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Maria
2000-07-29 12:55
117
Ich muß was loswerden , weil ich merke, dass hier auf Euren Seiten niemand verurteilt wird . Ich spüre Verständnis für alle Facetten des Missbrauchs.
Ich wurde von meinem Vater missbraucht. Heute bin ich Mutter. Meine Kinder wollten immer von mir haben, was das kleine Mädchen in mir drinn auch heute noch, selbst so sehr ersehnt.
Woher also sollte ich es nehmen , was meine Kinder so sehr gebraucht hätten
Ich hatte es einfach nicht !
Ich habe meinen Kindern nie Böses getan, aber auch nichts Gutes. Ich konnte ihnen nämlich keine
vollständige Liebe geben, so gerne ich es auch getan hätte -
ich hatte keine. In mir fraß nur immer dieser Missbrauch, zerfraß meine Liebesfähigkeit, machte alles, was ich so gerne gewollt hätte unmöglich.
Ich habe ein wahnsinnig schlechtes Gewissen.
Soll ich mit meinen Kindern( 17 + 19 ) reden, es ihnen erklären, damit sie es nicht weiterhin auf sich selbst beziehen müssen.
Könnten sie es je verstehen ?
Maria

Britta an Bernhard
2000-07-29 10:07
116

Ich sympathiesiere nun wirklich nicht mit Tätern,
aber mit ungezügelter Wut und gnadenloser Rache
werden wir diese Verbrechen ganz bestimmt nicht bekämpfen.
Wir müssen bei dieser Problematik schon an die Wurzel gehen, die Wurzel der Gewalt, denk mal darüber nach, bevor Du gleich wieder lospolterst.
Bist Du so sicher, dass nicht auch Du hättest zum
Verbrecher werden können ?
- Dazu wird man nämlich nicht geboren,
sondern gemacht.

Bernhard an Ingrid
2000-07-29 08:44
115
Wenn ich von Opfern geschildert bekomme, was sie in
ihrem Mißbrauch durchleben mußten, erwacht in mir
ein heiliger Zorn, den ich aber Gott sei Dank beherrschen kann.
Dann denke ich an die Ohnmacht, mit der ich dem Ganzen tatenlos gegenüberstehen muß, und sehe vor
mir die Opfer, denen ich in Ihren schlimmsten Stunden nicht beistehen konnte.
Dieser heilige Zorn, von dem ich eingangs schrieb,
ist es, der mir diese Gedanken eingibt.
Mich läßt die Grausamkeit der Täter mindestens genauso erschaudern wie Dich meine Zeilen; ebenso
bestürzt mich die Gleichgültigkeit der Mitbürger
wie die verbundenen Augen der Justitia, die keine
angemessenen Strafen für diese Subspezies einer
Primatenabart findet.


Ingrid
2000-07-29 07:34
114
Ingrid an Bernhard,

so viel Wut und Haß läßt mich erschaudern. Muß das Geschriebene erst mal verarbeiten.

Ingrid an ich,

bei dir bin ich mir nicht ganz sicher was das soll?

Ingrid

Bernhard an Kira
2000-07-28 22:46
113
Was sind das für abartige Kreaturen, an deren Existenz ich erst glauben kann, seit ich mich bei Schotterblume engagiere.
Hier sieht man doch wirklich, daß Tiere mehr Rechte
als Menschen haben.
Wann können wir endlich auch in Deutschland diesen
abartigen Tieren das Handwerk legen?
Wann können wir sie endlich mit Foto und Namen öffentlich anprangern, um die Mitmenschen zu warnen?
Wann ersetzt endlich der Schutz für die Opfer den Schutz frü die Täter?
Warum wird in den Gefängnissen nicht verkündet, wenn
ein Sexualstraftäter eintrifft, damit die Mitinsassen ihm demonstrieren, was das "Faustrecht
aus verbotener Eigenmacht" in Verbindung mit sexueller Gewalt an einem Wehrlosen für das Opfer
bedeutet?
Warum bearbeitet man nicht den Enddarm dieser Spezies mit einem Baseballschläger, der mit S-Draht umwickelt wird, nach dem rektalen Einführen mit koitierenden Bewegungen über eine Zeitdauer von 60 Minuten, wobei man ihm noch mindestens 80 heiße
Akupunkturnadeln in jeden Hoden steckt?
Das ist nach meiner Meinung sinvoller als jede Lang-
zeittherapie oder Sicherheitsverwahrung und spart die damit verbundenen hohen Kosten, die man besser an "Schotterblume" spendet, damit den Opfern
geholfen werden kann.


Britta
2000-07-28 20:28
112
Das Thema des erwachsenen Mannes, der aus einer alten angestauten Kindheitswut heraus später ersatzweise Frauen verletzt,
egal auf welche Art und Weise, scheint Interesse zu finden.
Frauen können allerdings ebenfalls so handeln !
Jetzt komme ich schon wieder mit einem Buch - Tipp
eben für die, die es genauer wissen wollen und an den Hintergründen interessiert sind -
und zwar " Weg aus dem Chaos
- Das Hans-mein-Igel-Syndrom oder die Borderline-Störung verstehen " von Röhr
Zitat: Eine besondere Schwierigkeit in Beziehungen besteht darin, daß positive Zuwendung und Nähe von Borderline-Patienten zwar gesucht, aber nur bis zu einem bestimmten Grad als positiv erlebt werden.
Sehr bald befürchtet dieser Mensch seine persönliche Freiheit zu verlieren. Er fühlt sich gefangen und glaubt, sein Ich, seine Identität zu verlieren. Das typische Borderline-Spiel wird in Szene gesetzt:
Eben wurde der Partner noch idealisiert, nun erfolgt eine gnadenlose Abwertung, mit dem Ziel, Distanz zu schaffen .
Entweder liebt oder haßt er einen Menschen und dies kann innerhalb kürzester Zeit von einem Extrem ins andere wechseln."
Und diese geschilderte gnadenlose Abwertung oder sogar Zerstörung des einst idealisierten Menschen kann äußerst verletzende,massive, sogar gefährliche Ausmaße annehmen.
Und wieder all das " nur " - aus Angst vor Nähe !
Und wie immer ist auch hier die Schuldfrage eine "Schraube" ohne Anfang ...


Kira an Verena
2000-07-28 18:20
111
Hallo, auch ich habe als letzten Beziehungsversuch einen Mann erwischt der Angst vor seinen Gefühlen hatte und am Ende kamen die Handgreiflichkeiten und das große aus. Ich habe gelitten ohne Ende und das war mein letzter Versuch eine Partnerschaft zu führen. Später erfuhr ich dann, daß er als Kind von gleichaltrigen aufgrund sozialer Verhältnisse gequält und verprügelt worden ist. Nach dem Tod seines Vaters wurde er außerdem von seinem Stiefvater gezüchtigt und "dressiert".
Meine letzte richtige Beziehung war die in der ich dreieinhalb Jahre mit einem Monster verbracht habe, doch das liegt jetzt vier Jahre zurück und erst jetzt kommen die Wunden ans Licht, die mir seelisch zugefügt wurden. Aus diesem Grund habe ich erst im letzten Jahr mit Hilfe von Schotterblume den Mut gefunden den Täter anzuzeigen, weil mir da erst bewußt wurde, daß er wenn er nicht gestoppt wird irgendwann einen Menschen das Leben kostet. Das Verfahren wird demnächst in Koblenz stattfinden. Die Anklagepunkte lauten wie folgt: 5 mal sexueller Mißbrauch an meiner Tochter, 2 mal gefährliche Körperverletzung an mir mit gewollter Todesfolge und 1 mal schwere Körperverletzung unter Beihilfe eines KFZ. Der Täter wurde einige Tage nach der Anzeigenerstattung direkt Verhaftet, weil er als sehr gefährlich gilt. Den genauen Termin der Verhandlung gebe ich bekannt, wenn ich ihn weiß, mit der Bitte um Unterstützung im Gerichtssaal, da das kein leichter Weg für mich ist und ich alles was in den drei Jahren passiert ist erzählen muß.

Die Verknüpfung zur Kindheit stimmt also auch in meinem Fall, denn auch ich wurde als Kind vier bis sechs Jahre lang brutal Mißbraucht und geqüalt und als Folge des Wiederholungszwanges geriet ich an diesen Mann, der das Weiterführte, was mein Mißbraucher begonnen hat.

Ich hoffe, daß ich diese Dinge irgendwann verarbeiten kann und auch ich wieder glücklich leben werde in Zukunft. Noch sind die Wunden zu frisch und die Narben nicht verheilt.
Vielleicht ist es auch mir irgendwann möglich einen Mann zu lieben und vor allem einem Mann zu vertrauen.
Es hilft auf jeden Fall, wenn ich die Sachen die ich
erlebt habe hier aufschreiben kann.

Schotterblume
2000-07-28 10:51
110
Lieber Valentin,

es freut uns sehr, dass Du so spontan beitreten möchtest. Das betrachten wir als großes Lob.
Unsere Home-Page ist ab Montag wieder
" general - überholt " ...


Dagmar
2000-07-28 10:47
109
Lieber Andreas, liebe Mona

ein ganz herzliches Dankeschön für den Riesen-Blumenstrauß !
Die Überraschung ist Euch geglückt !
Vertrauen ist das, was Ihr jetzt braucht...
Meines schenke ich Euch auch weiterhin !!!

Ich
2000-07-28 08:32
108
.... habe Deine Antwort beglückt gelesen.
Und nun ? Laß Dir was einfallen, aber schnell :)))

Valentin
2000-07-28 06:28
107
Hallo, Ich habe Euch über den Happychat.de gefunden und trete spontan Eurem Verein bei.Ich versuchte mehrmals das Skript abzuschicken, sah aber immer nur ein weißes Bild.Bitte prüft das mal.
MfG
Valentin

Tiemo Pump
(Schotterblumehotmail.com)
2000-07-28 06:04
106
Für alle in den neuen Bundesländern. Die Schotterblume Breese ist jetzt unter Schotterblume@hotmail.com zu erreichen. Natürlich auch für die alten Bundesländer. Für alle Interessenten Breese liegt bei Wittenberge, im Land Brandenburg.
Es grüßt Euch Tiemo

Britta an Verena
2000-07-27 22:47
105
Ja, wer sich je gewagt hat, einen Peter - Pan zu lieben, der weiß, was Du meinst ....
Wenn Du da raus bist, glaubst Du möglicherweise für den Rest Deines Lebens, Liebe sei ein Verbrechen !
Da gibt es eine Passage in dem " grausamen " Buch,
die lautet etwa: " Unzählige zerstückelte Frauenseelen pflastern seinen Weg."
Und alles nur, weil er Angst vor seinen eigenen
Gefühlen hat, das ist ja das Tragische daran !

Sabine an Britta
2000-07-27 19:43
104
Gewalt in der Beziehung als fortgeführte Opferrolle.
So habe ich das noch gar nicht gesehen, aber es könnte stimmen. Zwei Frauen ,aus meinem Bekanntenkreis, die geprügelt werden,wurden als Kind
von ihrem Vater sexuell mißbraucht und haben dort auch bereits körperliche Gewalt erlebt.
Das macht mich doch sehr nachdenklich ...

Verena
2000-07-27 15:27
103
Habe das über die Partner/innen von Betroffenen
gelesen und meine Seele fing an zu bluten, bei der Erinnerung, die es auslöste.
Auch ich habe einen Mann geliebt, so unwahrscheinlich geliebt, der als Junge missbraucht worden war.
Ich habe ihm nichts gesagt, von meinen tiefen Gefühlen, denn ich kannte seine schlimme Geschichte , seine große Angst vor Nähe
und sein Unvermögen, sich selbst als liebenswert zu
betrachten. Er würde es mir nicht glauben, würde denken, daß ich mit ihm spiele, daß ich ihn verletzen wolle. Er würde den Haken suchen und finden.
Also verschwieg ich ihm meine Liebe, obwohl er mir so manches Mal ein Geständnis ablocken wollte,
und bot ihm statt dessen meine Freundschaft an. Ich dachte, damit könne er besser umgehen, denn ich wollte alles , nur nicht, ihm wehtun.
Es schien auch tatsächlich eine wunderbare, echte
Freundschaft zu wachsen und auch damit war ich sehr glücklich, vorallem, wenn ich merkte, wie er aufblühte.
Doch dann kam das, was ich bei Euch gelesen habe:
Angst vor Nähe !
Selbst in dieser vollkommen unerotischen Freundschaft war ihm die plötzlich scheinbar zu gefährlich.
Er hat mich in seiner Panik gnadenlos entwertet und zerfetzt und mir die Schuld an seiner gottverdammten Angst gegeben.
Ich wäre fast kaputtgegangen daran.
Dabei wollte ich ihn nur lieben !!!!!!!!
Ich glaube, er hat das bis heute noch nicht begriffen. Ich würde es ihm gerne sagen, aber selbst davor hat er Angst.
Für alle Frauen, denen ähnliches geschehen ist,
lest unbedingt das Buch " Das Peter-Pan-Syndrom "
Es wir Euch helfen , zu verstehen,
und vielleicht, zu verzeihen .
Verena

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