kerzenlicht
| 2006-07-10 19:19 3534 | Hallo, ich bin auf der Suche nach Info. Ich erkenne mich nur zu gut wieder, in „Folgeerscheinungen“ zum Beispiel, oder „erwachsen gewordene Opfer“ usw. Mir fehlen die Erfolgsnachrichten in eurem Gästebuch, die positiven Erfahrungen. Was kann ich schaffen, wo sind die Grenzen, womit werde ich mich abfinden müssen, wann merke ich, dass ich es geschafft habe? Kann ich die ganze Wahrheit überhaupt ertragen? Ich bin seit mehr als 5 Jahren in Therapie. Eine große Hilfe war mir mein Hausarzt. Er schlug schon oft eine Therapie vor. Er hat mir vor ca. 3 Jahren mal gesagt, dass er endlich eine Erklärung für mein Verhalten hätte (ich deutete ein bisschen an). Ich fand mich immer normal! Unbedingt einen Therapeuten mit Trauma- Erfahrung, sonst schießt man sich selbst ab. Meine erste Therapeutin hat mich frei assoziieren lassen, nach zwei Jahren war ich suizidgefährdet. Keine Richtung, keine Lösung, keinen Plan, alles im Eimer! Mein Tip: Psychologen hinterfragen, nicht alles einfach hinnehmen. Danach erst einmal Kur, dann Therapeutenwechsel. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der AOK gemacht. Die haben auch eine Seelsorge, so für den Notfall, denn ein bisschen musste ich auf einen neuen Therapieplatz warten. Mir hat geholfen, dass im Notfall jemand erreichbar gewesen wäre. Dann 80 Stunden Stabilisierung, um den Alltag zu bewältigen. Jetzt bin ich hier. Mein Problem schiebe ich vor mir her. Meine Therapeutin macht Druck, immer ein bisschen mehr, gerade noch erträglich, wie ich finde. Habe Angst vor einem erneuten Zusammenbruch, weiß nicht, ob ich alles ertragen kann, sträube mich natürlich. Vielleicht kann mir mal jemand einen Tip geben, ein Buch vielleicht, oder irgendwas!
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