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karin
2011-08-10 22:25
4152
Sommerfest
Das Sommerfest war einfach Klasse, danke Nadja für den tollen Bericht...es war genauso wie du es geschildert hast, einfach nur schön...ich grüße mal alle die weit weg sind und da waren und die ich dort kennenlernen durfte ...es war total klasse mit euch...und einfach danke für alles :-)

guido
(elvis_guidoyahoo.de)
2011-08-05 12:54
4151
wooow eine tolle seite ....schön sie gefunden zu haben...werde mich gleich mal anmelden ...findich voll cool was mir besonders gut gefällt ist das hier auch an die jungs gedacht wird bei sooo unendlich vielen ist immer nur die rede von den mädchen selten mal zu sehendas auch wir jungs ein solches schiksal mit uns herum schleppen drum freue ich mich über diese seite lg an alle hier euer guido

katja
2011-07-27 15:55
4150
mein Thema sex.mb in ev.kirche
wir mussten leider die erfahrung auch mit unserer tochter machen, im jahr2007 aber leider wird immer noch alles abgestritten von der seite der kirche in bayern,beschimpfungen musten wir hinnehmen ²wie zahlt erst mal die kirchensteuer bevor ihr hilfe von uns erwartet" im gegen teil wir haben ein schreiben bekommen wir sollen schweigen, ansonsten droht uns eine geldstrafe ,
der pfarrer durfte weiter mit kindern arbeiten bis jetzt,
und die anlaufstelle für opfer von sex mb ist selten thelephonisch zu erreichen, und auf briefe antworten sie auch nicht mehr ,
wir geben nicht auf zu kämpfen, weil andere kinder auch betroffen sind,nur den eltern fählt noch der mut zu sprechen

karin
2011-07-16 15:52
4149
hallo,
auch ich denke sehr oft an dagmar und die zeit mit ihr zurück...kann zwar nicht im forum posten...aber ich tue es hier...und ich vermisse sie...immer und immer wieder...auch wenn nicht immer alles bunt war...in der zeit als wir uns kannten...in meinem herzen ist sie immer drin...und alles was ich von ihr lernen durfte versuche ich weiterhin unzusetzen...
lg karin

Unbekannt
2011-07-13 18:29
4148
Therapieantrag abgelehnt-

Selbstmord, oder weiter kämpfen?

Leben, wie, wofür...

- wir leben in einer von Männern bestimmten Gesellschaft-

eine Welt in der männliche Gutachter über Therapieanträge von ,,sexuell gefolterten" Frauen entscheiden dürfen ist eine verkehrte Welt

- wenn ich jetzt aufgeben haben sie gewonnen- einen dreiseitigen Widerspruch, direkt in der Krankenkasse am PC- der Sachberarbeiterin geschrieben

...Hilfe...brauche ich und wieder Kampf, Kampf, um Anerkennung, Heilung und Hilfe-

mein gesamtes Leben war und ist Kampf- Überlebenskampf..

ich kann nicht mehr...

werde ich überleben....

ich brauche einfach nur Hilfe...

Therapeutin sieht Krise geht in Urlaub..schön für sie..hat sie auch verdient...

was sind 50 Minuten Therapiesitzung pro Woche, bei fast 24 Stunden pro Tag ,,Horror" in mir....

unsere Abspaltung funktioniert mich mehr..

wir sind doch nicht ohne Grund multipel geworden...

niemand ahnt was wirklich in uns los ist,.. außer die, die es selber erfahren haben..

zum ersten Mal in meinem gesamten Leben traue ich mich mit meinem gesamten Schmerz da zu sein...

warten auf Klinikplatz, durchhalten, kämpfen,

Psychiatrien sind auch wieder nur retraumatisierend.. haben wir alles schon hinter uns....

Es sollte Krisenorte für Multis geben...wo Frau einfach und unbürokratisch hin kann...

und niemand versteht was los ist... innerlicher Ausnahmezustand, nach außen zwar mittlerweile heulen, aber innerlich...unbeschreiblich...ohne Worte...von mir aus nennt es Wahnsinn... wir haben alles ganz gut im Griff arbeiten trotzdem, funktionieren haben wir gelernt, aber jeder Tag ist die H*lle.

Die Ärtzte brauchen doch nur den Hörer zu nehmen und bei der Klinik, wegen einer Notaufnahme anzurufen, ich wirke noch zu sortiert, weil wir die Kontrolle nicht abgeben können. Wir heulen und sagen dann ganz ruhig, dass wir in der Krise sind...

wie soll das auch jemand verstehen...

sollen wir weiterleben... und wenn ja wofür? Wir sind müde von allem was hinter uns liegt und wir haben durch die ganzen Steine, die uns von Seiten der Behörden, Krankenkassen etc. in den Weg gelegt werden, auch keine Kraft mehr zu kämpfen.. aber ein Teil von uns organisiert weiter und hört nicht auf zu kämpfen... es ist Wahnsinn.

Piffigunda
(Nakohaeweb.de)
2011-07-11 09:53
4147
Und der „einfache“ Weg ist doch der falsche

Seid Tagen lese ich mich durch das Forum, lese meine Einträge von vor zwei Jahren und frage mich wie viel kann ein Mensch ertragen.

Ich habe die scheinbare Sicherheit eines Jobs mit vielen Erniedrigungen und auf Tagelöhnerbasis bis zum bitteren Ende und weiter ausgehalten, so weit dass sich meine Chefin wie immer von aller Schuld rein waschen konnte.
Ich war nicht die erste, die so gegangen wurde, weil Sie, ihre Probleme auch nach mehreren Therapien nicht in Griff kriegt.

Aber ich bin wieder aufgestanden, hab Hilfe gesucht, ausgerechnet oder glücklicherweise bei der Kirche, nicht denen die mir damals vor bald 49 Jahren mit der Taufe Ihr Kreuz aufgezwungen hatten, sondern bei der Konkurrenz.
Glücklicherweise deshalb weil ich auf einen Pfarrer traf, der mehr Psychologe ist, zuhören, leiten konnte, ohne Pfarrer zu sein.
Die Kirche habe ich immer ausgeklammert.
Ich fing an mit dem wenigen was noch da war zu suchen, die Kindergartenzeit, Bilder, ein Namen,
Sr. Lucia,
für mich die direkte Verbindung mit Luzifer,
und fand in einem Festbuch meines „Kindheitsdorfes“ von 1993 einen Eintrag,

„die meisten Schwestern führten aber ein hartes Regiment und disziplinierten Kinder, die heute als lebendig bezeichnet würden, ohne Umschweife“

Diszipliniert, ich würde es Misshandeln, den Willen, das Selbstbewusstsein brechen nennen.

Und das ganze Dorf schaute zu, keiner sagt etwas, keiner half, wo fängt man jetzt an den Täter, die Täterin zu suchen,zu verurteilen.

Aber es ging noch weiter,
es gab noch einmal ein Telefongespräch mit dem Pfarrer, am gleichen Abend stellte ich mir dann die Frage,

können Ordensschwestern Mädchen missbrauchen,
was ist so abwegig daran
Pfarrer missbrauchen auch Jungs.

Und ich weiß, diese schwarze Wand, diese Ordenschwester, mit Ihrer großen weißen Haube, damals 1973 in diesem Kinderkurheim in der Pfalz, die muss ich beiseite schieben, bereit sein mir das was dahinter ist anzuschauen.
Das Hoffentlich letzte Teil meines Puzzles, von meiner Kindheit die keine war.

Also, wie immer, weitergehen, bzw. erst mal noch etwas durchschnaufen,
aber dieses mal wohl mit Hilfe, eine Therapeutin/Therapeuten suchen und schauen wohin dieser Weg führt, der sich nicht gut anfühlt.
Was bleibt, was werde ich zurücklassen, was kommt danach.

Und es hilft, macht Mut, weiter zugehen, wenn ich hier immer wieder lese dass ich nicht alleine bin.
Danke an alle Schotterblumen

Sabine Brast
(sabinebrastlive.de)
2011-07-07 23:43
4146
Liebes Schotterblume - Team!
Ich muss die Schreiberling - Dame "Dagmar Minor " sehr loben.......
Diese Seite ist sehr gut und hilfreich.
Macht weiter so, hier finde ich Zuflucht*
LG Sabine

saphira
2011-07-07 20:02
4145
Die Welt,die ich erlebe ist kalt,hart,tot...
es gibt wenig Licht..das meiste davon ist schwarz gefärbt...
es herrscht mehr Gleichgültigkeit...und exessive Ablenkung,
damit nicht alles erlischt...
damit die Maske noch erkennbar ist...
und der weg auf dem sich die Marionette bewegt...

xxx

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(xxx)
2011-06-29 03:06
4144
der ort, den die anderen heimat nennen, kenne ich nicht. oft ist nur diese leere und stille in mir, die keiner versteht. es gibt für mich keine heilung und doch ich überlebe irgendwie. dieses leben ist vielleicht kein wunder, aber eine verdammte frage nach dem sinn. ich stelle mich dieser aufgabe. segensgrüße maidreja

Nicole
2011-06-26 13:36
4143
Ich konnte trotz jahrelanger Therapie (mit Unterbrechungen, wegen fehlender Finanzierung) trotzdem erst vor einem Jahr den letzten Täterkontakt zu meiner Mutter abbrechen. Meine Mutter war sowohl Mittäterin, als später auch Täterin. Seitdem haddere ich trotz neuer Therapie leider immer noch mit dieser Entscheidung. In dem letztem Jahr kam zum ersten Mal in meinem Leben ein Gefühl von innerer und äußerer Sicherheit in auf. Ich suchte über das Internet nach Therapien, die sich mit dem inneren Kind beschäftigen. Der übliche Ansatz mit nur einem Kind zu dem der Erwachsene Kontakt herstellen soll, ist für mich leider nicht möglich. Sobald ich mich diesen Kindern in mir nähere werde ich von den Trauminhalten, Gefühlen, etc. überflutet und instabil.

Ich fand die Internetseite von Gabriele Kahn. Sie hat ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: Das Innere-Kinder-Retten. Sanfte Traumaverabeitung bei Komplextraumatisierung. Es ist im Psychosozial-Verlag erschienen.

Hier ein längeres Zitat zum Thema Abbruch von Täter und Mittäterkontakten, S.90ff., Kapitel: 3.2: Innere Sicherheit herstellen, Unterkapitel: 3.2.1: Vorraussetzung: Äussere Sicherheit

Zitat:
,,Die Notwendigkeit des Beendens von Täter, sowie Mittäterkontakt wurde bereits im Abschnitt über Therapiephasen kurz begründet. Sie ist nach meinem jetzigen Wissenstand bei sexueller Traumatisierung in jedem Fall lebenslang gegeben, mindestens die des Kontaktabbruchs zu den Tätern und den für das Kind Hauptverantwortlichen. Bei allen anderen Traumata ist im Einzelfall zu entscheiden, ob und auf welche Weise Kontakt möglich ist.

Hier sollten jedenfalls die traumatisierten Kindanteile als schwächste Glieder des Gesamtsystems der Persönlichkeit Unterstützung und ein ,,Vetorecht" bekommen.

Den Täterkontakt abzubrechen, ist notwendig, um das direkte, sexuelle Trauma heilen zu können; den Mittäterkontakt zu beenden ist notwendig, um das zweite, bei sexueller Traumatisierung stets vorhandene und auf andere Weise ebenso schädigende Trauma zu heilen zu können: den plötzlichen Totalverlust der nicht schützenden Mutter oder anderer Bezugspersonen, der von manchen als noch schwerwiegender empfunden wird. Besonders bezogen auf diese Mittäterinnen ist es für Betroffene, aber auch für ihre Umgebung im Erwachsenenalter, nicht selten sogar für ihre Therapeutinnen, nicht leicht einzusehen, weshalb auch dann, wenn sich die damals schützenden Erwachsenen inzwischen zum Positiven gewandelt haben, ihr Versagen bereuen und um Vergebung bitten.

Dies ist weder Grausamkeit noch eine Frage von Moral oder persönlicher Meinung von Therapeutinnen, sondern ergibt sich aus der inneren Therapielogik. Es geht dabei nicht um Fragen von Schuld und Vergebung (die dem erwachsenen Anteil der Betroffenen u.U. möglich ist), sondern lediglich um Abgrenzung, Schutz und Heilung.

Die wenigsten Traumatherapeutinnen stellen noch in Frage, das Kontakt zu aktiven Tätern retraumatisierend ist und damit das nötige Sicherheitsgefühl verhindert, auch wenn keine direkten, sexuellen Traumatisierungen mehr stattfinden. Die zumindest unbewusste Assoziation zu vergangenen Traumata wirkt bei Kontakt mit dem/n entsprechenden aktiven Täter(n) in jedem Fall als stärkstmöglicher Trigger und bewirkt erneut Dissoziation, Verleugnung und autoaggressive Symptome. Bei schwerer sexueller Misshandlung können das Selbstverletzung oder Depression bis zur Suizidalität sein.

Dasselbe gilt jedoch auch für den Kontakt zu Mittäterinnen, auch wenn sich diese nicht ganz so offensichtlich erschließt: Von den traumatisierten inneren Kindern aus gesehen- und um deren Integration in die erwachsene Persönlichkeit geht es in der Traumatherapie- sind die nicht schützenden Erwachsenen in genau gleichem Maße am Zustandekommen der sexuellen Traumatisierung beteiligt wie die direkten Täter, und das betroffene Kind spürt dies genau.(...)

Aus vielen Gründen ist es nicht einfach und braucht daher Zeit und therapeutische Aufmerksamkeit, den Mittäterkontakt, vor allem zur Mutter oder einer anderen Hauptbezugsperson in früher Kindheit, zu beenden. Insbesondere, wenn das Kind wahrnahm, dass die Mutter nicht nur Mittäterin, sondern in ihrer Kindheit selbst Opfer war, fällt es der erwachsenen Betroffenen schwer, zu sich selbst zu stehen und diesen auch noch als Erwachsene schädigenden Kontakt zu Mutter und alle anderen Mittäterinnen zu beenden. (...)

In sehr vielen Fällen ist der Kontakt zur nicht schützenden Mutter oer ebensolchen Eltern innerlich schon ausgehöhlt und wird nur aus Pflichtgefühl bzw. Kinderangst aufrechterhalten. Es bedeutet daher eine Erleichterung für die Betroffenen, ihn endlich mit einer nachvollziehbarenn, therapeutischen Argumentation beenden zu dürfen. (...)

Der Kontakt zu sexuellen Tätern und nicht davor schützenden Mittäterinnen muss lebenslang abgebrochen werden.


M.
2011-06-23 20:54
4142
Hallo Emmi,
als "Betroffene" möchte ich dir folgendes erklären: Ich habe meinem Vater die Möglichkeit zu einer Stellungnahme und einer Annäherung (in meinem Sinne) gegeben. Ich habe ihn konfrontiert mit seinen Taten und den Folgen für mich, und habe meinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass er meine Leiden als Folgen seines Handeln anerkennt und sich früher oder später dafür bei mir entschuldigt. Bis dahin, so habe ich klar gestellt, würde ich mit ihm keinen Kontakt mehr haben wollen. Mein Vater hat sich sehr über meine "unhaltbaren Vorwürfe" aufgeregt und sie als "Hirngespinste" abgetan, die zusammen mit meinem unverständlichen Verhalten ein Fall für Psychologen seien. Er hat meine Mutter davon überzeugt, dass er unschuldig ist (obwohl sie als Kind selber Opfer sexuellen Missbrauchs geworden ist). Und ich glaube sogar, dass er selbst davon überzeugt ist. Er wacht z.B. weinend aus der Narkose auf und fragt, warum ich solche Sachen behaupte - er hätte nichts getan... Lediglich dem Einwirken meiner Mutter habe ich es zu verdanken, dass er bei mir noch nicht wieder aufgetaucht ist, um mich "zur Vernunft zu bringen". Pädophile wissen, wie die öffentliche Meinung über sie ist, und sie beteiligen sich mit daran. Ich kenne zwei Täter, die über andere Täter herziehen und sie als "Schweine" bezeichnen (ohne sich allerdings um die Opfer zu kümmern, denn wenn sie wirklich Einfühlungsvermögen hätten, würden sie wohl kaum zum Täterkreis gehören).
Ich habe Berichte gelesen über Täterprofile. Aussagen von verurteilten Sexualstraftätern: Keiner von denen hatte ein Einsehen oder gar Schuldgefühle. Alle hatten irgendwelche Erklärungen parat, weshalb das, was sie getan haben oder eben auch nicht, kein Missbrauch oder nicht so bedeutsam oder doch nur ein Spiel war. Viele wollten sich von den medienwirksamen Pädophilen abgrenzen, dabei sind die es gar nicht, die den Großteil der Missbräuche und ihrer Folgen zu verantworten haben. Es kommt sicher nicht darauf an, wie oft ein Vater (/...) seine Tochter (/...) missbraucht, wie brutal oder wie zärtlich dabei war, oder ob er es u.U. nur versucht hat. Immer ist es ein schlimmer Vertrauensbruch, ein Verlust an Kontrolle und Selbstbestimmtheit - ein Trauma. Kannst du dir vorstellen, wie verletzend und gefährlich es für uns Opfer wäre, den Verursachern dieser Schmach auf solchen Seiten ein Forum zu geben? Was sollte da stehen, was unsere Situation verbessert? Ich finde es gut, dass ihnen das Wort hier nicht erteilt wird. Sowas nennt man Opferschutz.

Unbekannt
2011-06-15 23:54
4141
Wie oft kann man sterben, bevor man stirbt?
Und wie kann man eine Seele heilen, die sich in so viele Einzelteile zerlegt hat, bzw. zerlegt wurde.

Und warum bin ich noch nicht wahnsinnig geworden?
Hört es irgendwann auf?
Wann kann ich endlich leben und nicht nur überleben?

Ich will nach allem was hinter uns liegt nur noch zur Ruhe kommen. Die Täter sollen uns nicht mehr finden. Wir haben alles was man sich denken kann für unseren Schutz getan. Und jetzt sind wir wieder gefunden worden. Jetzt wo wir uns endlich das erste Mal in unserem Leben sicher gefühlt haben und eigentlich auch waren. Wann hört es auf- ich kann und will nicht mehr umziehen, den Namen, Sozialversicherungsnummer ändern usw.. Wir wollen einfach nur noch unsere Ruhe und wie jeder andere Mensch nur noch in Sicherheit und Ruhe leben.

Und wir wollen, das man uns endlich glaubt. Wir sind nicht paranoid, schliesslich haben wir nicht ohne Grund eine Namensänderung, Adresssperrung, unzählige Umzüge und sogar eine Anerkennung nach Opferentschädigungsgesetz, obwohl das Strafverfahren eingestellt wurde, wegen der Beweislage.

Wir werden nicht aufgeben, aber bitte an alle Behörden und alle andere Personen in entscheidenden Personen, bitte glaubt den Frauen, besonders dann wenn sie etwas erzählen, was man nicht glauben mag, oder kann. Und glaubt ihnen besonders dann, wenn sie multipel geworden sind. Kein Mädchen, oder Junge spaltet sich auf, wenn es dafür nicht mindestens einen heftigen Grund gibt. Multipel zu sein ist nicht ein Ausdruck dafür, dass die Frau verrückt ist, oder die Unwahrheit sagt, sondern nur, dass sie Überlebende extremer Gewalt ist. Und bitte fragen Sie auch nicht nach den Einzelheiten der einzelnen Traumen, denn sie wissen nicht was sie damit auslösen.

Und bevor sie denken, dass dieser Mensch unter Verfolgungwahn, oder unbegründeter Angst leidet überprüfen sie bitte erst ob nicht doch eine tatsächliche Bedrohungsgefahr vorliegt. Und bitte glauben sie uns, wenn wir schreiben, dass eine Multiple niemals sicher ist solange noch jemand von dem Täterkreis lebt, oder jemand der diesem nahe stand. Und in den allermeisten Fällen gehört die Famile zu den TäterInnen.Und die Täter aus der Familie können als nette und sehr verständnisvolle Mutter, Tante, Vater, Onkel...usw. daherkommen. Geben Sie bitte niemals eine Information zur neuen Adresse, Identität, Namensänderung, oder dergleichen an eine Person weiter, besonders dann nicht wenn eine Adresssperrung vorliegt. Diese amtlichen Schutzvorrichtungen werden nur dann eingerichtet, wenn eine Gefahr für Leib und Leben besteht- und diese Gefahr kann auch von der sogenannten lieben Familie ausgehen. Also Achtsamkeit und Vorsicht.

Ich weiss wovon ich schreibe, wir sind seid ca. fast 19 Jahren mit Umziehen und für Schutz sorgen beschäftigt. Bis vor 10 Jahren hatten wir noch Täterkontakt.

Wir werden es schaffen-
Danke-


Nicole
2011-05-22 23:10
4140
Soeben verfolgte ich die Anne-Will-Diskussion
Beweislast des Opfers, Glaubwürdigkeitsgutachten, täterloyales Rechtssystem, Tortur für das Opfer und wielange dauert es noch bis eine Frau, ein Mädchen, oder auch ein Mann, oder Junge die TäterInnen anzeigen kann, ohne selber erneut zum Opfer zu werden? Immer wieder die gleichen Diskussionen, über den zu kurzen Rock, etc. und Falschanschuldigungen. Falsch an der ganzen Sache ist die Haltung. Niemand hat das Recht über die sexuelle Selbstbestimmheit eines anderen zu bestimmen, egal wie kurz der Rock ist. Sexualisierte Gewalt ist immer Gewalt und Machtmissbrauch. Und dies muss rechtlich verfolgt werden und nicht mit Freiheitsstrafen auf Bewährung. Eine Vergewaltigung ist Mord! Und ein Missbrauch ist tatsächlich ein ,,Seelenmord". Diese Taten dürfen weder verjähren, noch mit geringen Haftstrafen verfolgt werden. Denn das Opfer hat lebenslänglich und meistens mit gravierenden Folgen zu kämpfen, die ein ganzes Leben zerstören können. Und dies gilt auch für einen einmaligen Übergriff- es darf nicht verharmlost werden, denn Gewalt bleibt Gewalt. Wann ändert sich endlich die Rechtsprechung, im Sinne des Opferschutzes?

@ xxx
2011-05-19 13:14
4139
dem kann ich nur zustimmen
das zieht alle kraft weg....

Michaela Höfer
2011-05-14 15:55
4138
Doris, ich kann Dir nur sagen, wie sehr es mir leid tut, dass Du mit solch enormen und zahlreichen Folgen kämpfen musst. Für einen solche Täter gibt es keine annähernd gerechte Strafe.

Emmi: Ich will Deinen Beitrag nicht verteufeln, sondern nur schreiben, was ich dazu meine. Ich denke, dass 99,9 Prozent der Täter weder bereuen, noch sich bewusst darüber sind, überhaupt etwas Unrechtes getan zu haben. Oder sie wollen kein Bewusstsein dafür entwickeln. Es ist unglaublich, wie hier von seiten der Täter verharmlost werden kann und ich denke, das glauben die wirklich selber. Es gibt so viele verschiedene Täterprofile, doch ich denke, nur ein verschwindend geringer Teil bereut wirklich. Durch meine Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Strafvollzug kenne ich einen davon, der wirklich bereut. Er hat vor vielen Jahren eine Frau vergewaltigt und würde alles dafür tun, es ungeschehen zu machen. Er ist sich bewusst, dass er etwas nie wieder Gutzumachendes getan hat und wird sich immer schuldig fühlen. Das weiß er und er hat sich mit seiner Tat über viele Jahre auseinander gesetzt. Ich will kein Verständnis für ihn, das habe ich selber nicht. Jedoch steht mir kein Urteil zu und ich will nicht über ihn richten.
Was ich jedoch sagen will, ist, dass dieser Mann sein Gewissen nicht dadurch erleichtern wollte, hier ein Statement oder eine Entschuldigung abzugeben, an Menschen, die SEINE Tat nicht betrifft. Wofür ich vollstes Verständis habe. Ich glaube nicht, dass hiermit Positives ausgelöste werden könnte, bei keiner Seite.
Jedenfalls wirst Du dergleichen hier nicht finden, selbst, wenn es einen Platz dafür geben würde.

Viele Grüße,
Michaela
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