Verena
| 2000-07-27 15:27 103 | Habe das über die Partner/innen von Betroffenen gelesen und meine Seele fing an zu bluten, bei der Erinnerung, die es auslöste. Auch ich habe einen Mann geliebt, so unwahrscheinlich geliebt, der als Junge missbraucht worden war. Ich habe ihm nichts gesagt, von meinen tiefen Gefühlen, denn ich kannte seine schlimme Geschichte , seine große Angst vor Nähe und sein Unvermögen, sich selbst als liebenswert zu betrachten. Er würde es mir nicht glauben, würde denken, daß ich mit ihm spiele, daß ich ihn verletzen wolle. Er würde den Haken suchen und finden. Also verschwieg ich ihm meine Liebe, obwohl er mir so manches Mal ein Geständnis ablocken wollte, und bot ihm statt dessen meine Freundschaft an. Ich dachte, damit könne er besser umgehen, denn ich wollte alles , nur nicht, ihm wehtun. Es schien auch tatsächlich eine wunderbare, echte Freundschaft zu wachsen und auch damit war ich sehr glücklich, vorallem, wenn ich merkte, wie er aufblühte. Doch dann kam das, was ich bei Euch gelesen habe: Angst vor Nähe ! Selbst in dieser vollkommen unerotischen Freundschaft war ihm die plötzlich scheinbar zu gefährlich. Er hat mich in seiner Panik gnadenlos entwertet und zerfetzt und mir die Schuld an seiner gottverdammten Angst gegeben. Ich wäre fast kaputtgegangen daran. Dabei wollte ich ihn nur lieben !!!!!!!! Ich glaube, er hat das bis heute noch nicht begriffen. Ich würde es ihm gerne sagen, aber selbst davor hat er Angst. Für alle Frauen, denen ähnliches geschehen ist, lest unbedingt das Buch " Das Peter-Pan-Syndrom " Es wir Euch helfen , zu verstehen, und vielleicht, zu verzeihen . Verena
|
|