pinksi
| 2007-04-10 09:30 3649 | Ich finde es nicht fair, wenn über opfer behauptet wird, dass sie sich oft selbst schuld sind für ihren schlechtes zustand. Denn es gäbe ja schliesslich therapiemöglichkeiten, die nur in anspruch genommen werden müssten - und solange diese nicht alle ausgeschöpft sind, ist sich ein betroffene(r) eben selbst schuld. Ich finde diese aussage eine so ungeheure anmassung und sauerei (sorry, aber musste sein) gegenüber diejenigen, welche es eben auch mit hilfeangeboten nicht schaffen, aus dem gefühlsmässigen dilemma herauszukommen. Und viele schaffen es nichtmal, hilfeangebote überhaupt wahrzunehmen - nicht weil sie es nicht wollen, nein, weil sie es gfühlsmässig nicht können! Es verhält sich dabei mit dem inneren gefühl wohl ganz ähnlich wie in einer partnerschaftsbeziehung. Auch hier kann man mit druck wohl kaum etwas "erzwingen". Oft geht es eben nur mit viel geduld, ausdauer und verständnis. Denn ein zuviel an therapie kann auch mehr zerstören, als dass sie nutzt. Oftmals ist hier eben weniger eben mehr - nicht selten eben auch zum leid der umgebenden mitmenschen, welche numal auch geduldig waten müssen. Und warum wird eigentlich stumpf behauptet, dass eine therapie ein erfolg bringen "muss"? Gerade in diesem sensiblen bereich kann es eigentlich immer nur ein versuch darstellen.
Eine etwas eboste, sich ohnmächtig fühlende betroffene person über einige fordernde mitmenschen, die aber auch kaum in der lage ist, sich dagegen in der realität zu wehren. Deswegen musste ich meine gedanken dazu hier mal loswerden. |
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