| Farbe des Zorns Frieden in mir - nur wenn ich blute. Dann bin ich nicht mehr : sein Zorn, sein Alkoholismus, sein Versagen, sein Vater, seine Kindheit. Dann bin ich nur versunken im roten Rausch. Der rote Rausch vereint meine Tränen mit meinem Denken. Wieder bin ich in meinem Reich und meine Gefühle treten sichtbar nach außen. Mein hoffen darauf, daß wenigstens die Wunden von mir bestimmt sind, ist vielleicht vergebens. Dem größten Mädchen der Welt Ich habe nicht nach Dir gesucht, ich hatte nicht gewagt, auf Dich zu hoffen, Dich gab es nicht. Das Nichts gab es und mich der sich hineinstürzen wollte in den Abgrund. Der es noch will, manchmal, wenn Du nicht bei mir bist. Deine Augen sind ohne Antwort, Dein Haar ist wie die Nacht, ich lasse mich willig verschlingen und vermähle mich für Momente mit der Ewigkeit. Auch dann bin ich nicht. Ich mag es, Deine Haut auf der meinen zu spüren. Die Berührung ist so sanft, ungewohnt schmerzfrei , sie verlangt keine Erwiderung, sie ist für mich allein und ich schließe die Augen damit die Tränen verborgen bleiben, denn Du sollst mich nicht schwach sehen. Unsere Nächte wurden von roten Strömen durchflossen wie unsere Tage von blauen Tränen. Die Wunden in der Haut, Tag für Tag - wie Striche auf Kerkerwänden, ein Kalendarium der Einsamkeit. Durch meinen gläsernen Panzer dringt Deine Stimme zu mir. Nicht laut sondern hörbar. Deine Zärtlichkeit - wie sanfter Regen. Deine Wärme - wie Nebel so bergend. Niemals will ich Dich verletzen, Deine Seele so offen wie die Wunden in Deinen Armen. |