kleine narbe
| 2001-03-20 16:12 599 | es ist seltsam, eine freundin sagte: schau mal rein, sieh dich um, dort gibt es mehr von uns. und ich schaue und bin doch allein.
meine seele hat sich irgendwann gespalten, es gibt einige von mir, in mir, ich bin viele und doch ich selbst. als ich in meiner homepage darüber schrieb, wusste ich von all dem, den gedächtnisslücken, den ängsten, aber ich habe das wichtigste geheimgehalten. erst seid einigen monaten, rede ich. meine partnerin, ist da für mich, aber oft frage ich mich , wielange noch, manchmal frag ich mich, warum sie nicht geht,sie ist so zart und liebevoll, sie hat etwas besseres verdient, etwas das dieses zarte beschüzt, jemanden den es nur einmal gibt.
manchmal sehe ich mich wie durch ein fernglas, es ist so als währe ich nicht da, dieser eine teil, der am leben ist. die die schreibt, die ist nur hin und wieder vorhanden. jetzt da ich sie brauche, ist sie weg. manchmal bin ich so einsam in mir, manchmal ist es mir zu viel, sie streiten sich, links mit rechts... für und wider, ich entscheide dann, spontan, lass ich eine sache sein, fange eine neue wieder an.
draußen bin ich die unentschloßene, die impulsive, tempramentvolle... innen bin ich die reglose, eingeengte, stille, die die nur was sagt wenn sie gefragt wird, die nur was tut, wenn sich alle in ihr entschieden haben. die schweigsamme. das kind.
ich bin hier weil ich in mir keine antworten finde. weil es keine antworten gibt.
die freundin, sagte, dass es mehr von uns gibt. ist das so? ich bin froh das es sie gibt, denn dann darf ich viele sein, darf mich in vielen stimmen unterhalten.
darf schweigen und nur zuhören. darf ich sein..... |
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