Bernhard
| 2000-07-20 15:06 40 | Ich habe heute dreieinhalb Stunden mit dem Mann gesprochen, der 600 km gegangen ist, uns bei uns Hilfe zu bekommen. Er hat auf mich einen sehr starken Eindruck gemacht und ich hatte das Gefühl, daß er die Hilfe gefunden hat, nach der er schon 45 Jahre gesucht hat.
Es wirkt nur in meinen Augen gehirnamputiert, wenn die lokale Presse nicht darüber berichtet, was bei uns passiert ist, weil einigen Herrschaften wohl nicht gefällt, was wir machen. Solange die größte deutsche Tageszeitung und das Fernsehen über den einzigen Verein in Deutschland, der erwachsengewordenen Opfern hilft, berichtet, denke ich, daß uns die Nichtachtung der heimischen Presse egal sein kann. Mir wäre es als Redakteur nicht egal, über ein solches Thema zu berichten, es sei denn, ich fände es besser, wenn es diesen Verein gar nicht gäbe, oder wenn ich es nicht nötig hätte, mich an einer Machtdemonstration selbst zu befriedigen. Gott sei Dank bin kein Redakteur und deswegen auch immer für ein Gespräch offen. Ich hoffe, daß noch viele Berichte in den Medien kommen, damit eine große Zeitung wie die Rhein-Lahn-Zeitung sich diese schwere Arbeit sparen kann, da eine solche Sache ja auch nicht in Nassau und Umgebung interessant ist. Gewalt und sexuellen Mißbrauch gibt es in dieser Region ja auch nicht, und wenn, dann werden sie halt eben vertuscht, indem man eine Akte macht, und den, der es ausgeplaudert hat, ab da nicht mehr ansieht und am liebsten denjenigen Lyncht, der sich als Nichtureinwohner gegen die heilige Dorfordnung verstoßen hat und da einfach ein Ding gedreht hat. Ich hoffe, daß Herr Albrecht gut nach Zeitz zurückkommt und unsere Hilfe dort weitergeben kann, da dort nach seiner Meinung viel Arbeit auf ihn wartet, und wünsche ihm hierfür das Allerbeste. Der lokalen Presse wünsche ich baldige Genesung sowie Objektivität, die ist nämlich besonders wichtig. Dem Verein gönne ich weiterhin regen Zulauf, Spenden, da noch Geld fehlt und der Gründerin das Bundesverdienstkreuz. |
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