@ Miriam | 1766 "wenn ich dich so lese so lese ich verdeckten Hass und Zynismus" ja nun. zynismus. hass - ja, der ängstigt mich.
"lese ich das Selbstmitleid das dich lähmt" wo liest du das? i-c-h finde es schwer, einzuschätzen wo selbstmitleid beginnt und wo die beschäftigung mit einer situation, das durchdenken und durchfühlen ( und die schilderung des empfundenen ) derselben aufhört. mithin scheint alles, was nicht härte wider sich selbst ist, selbstmitleid zu sein. ich sagte dem (imaginären ) zuhörer doch lediglich, das er den mund halten solle wenn er mir keine antworten zu geben vermag, das ich diese floskeln nicht mehr hören mag und das es mehr als eine andere lösung gibt. und das der gedanke an suizid sich wiederholt, das heißt, er kommt und verschwindet und irgendwann ist er so stark gewesen, das ich mich gegen ihn nicht mehr zur wehr setzen konnte. und als ich dann doch wieder wach wurde, fühlte ich mich nicht wie ein sieger und auch wenn ich gegen ihn erfolgreich war, fühlte ich mich nicht wie ein gewinner. da ist immer nur irgendeine leere, ein nicht-sein, vorher, danach, eigentlich immer und das ist zermürbend.
"sage ich dir, daß du dich selbst retten musst" "dann wünsche ich mir du kommst runter von deinem Trip" eine rettung besteht doch darin, die störung zu eliminieren. nichts anderes tue ich. und ich arbeite daran, von diesem trip runterzukommen, in der weise, das ich, sollte es genehmigt werden, eine klinik aufsuche und weiter in der weise, das ich den trip mit mir aus welt nehmen werde. beides sind wählbare optionen.
"sage ich, geh zu den schönen Sachen dieser Welt." schön ist es, wenn die schatten verschwinden, und es ist nicht so, das ich den anblick der sachen, die als schön gelten, v-e-r-w-e-i-g-e-r-n würde, es ist eine unfähigkeit, sie zu sehen, ihre existenz überhaupt wahrzunehmen. in etwa, wie man sich das geräusch einer einzelnen klatschend en hand nicht vorstellen kann ( das war sehr platt, hm.) denkst du, es würde mir spaß machen, das haus nicht verlassen zu können oder den ganzen tag lang in diesen kreisläufen gefangen zu sein? denkst du, ich mache das freiwllig weil ich mich darin wohlfühle? genau dieser satz , ich solle mich den schönen dingen zuwenden, ist eine der phrasen, die ich so oft gehört habe. wäre es möglich, einen schalter am kopf zu bedienen und das destruierende denken, (nicht-) fühlen usw. abzuschalten und plötzlich ein sonnenschein zu sein, würde ich diesen schalter betätigen. es ist einfach nicht möglich, zu sagen, *so, ab heute bin ich fröhlich*. genausowenig wie man sagen kann *so, ab heute bin ich melancholisch*. und schwupps sieht man die welt mit anderen augen.. wie soll das gehen?
"Gib dich nicht auf." wie gesagt, ich versuchs in einer klinik und werde hunderte aschenbecher töpfern ;-)
"Das klappt jedoch nur wenn du alles nicht einseitig und leidend siehst wie in deinem Beitrag." es tut nunmal weh, darf ich das nicht sagen? und von wegen "leidend", zeig mir mal einen bei SCHOTTERBLUME, der sich in seinen verängstigten, alpträumenden, ..., zuständen wohlfühlt oder in der lage ist, sie vollkommen rational zu sehen, sie nicht zu fühlen und dann mit dem nicht-fühlen zusätzlich noch zurechtzukommen. das glas weder als halbvoll noch als halbleer zu sehen sondern nur wahrzunehmen, das der füllstand in dem 100 ml glas , 50 ml beträgt. ich weiß das es grautöne gibt und schattierungen, vielleicht sehe ich die irgendwann mal.
ich danke dir für deine reaktion p. |