Missbrauch in der Therapie
| 2009-05-21 08:23 3982 | Hallo,
Nun fühle ich mich doch betroffen, weil ich ja vor einiger Zeit auch mal unter "Missbrauch in der Therapie" gepostet habe (der Beitrag wurde auch nicht gelöscht), es ging mir persönlich auch nicht drum, spezielle Kliniken zu diffamieren oder sex. Ausbeutung unterzustellen (habe auch keine Namen genannt).
Es ist aber wahr, dass Traumapatienten in der Therapie - insbesondere in der Psychiatrie - erneut retraumatisiert werden, vielleicht nicht mal ausböser Absicht, sondern weil die Therapeuten sich mit dem Thema nicht auskennen, sie von ihrem Instinkt leiten lassen und folglich falsch reagieren.
Ich habe neulich das erste Mal richtig Wut auf den Täter gespürt - habe auch das erste Mal richtig weinen können. Reaktion des Psychiaters: sowas macht man nicht, das ist asozial, das stört, das ist übergriffig, das müssen Sie abschalten! (Kann man oder will man das nicht, wird man mit Beruhigungsmittel-Spritzen gedroht).
Ich sage dem Psychiater, dass ich Angst vor geschlossenen Räumen habe: prompt werde ich mit der geschlossenen Station gedroht (O-Ton: wenn Sie soviel Angst vor der Geschlossenen haben, warum machen Sie nicht, was ich sage, wenn ich damit drohe?")
Wissen diese Menschen überhaupt, was sie mit solche Bemerkungen bei den Betroffenen auslösen?
Und zu guter letzt, der Psychiater: "ich verstehe Sie nicht, Sie sind nicht normal"...... |
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