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Unbekannt
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-11-19 14:16
4167
Es geht mir sehr schlecht.

Gestern wurde mein ehemaliger Psychotherapeut im zweiten Verfahren, wegen sexuellen Missbrauchs in der Psychotherapie, zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hat nun die Möglichkeit innerhalb von einer Woche wieder vor dem BGH in Revision zu gehen. Er sieht sich als Opfer der Justiz und rechtfertigt den Missbrauch mit Liebe. Das Bielefelder Westfalen Blatt und die Neue Westfälische haben ausführlich über den Fall berichtet.

Und er bekam mildernde Umstände, weil er beim Geschlechtsverkehr auf der Behandlungsliege seines Therapieraums ein Kondom benutzt hatte. Einzig der orale Geschlechtsverkehr, während einer therapeutischen Watsusitzung, in dem Betheler Schwimmbad wurde als schwerwiegend eingestuft, weil dieser sehr erniedrigend gewesen sei. Besonderes Gewicht bekam dabei die erfolgte Ejakulation und die Dauer des Übergriffs unter Ausnutzung eines Behandlungs- und Betreuungsverhältnisses.

Das dreijährige Berufsverbot für Frauen wurde aufgehoben und die Haftstrafe wurde von 4 Jahren auf 2,5 gesenkt. Die Aufhebung wurde damit begründet, dass der Angeklagte sich bewusst sei, welche weiteren Folgen eine erneute Straftat für ihn bedeuten würde.

Zusätzlich wurde es mit dem finanziellen, sozialen und beruflichen Schaden der für ihn entstanden sei begründet. Die gesamte Verteidigung baute darauf auf, dass er ein armes Opfer sei (er sieht sich selber so und demonstriete dies durch sein Verhalten im Prozess), weil er zudem auch noch unterhaltspflichtig für 3 Kinder sei, einen an Demenz erkrankten Vater und eine kranke Frau zu versorgen hätte und seit dem Bekanntwerden der Tat sozial isoliert sei, weil sich Kollegen von ihm distanziert hätten. Und man müsse auch bedenken, dass er als Sexualstraftäter erschwerte Haftbedingungen zu erwarten hätte.

Bei seinen letzten Worten an die Hauptgeschädigte (die Eine die sich getraut hat es stellvetretend für die Vielen die es wahrscheinlich gegeben hat zur Anzeige zu bringen) meinte er,während sie weinend den Gerichtsaal verliess, dass er sie zutiefst geliebt hätte und dass man sich bei der Psychotherapeutenkammer zusammensetzen könnte, um über alles zu reden. Dies war ein letzter kläglicher Versuch seine ruhende Approbation und seine finanzielle Existenz zu retten.

Sein Verteidiger erwähnte, dass er aus finanziellen Gründen nach seinem 65. Lebensjahr wieder als Psychotherapeut tätig werden würde. Dies sei erforderlich, weil er für die Finanzierung des Gerichtsverfahrens seine Altersvorsorgung auflösen musste.

Ich hoffe, dass das BGH das Urteil des Bielefelder Landgerichts nicht wieder mit der Begründung kippt, dass er bisher unbescholten gewesen sei und dass er jetzt endlich rechtskräftig verurteilt wird, damit zumindest ein wenig Gerechtigkeit wiederhergestellt wird.

Denn nur dass es bisher keine Anzeigen gegeben hat und er vor dem Gesetz nicht auffällig geworden ist, heisst nicht, dass es nicht wahrscheinlich ist, dass er sich schon im Vorfeld an traumatisierte Patientinnen, die sich hilfesuchend an ihn gewandt haben vergriffen haben könnte.

In dem Verfahren sagte noch zwei weitere Patientinnen über übergriffiges Verhalten des Therapeuten aus. Die Schilderungen beziehen sich insgesamt auf den Zeitraum von 2005-2009 und er praktizierte bis 2011.

Wie hoch ist die Zahl derer die aus Angst und Scham schweigen, oder es noch verdrängen müssen, weil ein Eingständnis ihre psychische Stabilität gefährden würde?

Allein schon aus diesem Grund sollte der mittlerweile 60 jährige Bielefelder Psychotherapeut, dessen Kassenzulassung zurückgegeben wurde und der Biodynamische Massagen anbietet und aus Herford stammt seine Haftstrafe antreten müssen, damit bei seiner fehlenden Reue und Einsicht weitere Patientinnen vor ihm geschützt werden.


Der am 18.11.11 vor dem Bielefelder Landgericht zur zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilte Bielefelder Psychotherapeut lebt seit dem Verkauf seiner Praxis, die sich in der Bielefelder Innenstadt befand, von einer 50% Stelle in der Erwachsenenweiterbildung von 1032 Euro.

Sowohl der Richter, als auch der Staatsanwalt erwähnten, dass er nicht in den wirtschaftlichen Ruin getrieben worden sei, sondern dass dieser eine Folge, der von ihm begannenden Straftat sei.

Er hat die Verantwortung seiner Tat zu tragen und ist nicht das Opfer, sondern der Täter und als dieser soll auch bei einer weiteren Revision vor dem BGH die rechtskräftige Verurteilung zur Haftstrafe nicht aufgehoben werden.


Eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung bei gleichzeitiger Wiederaufnahme der therapeutischen Praxis, obwohl er sich noch in Hannover in eigener psychotherapeutischer Behandlung befindet, würde mein Vertrauen in die Justiz erschüttern und wäre unter den gegeben Umständen nicht zu rechtfertigen.


Carla K. (LaLoba)
(LaLoba1966gmx.de)
2011-11-14 07:16
4166
Hallo,

ich bin eben, nach Jahren, wieder auf diese Seite gestoßen...2008 hat sich meine ganze Welt verändert, ich bin mittlerweile geschieden und kämpfe seit damals um meine und für meine Töchter.

Meine ältere Tochter wurde sehr brutal vergewaltigt (ihr mußten Teile der Gebärmutter entfernt werden und ein Eierstock, der andere ist sehr schlimm zerstört...sie wird nie eigene Kinder bekommen können) und kämpft seitdem mit den Folgen.
Und meine Jüngere ist mittlerweile mehrfach operiert worden, bei zwei Ops wäre sie fast gestorben...die letzte Op (am Herzen)war zwar erfolgreich, aber sie wird mit zwei defekzen Herzklappen, so lange es geht...ihr Leben meisten müßen...auch sie darf keine eigenen Kinder bekommen, das Risiko ist zu hoch.
Beide sind seelisch sehr stark angeschlagen...aber so langsam geht es wieder bergauf...

Seit damals habe ich nicht mehr auf eure Seite geschaut.

Eric, Jacqueline und Armin...und alle anderen die noch hier sind und mich kennen...es tut mir sehr leid, Dagmar war eine tolle Frau...die mir in einer schlimmen Zeit sehr geholfen hat...auch wenn wir Meinungsverschiedenheiten hatten, in manchen Dingen eben einfach anderer Ansicht waren...war sie für mich trotzdem ein sehr wertvoller Mensch der anderen so viel gegeben hat. Ich freue mich sehr das der Verein diesen schlimmen Verlust überlebt hat und im Sinne von Dagmar weiter für viele Mißbrauchsopfer kämpft und ihnen hilft.

Nun sitzte ich immer noch irgendwie betroffen und sprachlos hier...ich wollte einfach nur mal schauen wie es euch allen so geht.

Ganz liebe grüße an alle, Lalo

Ps. seit geraumer Zeit moderiere ich eine geschlossene Selbsthilfegruppe bei Facebook, noch ist sie im Aufbau...und hoffe ihr habt nichts dagegen wenn ich dort Menschen u.a. auch euren Verein nenne, wenn sie in der Gruppe nicht die Hilfe bekommen können die sie brauchen.

Susanne
(susareimersyahoo.de)
2011-11-13 00:59
4165
Ich suche eine gute Traumatheurapeutin oder einen Traumetherapeuten.

Entweder im Umkreis von Mainz oder von Darmstadt.

Dabei suche ich jemanden, der sich wirklich mit dem Feld 'Trauma' auskennt und dort zu Hause ist. Eigentlich so jemanden wie Frau Minor-Püllen, bei der ich leider nur einmal gewesen bin.

Wer persönliche Erfahrungen mit jemandem gemacht hat und mir seinen/ihren Therapeuten weiterempfehlen kann, der kann mir bitte eine Email schreiben.

Meine Email-Adresse: susareimers ät yahoo.de

Für alle eure Empfehlungen habt ihr meinen Dank.


LG Susanne


karin
2011-10-23 19:20
4164
am dienstag dem 25.10. läuft auf rtl punkt 12 die reporter gegen 12.15 uhr ein bericht bei dem ich mitgewirkt habe es geht um das thema gewalt an frauen....es könnte triggergefahr bestehen...

lg karin

Lena
(melhassishotmail.com)
2011-10-14 09:55
4163
Hallo, ich bin gerade auf dem weg erzieherin zu werdenich beschäftige mich gerade in einer projektarbeit mit dem thema "psychische gewalt an kindern im alter von 6-12 jahren" hierzu stellt sich mir die frage "wie gehe ich als erzieherin damit um?" könnte mir jemand aus erfahrung berichten?

vielen dank und lieben gruß.

karina
(anette.lindermanninode.at)
2011-10-10 15:50
4162
Es gibt auch Gewalt von Kindern gegen ihre Eltern, das ist ein Teil den ihr noch nicht beachtet habt. Auch dabei kommt es zu Scham, Verheimlichung und ist ebenso ein großes Tabu - Thema!

Marle
2011-09-26 12:38
4161
Wurde als Kind von meinen Mitschülern viel gemobbt. Habe es nach Jahren endlich geschafft darüber zu sprechen, auch wenn nur mein damaliges Haustier (Gott habe es selig) zuhörte. Es ist doch wichtig sich einzugestehen, dass man nicht Schuld ist.

Nicole
2011-09-23 16:15
4160
Im Juni vor einem Jahr habe ich den Kontakt zu meiner Mutter, die Täterin war und mich sexuell aktiv missbraucht hat, abgebrochen.

Nun werde ich das zweite Mal in meinem Leben ohne meine Mutter meinen Geburstag verbringen (feiern kann ich ihn noch nicht). Mit jedem Mal, wo ich mich nicht an ihrem Geburstag melde und sie sich nicht bei mir meldet, wird der Kontaktabbruch endgültiger.

Mit fast 35 scheine ich mich endlich befreit zu haben und dennoch hatte ich letzte Nacht einen Traum von ihr, in dem sie mich angriff und ich mich wehren musste und niemand half. Die Gedanken an den morgigen Tag stimmen mich traurig.

Es ist mein Geburstag. Es ist der Tag an dem ich von der Frau, meiner Mutter und der Täterin vor 35 Jahren geboren wurde. Mit dem Tag meiner Geburt gehörte ich ihr.

Ich bin dabei mir Stück für Stück mein Leben zurückzuholen.

Und ich frage mich immer wieder, wie konnte meine Mutter mich, als ihr eigenes Kind, sexuell missbrauchen? Ich bin aus ihr geboren worden und war leider auch mit dieser Frau die ersten 9 Monate meiner Entwicklung sehr eng verbunden. Ich war ein Liebe, Schutz und Fürsorge brauchendes Kind.

Für meine Mutter war ich nur ihr Mädchen, ihr Püppchen... ich gehörte mir nicht selbst. Ich hatte nichts zu wollen und zu fühlen, sondern nur dass was sie mir erlaubte. Sie missbrauchte mich sexuell, emotional und physisch.

Ich hasse Sie dafür, dass sie mir die Möglichkeit genommen hat mein eigenes Leben zu leben, beschützt aufzuwachsen und mich als Frau annehmen zu können, vor allem meine Sexualität leben zu können.

Es gibt viele wofür ich sie hasse und ich bin an manchen Tagen richtig wütend, aber leider im nächsten Moment wieder sehr verzweifelt und hoffnungslos traurig gestimmt, weil meine Wut sie nie erreichen wird. Ich bin für sie nur die Verrückte- sie sieht sich selber als Opfer- was sie auch war...doch sobald ich ihr meine Wut mitteilte- fing sie an zu heulen über ihre eigene Kindheit. Und was war mit meiner Kindheit? Ich musste schon als Kind für sie da sein, besonders dann wenn sie wieder einmal betrunken war und dies kam öfter vor. Ich hatte den gesamten Haushalt zu machen, wurde alleingelassen mit allem und emtional hat sich niemand um mich gekümmert.

Ich hatte kein zu Hause und auch keine Eltern. Meine gesamte Familie bis auf die Mutter meiner Mutter waren mir gegenüber Täter und Täterinnen. Hinzu kamen noch mehrere Freunde meines Vaters und meiner Mutter.

Ich habe alles recht der Welt auf diese Familie und vor allem auch auf meine Mutter wütend zu sein.


Marle
2011-09-20 23:06
4159
Musik hilft. Verdammt youtube und Co sowie meine CD´s . Man braucht´s mitunter. Live is hard.

Marle
2011-09-17 11:10
4158
Nicht nur sexuelle Gewalt bricht Seelen.
Ich hab durch Mobbing eine gebrochene Seele. Dazu arbeitslos, ohne Hobby hätte ich es nie geschafft, meine Selbstmordgedanken aufzugeben.
Ist eine gute Seite für Hilfesuchende. Macht weiter so. Danke

Jenny
(jennifer.jger1googlemail.com)
2011-09-13 12:30
4157
Missbrauch


ich bin jetzt schon 22 jahre und komme damit einfach nett klar bin vor 3 jahren sexuell missbraucht worden von meinem Pflegevater.
Es tut mich in meinem bisherigen leben sehr einschrenken
habe seid dem keinen freund mehr habe schluß gemacht fühle mich damit so im stich gelassen.
Habe meine Ausbildung verloren ich kann einfach nett in der nähe vom Männern bleiben.
Ich weiß einfach nett weiter

Patrick von seiduselbst.org
(sdsseiduselbst.org)
2011-09-09 00:01
4156
Gute Seite! Finde eure Machenschaften perfekt - macht weiter so! LG Patrick

Christine H
2011-09-03 23:15
4155
Ein Mädchen wurde einst geboren,dessen Elternschaft blieb lang verborgen. In eine Babyanstalt kam es bald,da war es grad 8 Tage alt. Die Mutter durft es nicht behalten,denn die Moral mußt weiter walten. Schnell weg aus gläubiger Gesellschaft,muß Bastard in die Babyhaft. Dort hinter hohen Mauersteinen,hört niemand mehr das stille Weinen. Welches irgendwann verstummt,je öfter Menschen halb vermummt die kleinen Seelen arg verachten,nach ihren Körpern aber trachten. Mißhandelt wird und auch benutzt,jahrelang das 'Ich'beschmutzt. Verstört und kränklich wirds entlassen,um woanders Fuß zu fassen. Nun triffts auf Menschen die erahnen,ein solches Kind muß ständig man ermahnen. Zu zeigen ihm was Gut und Schlecht,und unsrem Herrgott einzig recht. Hier könnt ein Kreislauf sich nun schließen,genug mit Seelenblutvergießen. Doch eine Wahrheit muß noch raus,ein schuldiger des Supergaus ist Vater und auch Opa gleich,hochangesehen,jeder weis Ein tugendhafter Ehrenmann,über den niemand etwas sagen kann. Nun,seine Kinder gibt es noch,den Täter raffte das Alter fort. Geblieben sind die kranken Seelen,für die sie heut noch immer beten. C.H.

paddor
(paddytygmx.net)
2011-08-29 18:48
4154
Hallo,

bin durch Zufall auf Eure Seite gestoßen und habe mich schon bei Euch angemeldet. Gut das es sowas gibt. Bin gerade etwas verzweifelt und komme mit mir selber nicht mehr zurecht. Hoffe ich finde hier Gesprächspartner.

Schotterblümchen
2011-08-21 17:30
4153
Ich möchte gerne zu einen Thema etwas schreiben. Und zwar geht es um die Aussage die im Chat gemacht worden ist,, „das man alles schaffen kann, wenn man es nur will!“ Und wenn man „es“ nicht schafft, zum Beispiel das es einem besser geht, dann liegt es eben daran, das man sich nicht genug Mühe gegeben hat „es“ schaffen zu wollen.

Ich möchte zu dieser Aussage folgendes sagen: Ich finde es sehr gefährlich und auch sehr verletzend, wenn solche pauschalen Lebensweißheiten unreflektiert und unkritisch an Menschen weiter gegeben werden, die sehr traumatisiert sind! Warum? Weil mit dieser Aussage suggeriert, also eingeredet wird: Dass jeder Mensch selber die Macht darüber hat, ob es einen gut geht oder nicht! So geht es meiner Meinung nach nicht! Denn wenn sich jemand im Chat traut über seine Gefühle zu reden, was an sich schon eine große Leistung ist, sollte sich der oder die jenige danach nicht schuldiger fühlen als vorher! Denn ob es einen traumatisierten Menschen gut geht oder nicht, liegt nicht am eigenen ’Willen“ alleine. Vielmehr braucht es gute Therapeuten, die sich mit Trauma auskennen. Manchmal reicht aber auch das nicht, weil der Schmerz so tief liegt, das er nicht greifbar ist – auch nicht für die Therapeutin!

Meine Botschaft ist:
Es kostet eben viel Arbeit und noch mehr Zeit, die kleinsten Teile von Traumas in ein ganzes zusammen zufügen und das dauert halt sehr, sehr lange. Und dabei hat es überhaupt nichts mit eigenen Willen zu tun. Denn wer will den schon, das es einem so schlecht geht?

Ich stand schon öfter davor aufzugeben. Doch die Liebe zu anderen Menschen, die ich kenne lernen durfte, gab mir Kraft diesen langen Weg weiter zugehen. Und es ist schwer genug zu wissen, das man sich auf einem tobenden und offenen Meer befindet und von Boje zu Boje schwimmt und kein Land sieht. Nun frage ich euch, was gibt einen die Kraft immer wider von Boje zu Boje zu schwimmen? Ich glaube, es ist die Liebe der Menschen, denen ich begegnet bin. Und die Neugier auf das leben. Und da hilft nicht nur Wille allein, sondern Menschen die einen begleiten, an ein glauben und das Handwerk dazu haben, die kleinen und kleinsten Teile des Traumas zusammen zu fügen. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgeben.

liebe grüsse vom Schotterblümchen
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