder Welt liebte, bringt immer nur ihr Bild zurück; was im geist auch je denke; ob das gute längst genossene Glück; wenn ich einmal in die Tiefe senke.- Sanftes Bild, welch´mir von ihr geblieben, nur dich werd´ich auf ewig lieben.
Wird mir dieses einzige Wesen genommen, bin ich so schrecklich sehr allein. Fühle mich in verzweiflung erbeben; jetzt und immer sind nur Qual und Pein. Gleichermaßen ist mir Tod wie Leben.- Wenn der Tod das brennend´ Herz noch kühlet, habe ich den Schmerz der Seele nur gefühlet.
Was soll jetzt aus meinem Sterben werden? Hier sind meine Pläne, ohne jede Kraft. Irre gehe ich weg von Tal zum Hügel, ohne jede Ruh´,dem Orte nur entrafft. Nur zu ihr ziehen mich der Seele Flügel. Sinken auch erschöpft die Augenlider, finde ich selbst im Tode keine Ruhe wieder.
Sprecht mir Keiner vom Vergessen, von neuerem; von schönerem Glück, von einer Zeit, die schwarzes kann verbleichen: "Ewig kehrt mir der Frieden nicht zurück. Niemals kann ich wieder solch Glück erreichen; will wütend selbst mein Wohl zerstören, dich nur liebend mich am Leben zehren."- |