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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



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Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
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Ich schreibe gerade für mich meine eigene Mutgeschichte12.09.2018 10:24
Name Yvonne
Hallo, es ist schön dass es euch hier gibt,
ich habe auch wie viele Andere von euch hier sehr viel gelesen und habe mich heute kurzerhand entschlossen, mich hier zu registrieren. Ich hoffe euch geht es gut und ihr habt noch weiterhin die Kraft an euren Mut mit euch selbst festzuhalten.
Nun zu mir und meinem Lebensweg. Nachdem meine Mutti endlich die Kraft gefunden hatte sich von unserem gewalttätigen Stiefvater{er schlug mich Krankenhausreif}scheiden zu lassen.Ging mein Mathyrium weiter. Meine Schwester komischerweise bekam weder von unserem Stiefvater, noch vom Bekannten meiner Mutter etwas ab.Ihr Vorteil war wahrscheinlich sie fügte sich immer,ich rebellierte dagegen.Nun zu meiner Vergangenheit.
Ich war 13 Jahre als alles begann. Es war ein Bekannter unserer Familie, er machte meiner Mutti schöne Augen (sie war damals geschieden)und Mutti gefiel dies, ist ja klar. Welcher Frau gefällt sowas nicht.Es begann alles damit, dass er mich damals immer mal körperlich kurz berührte, als wir in seinem Laden aushalfen. Nach Feierabend verlangte er nach einiger Zeit immer einen Abschiedskuss und das fand ich widerlich. Ich ekelte mich so.Aber da meine Mutti mich ins Gebet genommen hatte, nicht schon wieder alles in ihrer Beziehung zu versauen, tat ich es.Eines Tages musste ich in seinen Wohnwagen kommen. Mir war sehr unwohl dabei,deshalb sollte meine Schwester eigentlich mit, aber sie war mal wieder zu faul. Also ging ich allein.
Er erwartete mich schon und schaute mich schon komisch an.Mir war richtig unbehaglich, aber ich hatte es ja meiner Mutti versprochen. Er zeigte mir erst so komisches Geschriebse, dann fasste er mich an und da stand ich auf und rannte zur Tür. Die Tür war verschlossen, ich kam nicht mehr raus. Ich schrie, er hielt mir den Mund zu und zog mich an meinem Zopf nach hinten auf das Bett.Als er fertig war, tat mir alles weh und ich blutete heftig. Nun ließ mich der Bremer, so nannten ihn alle wieder gehn.
Meiner Familie erzählte ich, ich bin mit meinem Fahrrad gestürzt und am Sattel hängen geblieben.
So ging es noch bis zu meinem 18. Lebensjahr. Er kam, vergewaltigte mich und ging wieder. Am Anfang weinte ich noch, aber dann kannte ich keinen Schmerz mehr. Ich wusste das er mich brechen wollte, er hat es aber nie geschafft. Auch nicht als ich mit 18 von ihm Schwanger wurde. Ich trieb ab und erzählte meiner Mutti indirekt von dem ganzen Geschehen, aber sie verstand mal wieder nicht, was ich ihr eigentlich sagen wollte.
Selbst als ich mich selbst verletzte, sah sie es nicht.
Aber trotzdem liebe ich noch heute meine Mutti, ist zwar komisch zu sagen, aber es ist so. Und ich habe mittlerweile auch selbst eine Familie, auf die ich sehr stolz bin und die mich unbewusst durch harte Zeiten bringt.
Meine Kinder wissen nichts von meiner Vergangenheit und mein Mann weiß ich nicht,ob er es so richtig weiß. Wir reden nicht drüber und in den Jahren habe ich gelernt, meinen Schmerz zu überspielen. Es ist nicht richtig, ich weiß, aber mir tut es so gut. Und wenn es mir mal wieder schlecht geht, höre ich laut meine Kampfmusik, kuschle ich mich an meinen Mann wenn ich wieder "seinen Geruch" in der Nase rieche und ich mich wieder ekle.Auch wenn ich so eine tolle Familie habe,schaffe ich es manchmal auch nur ganz schwer aus meinem Tief raus zu kommen, aber ich schaffe es. Lege dann meine Rasierklingen wieder weg, ohne mir weh zu tun und ich schreie ganz laut und heule ununterbrochen.Bis es mir wieder gut geht.Natürlich nur wenn ich allein bin, man hat ja leider Gottes in den Jahren gelernt, keinen Schmerz anderen zu zeigen.
So das war´s von mir und es tat mir gut es euch zu schreiben und wünsche mir an all denen da draußen, fasst Mut und glaubt an euch.

Tagebuch Traumaheilung30.05.2017 10:51
Name Birgit
E-Mail birgit.berkenbrueckweb.de
Website www.tagebuchtraumaheilung.wordpress.com
Hallo ihr Lieben,

ich hab 2008/9 viel hier gelesen, geschrieben, gesurft, gechattet und es tat mir so gut. Damals war meine akute Krise, wo alles hochkam (mit 41 Jahren!). Ich habe jetzt (unter einem Pseudonym natürlich) meine Tagebücher von damals als Blog veröffentlicht. Meine Träume, meine Therapiestunden, meine Arbeit mit dem inneren Kind...

Und Vorsicht, natürlich können die Texte triggern. Lies sie nur, wenn du stabil bist.

Ich hatte damals verzweifelt nach Literatur gesucht von Frauen, wo es im hohen Erwachsenenalter plötzlich hochkommt, und außer "Durch dichte Dornen" nichts gefunden.

Vielleicht interessiert die eine oder den anderen meine Geschichte. Ich möchte euch sagen, dass ich heute kaum noch Trigger habe, wieder zuverlässig arbeiten gehen kann, keine Selbstmordgedanken mehr habe, keine tiefen Depressionen mehr. Natürlich geht es mir auch heute nicht immer gut, das ist klar. Aber im Vergleich zu damals ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hoffe, das macht Mut?

Liebe Grüße von Birgit


Schritt für Schritt wird es besser19.03.2016 18:30
Name Kath
E-Mail specialdrumgmx.de
Hallo zusammen,

ich bin vor Kurzem auf diese Seite gestoßen und bin dankbar dafür. Durch meine Mutter habe ich emotionalen, körperlichen und sexuellen Missbrauch erlebt. Der körperliche Missbrauch war für mich immer sehr bewusst, so dass ich mit 16 Jahren das erste Mal in Therapie ging, um einen Umgang damit zu finden. Den emotionalen Missbrauch habe ich bis vor 2 Jahren emotional abgespalten. Ich konnte darüber reden, aber gespürt habe ich die Wunden nicht. Zum sexuellen Missbrauch konnte ich erst vor vier Monaten wieder Zugang bekommen. Ich bin heute 29 Jahre alt, befinde mich in meiner vierten Therapie und habe es vor einem halben Jahr geschafft, mich aus dem familiären System zu lösen. Daher habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Familie. Seitdem ich mich mit meinen seelischen Wunden auseinandersetzen, besteht ein großer Wunsch danach, irgendwann endlich gesund zu werden. Die drei Formen des Missbrauchs haben schwerwiegende Konsequenzen mit sich gebracht (Magersucht, Bulimie, Depressionen, Suizidgedanken, Sportsucht, Beziehungsängste/-schwierigkeiten). Jeder Tag gestaltet sich für mich anders. An den Einen bin ich zuversichtlich und positiv gestimmt. An anderen spüre ich die Wunden wieder und muss viel Kraft für die Versorgung dieser aufbringen und Mut fassen, weiter zu machen. Und dennoch spüre ich mit jedem Schritt, den ich weiter gehe und mich damit auseinandersetze, wie ich mich verändere. Ich schaffe es mittlerweile mich vielen Menschen anzuvertrauen - versuche so offen, wie es mir möglich ist, darüber zu reden. Was mich bis heute überrascht ist, dass ich nach Selbstöffnungen so große Unterstützung bekomme und mir andere dabei helfen, Positiverfahrungen mit Menschen zu machen. Ich vertraue mittlerweile aus meiner Tiefe heraus, früher habe ich \"Raster\" entwickelt, Verhaltensweisen beobachtet, um eine Einstufung darüber zu bekommen, ob ich Menschen vertrauen kann. Ich spalte deutlich weniger Emotionen ab, habe gelernt, Wut und Trauer zuzulassen und mich nicht mehr zu bestrafen. Die Wut und Trauer werden wohl noch länger bleiben. Es gibt Zeiten im Jahr (Geburtstag, Ostern, Weihnachten), da brauche ich viel Kraft und Ressourcen, da ich sehr emotional aufgewühlt werde. Ich habe dafür das Bild einer Schneekugel: Wird sie geschüttelt, wirbelt der Schnee umher. Wie unsere Gefühle. Es braucht Ruhe und Zeit, bis es wieder klar wird. Aber Klarheit kommt!

Liebe zu mir selbst25.09.2015 21:17
Name Alex
E-Mail wangerin69web.de
Ich habe schon vor 13 Jahren den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen und keinen Tag davon bereut. Das Leid, das sie mir während meiner gesamten Kindheit und Jugend angetan haben, trage ich trotzdem in mir. Aber ich weiß, dass ich nicht schuld bin!!! Sie waren damals erwachsen und ich ein Kind, ihr Kind!
Ich war und bin viel in Therapie, nehme auch Medikamente, die mir sehr helfen.
Alles im Alltag gleicht manchmal einer der größten Herausforderungen, aber ich lebe noch!!! Und darauf bin ich auch stolz!
Ich glaube, dass Gott will, dass ich da bin, dass er mich liebt und mir hilft.
Jedes graue Haar (ich bin jetzt 45 Jahre) entfernt mich mehr von meiner Vergangenheit, und wenn es stimmt, dass es zu schaffen ist, dann bin ich einer der Beweise.
Ich will meine Eltern überleben!!

Austausch03.09.2015 14:37
Name Ich bin
E-Mail sonnenblume416arcor.de
Hallo

ich suche menschen zum austauusch über heilung.
lange habe ich grbauchtt und bin nun auf meinen gesunden weg, da angekomm wo ich hin wollte- bei mir selbst.

ich las immer viel im netz...leider leist man viel negatives. ich suche nun den austausch,damit ich fest dran halten kann, das ich \"geheilt\" bin..klingt irgendwie blöd,aber ich brauche reflektion und menschen die es geschafft haben. Austausch darüber wie ihr heute lebt, fände ich super klasse.


wer mir schrieben möchte,einfach email an mich. :-)
liebe grüße
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