Sorry, ohne Javascript steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung!

Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

Glücklich11.05.2007 12:31
Name Heike
E-Mail hsdn2409freenet.de
Liebes Schotterblumen Team,

ich möchte euch und allen Lesern eurer Seite meine Geschichte erzählen um so allen mut zu machen die den weg der Gesundung der Heilung noch vor sich haben und um zu zeigen es lohnt sich zu Leben….


Zu meiner Geschichte ( die ich heute kenne) : Ich bin mit ca.4-5 Jahren von einem Onkel sexuell Missbraucht worden, dieser Onkel brachte sich selber um ,was mir auch zeit meines Familien- Lebens zum Vorwurf gemacht wurde, doppelte schuld meinerseits so zu sagen. Tabus Tabus Tabus…bestimmten das Leben

Meine Kindheit verbrachte ich als jüngstes Kind in einer Familie in der es keine Emotionen gab weder negative aber erst recht keine positiven um es mal freundlich auszudrücken ; meine Mutter war kalt wie eine Hundeschnauze , es gab keine Liebe und Wärme was mir als Kind aber nicht bewusst war………………

Ich war 10 Jahre verheiratet mit einem Mann den ich nicht Liebte bekam 3 Kinder und lebte auch ein leeres leben, solange bis mein Ex- Mann mich anfing zu schlagen als mein ältester Sohn das mitbekam zog ich die Notbremse und verließ ihn es folgte eine Scheidung und ein nächstes beziehungs- disaster das ich auch nach 9 Monaten fluchtartig verließ…………….
Instinktiv brach ich auch völlig den Kontakt zu meiner Familie ab.

Dann lernte ich einen Mann kennen der meine Schutzmauern rissig werden ließ , den ich wirklich liebte bei dem ich mich geborgen fühlte….was natürlich sämtliche Trigger losbrechen ließ und die schlimmste Zeit meines Lebens brach an mein Kampf mit meiner Vergangenheit hatte begonnen ohne das es mir bewusst war.
Heute weiß ich das diese Verbundenheit dieses verstehen diese Vertrautheit darauf beruhte das er genau so unter PTBS litt wie ich bei ihm hatte es nur andere Ursachen gegeben .
Diese Beziehung war ein Kampf eine Intensivere nähe (wie zwei ertrinkende die sich aneinander klammern) wenn alles glatt lief gab es nicht sexuell und Emotional war alles wie im Märchen , wenn es nur nicht diese Downs gegeben hätte, denn alles meine Ängste alles an negativen Symptomatiken bekam natürlich er ab wenn es zu Ängsten/ Triggern kam………
Ich begann auf sein drängen hin eine Tiefenpsychologischfundierte Gesprächstherapie , die wie ich heute weiß gar nichts bringt bei einem Trauma und bei PTBS, und leider erkannte diese Psychologin(genau so wenig wie sein Therapeut bei Ihm) nicht was da in meiner Psyche schlummerte und sich bahn brach…..
Was er mir natürlich immer wieder zum Vorwurf machte , ich müsse es nur wollen ….wer nicht will der will nicht ….ich müsse nur den Arsch hoch bekommen…… Deckel drauf auf die Scheiße und weiter , (und es gärt noch heute bei ihm seine Scheiße…. und die gase vergiften sein Leben und das der Menschen die ihn Lieben , eine schöne Metapher für PTBS; ohne das er es merkt….) etc. etc…..

Meine Verzweiflung und meine Depressionen wuchsen mit jedem Tag ich hatte das Gefühl wahnsinnig zu werden….ich entwickelte Symptome die zu Lähmungen führten Depressionen Alpträume, Migräne, etc.etc…..und das alles drei Jahre lang , und immer nach außen die starke Frau die allein erziehend sich um ihre drei Kinder kümmert, die Künstlerin die erfolgreich ist … etc. etc. das in mir alles ein Kampf war alles zerrüttet und zerstört war bekam kaum jemand mit…………..ein einziger Alptraum…gefangen in mir selbst……….

Das wäre wahrscheinlich auch heute noch so wenn dann nicht etwas passiert wäre das dem ganzen zur Klärung verhalf, mein jüngster Sohn wurde in der Schule „Opfer“ eines Sexuellen Übergriffes unter Kindern, ich begann mich intensivste mit dem Thema auseinander zu setzen und während ich ihm half zerbrach in mir alles was es noch an heilem gab und mir wurde klar was mit mir los war….
Über die Auseinandersetzung mit ihm und seinem Trauma konnte ich beginnen auch mir zu helfen.
Ich Informierte mich was man tun kann las Bücher holte mir Informationen aus dem Internet traf auf Schotterblume etc.etc. informierte mich über Trauma Therapien und Therapeuten über Heilungswege etc.etc. und erkannte wie Krank meine Seele schon all die lange Zeit war…. Und je näher ich meiner Heilung kam je intensiver ich mich Informierte je ferner und schlechter wurde meine Beziehung, denn heute ist mir klar das er mir nicht folgen konnte denn er war bzw. ist bis heute noch nicht so weit das er sich seine Krankheit eingesteht bzw. sich wirklich Hilfe zu holen, und je näher ich meiner Lösung der Probleme kam desto weiter weg musste er von mir um dem für sich nicht nahe kommen zu müssen.

Ich schaute mir ein zwei Kliniken an suchte mir eine Trauma Therapeutin nahm Hilfe an von Menschen die mich lieben , nahm Medikamentöse Hilfe in Anspruch und entschied mich dann 2006 für eine Therapie in Rinteln die ich auch relativ schnell bewilligt bekam denn wer wirklich will schafft es auch sich Hilfe zu holen, und dann im Mai war es soweit und ich begann meine Traumtherapie in Rinteln.

Diese Zwei Monate waren die schlimmste aber auch die beste Zeit in meinem Leben, ich bzw, alle Trauma „ Opfer“ Patienten gehen erst mal durch die Hölle . Denn ich verarbeitete die Zeit meines Lebend durchlebte Trauer Wut , Hoffnungslosigkeit und Schmerz so viele Tränen so viel Kraft habe ich noch nie im Leben gebraucht , es war im Rückblick wie bei einem Phönix man verbrennt durchlebt bei lebendigen Bewusstsein alles Qualen noch einmal um dann völlig zerstört aus der Asche wieder neu aufzuerstehen und neu geboren zu werden ….denn für mich war es eine Wiedergeburt ein völlig neues Leben begann….

Ich habe die Therapie und meine Zeit in Rinteln absolut ausgekostet und mich zu 1oo% da rein gestürzt wollte mit aller macht gesund werden, und habe die Klinik nach zwei Monaten verlassen können mit der Aussage im Gepäck das ich meine Trauma Therapie erfolgreich beendet habe und als „ Geheilt“ entlassen bin, was eine absolute Seltenheit darstellt nach aussage meiner Therapeutin die immer wieder über meiner Ehrgeiz und meinen Elan meine Fortschritte begeistert war…..…………….

Inner halb dieser Zeit habe ich von meinem Ex-Freund nach 2 Wochen die Nachricht bekommen das er mich Liebt…und bei einem Telefonat dann 2 Wochen später erfahren das er eine neue Freundin hat…..
Im Rückblick weiß ich sehe ich warum er so gehandelt hat und da wir in dem selben Viertel wohnen sehe ich ihn oft (mit dieser Freundin) und habe einfach nur mitleid mit ihm……..würde ihm wünschen und vor allem seiner Tochter das er es schafft sein Trauma zu erkennen und zu überwinden.


Ich möchte allen Trauma Patienten ,ihren Familien ihren Partnern mut zu sprechen, PTBS ist eine Krankheit und somit heilbar…der weg ist schmerzvoll und mühsam und mein Kampf damit das zu erkennen und zu behandeln hat letztendlich 5 Jahre gedauert plus 30 Jahre Krankheit aber die Zeit die ich nun noch vor mir habe ist mir um so kostbarer und es ist ein völlig anderes Leben …die Angst besiegt zu haben und mit ihr Leben zu können ist ein unglaublich tolles Lebensgefühl…………………

Heute ein Jahr später gesund und ohne Medikamente ohne Therapie sehe ich die dinge die Menschen anders und habe eine Erfahrung und Lebenskenntnis, eine Weisheit die viele „normale“ Menschen nie haben werden darum trauere ich auch nichts und niemandem hinterher sondern sehe es als das an was es war, was mich zu dem gemacht hat was ich heute bin ….Glücklich



Gerne könnt ihr euch an mich wenden wenn ihr Fragen habt zu Rinteln zu meiner Therapie zu mir ….alles Liebe für euch und Mut,


Heike



von der Arbeitsunfähigkeit zur Arbeitsfähigkeit01.03.2007 23:17
Name Juliane
E-Mail wagnis-lebent-online.de
Website http://www.freenet-homepage.de/sternenfeeparadies
Hallo,

also ich bin Opfer von ziemlich arger gewalt, ob und wenn wie sex. MB stattgefunden hat, kläre ich gerade in einer Rekonsturierung meiner Kindheit in der Therapie.

Ich kam 1992 zum ersten Mal in die Therapie. Und damals war ich zwar das Mädchen vom Land, aber mehr oder weniger selbständig. Dieser jene Therapeut kam allerdings mit mir nur schwer zurecht und irgendwann überwies er mich in die Psychiatrie, das war 1996.

Und dann war ich regelmässig stationär, zweimal war ich inder psychosomatischen Klinik in Grönenbach auf der Borderlinegemeinschaft und einmal für 6 Wochen auf der Krisenstation in München Harlaching.

Mit Hilfe einer Ärztin der Psychiatrie in dem System von http://www.atriumhaus-muenchen.de bekam ich Medikamente und wurde von dem damaligen Therapeuten entwöhnt, mit dem ich zusehends immer weniger arbeitsunfähiger wurde. Ich war nicht mehr die selbstständige, sondern war leicht abhängig von ihm und klammerte mich an Bezugspersonen.

Es war 2002, da wurde meine Bezugsperson im Atriumhaus schwanger und ich wollte zu einen bestimmten Psychologen dort, und nach einem Dreivierteljahr eröffnete er mir, dass er von da wegging und in seine Privatpraxis wechselte. Für mich brach eine Welt zusammen, denn er war knallhart und konfrontativ und sehr ehrlich, ich wusste, mit ihm könnte ich es schaffen. Zu der Zeit war ich bereits berentet.

Und ich suchte mir eine Stelle im Büro und eine Woche drauf präsentierte ich ihm das und ich bat ihn, mich mitzunehmen und er nahm mich mit und dann wurden es bisjetzt 4 einhalb Jahre draus. Ich habe zuerst im Büro gearbeitet, dann war ich halb berentet und ich arbeitete 12 Stunden in einem Kindergarten in der Woche und als die Rente auslief, kam ich zu Hartz IV und ich ging ganz viel babysitten und zusehends wurde ich arbeitsfähiger. Und ich ging von der Psychiatrie weg und bin jetzt nur noch bei einem niedergelassenen Neurologen, mehr brauche ich nicht mehr.

Und die Medikamente konnte ich nach und nach absetzen. Jetzt nehme ich nur noch 75 mg Aponal zum Schlafen, mehr nicht. Und das werde ich auch bestimmt mal absetzen und ausschleichen. Ich habe das seltenste Blut, das man haben kann, AB negativ und ich möchte endlich wieder spenden gehen und das geht nur ohne Medikamente im Blut.

Tja und seit 2. Jan. 07 bin ich wieder arbeiten und es geht mir gut. Ich mache noch Therapie und mein Weg geht auch noch weiter, Schritt für schritt. Und weil ich eben viel lernen und mitnehmen durfte und ich merke, ich will leben, ich wage es, und für mich hier im Internet nicht den Raum fand, den ich für mich brauche, habe ich ein eignes Forum (http://wagnis.communityhost.de ) erarbeitet und es ist nur ein weiterer Schritt auf meinem Weg, auf dem Weg zu meinem Ziel, von dem ich noch nicht genau sagen kann, wie es aussehen wird.

Es ist zu schaffen....Juliane

Meine Steine weisen mir den richtigen Weg zur Heilung .14.02.2007 09:15
Name Susan
Durch meine Tätigkeit als Arzthelferin und einen geeigneten Medikament (Trevilor) habe ich es geschafft wieder Freude am Leben zu finden. Ich weiß jetzt, dass man auch aus negativen Erfahrungen neue Kraft schöpfen kann, andere Lebensinhalte erfüllen nun dich und geben dir eine gewisse Reife. Du erkennst die kleinen Dinge des Lebens, ich meine damit die Natur, die Tiere, Pflanzen, sie schenken uns soviel Trost, Schreckliches zu überwinden.
Ich hoffe du hast durch mich neue Hoffnung bekommen, um dein Trauma besser zu bewältigen.

Es grüßt Susan

Es ist zu schaffen11.02.2007 20:10
Name Susan
Durch meine Tätigkeit als Arzthelferin und einen geeigneten
Medikament ( Trevilor )habe es geschafft wieder
Freude am Leben zu finden . Ich weiß jetzt , dass man
auch aus negativen Erfahrungen neue Kraft schöpfen kann ,
andere Lebensinhalte erfüllen dich und machen dich reifer .
Du erkennst die kleinen Dinge des Lebens , ich meine
damit die Natur , die Tiere und die Pflanzen , sie geben uns soviel Trost , um Schreckliches zu überwinden .
Vieelleicht hilft auch ein Tagebuch schreiben

mit 42 endlich Schritte zur Heilung eingeleitet21.01.2007 01:49
Name Rainer
E-Mail voxxell99nexgo.de
Website www.endlichleben.de.vu
Auch ich bin wie Wolfgang vom Onkel, dem Bruder der Mutter, ab etwa 13 sexuell missbraucht worden, und das mehrfach.
Dazu kam eine repressive, unkonsequente Erziehung und emotionale Vernachlässigung, besonders durch meine Mutter, die eigentlich keine Kinder wollte, wie sie irgendwann gleichgültigst in meinem Beisein bemerkte.
Erst mit 42 gestand ich mir ein, echt hilfebedürftig zu sein. Ich brach den fast immer als belastend empfundenen Kontakt zu meiner Familie ab und begann nach einer weiteren gescheiterten Beziehung eine Therapie, die noch andauert. Außerdem schrieb ich meine Erinnerungen auf, die auf meiner Homepage nachzulesen sind.
Inzwischen bemerke ich erste Erfolge, komme besser an meine Gefühle heran, zunächst eine bodenlose Wut auf meine Eltern, dann langsam auch die Trauer über das, was sie aus mir machten und was ich jetzt wegen ihrer "Liebe" aushalten muß: vor allem Einsamkeit und Ziellosigkeit. Ich kann endlich weinen, aber auch offen sein und für mich eintreten, zu meinen besonderen Bedürfnissen stehen, die nunmal anders sind als bei gesünder Aufgewachsenen.

ich wünsche allen Leidensgenossen
viel Kraft und Männern vor allem den Mut,
sich Hilfe zu holen, nicht mehr dem falschen
Männlichkeits-Wahn zu gehorchen!
← Seite zurück Seite vor →

zum Seitenanfang

© Schotterblume e.V.