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Missbrauch in der Therapie
2008-10-17 20:02
3897
Ja, die Überschrift schon sagt.......

War in der Psychiatrie, Krisenintervention wegen PTBS (ich sollte paar Tage Auszeit haben, weil die ambulante Therapie doch sehr an die Nieren geht).

Gewalttätige Mitpatienten, gewalttätiges Personal. Handgreiflichkeiten, Zwangsmassnahme, Isolierzimmer..... Das "Nein" wird mit Gewalt übergangen (man kann ja solche Gewalt immer mit Eigengefähdungsgefahr begründen, egal ob das stimmt oder nicht - und wenn man sagt, dass man nicht eigengefährdet ist, dann wird man einfach als uneinsichtig und daher sehr krank eingestuft....). Falsche Diagnosen (auf der Schizophrenie-Station hat man schizophren zu sein, auf einer Depressiv-Station hat man depressiv zu sein......).

Ich war nur ganz kurz - zwei Tage - da, und trotzdem leide ich immer noch unter den Folgen der Gewalttaten in der Klinik.

Und wenn man sich beschwert, heißt es:

"Sie übertragen nur die Wut aus der Kindheit auf uns".
"Wenn diese Bilder (von der Gewalttaten in der Klinik) hochkommen, dann dienen sie dazu, das eigentliche Trauma zu verdrängen".
"Das ist nur eine Retraumatisierung, weil Sie schon früher Schlimmes erlebt haben, andere Menschen würden das nicht schlimm finden".

Sprich: sie wollen nicht wahrhaben, dass auch das, was sie machen, Missbrauch ist.

Und besonders schlimm ist, dass diese Gewalt als "Therapie" dargestellt wird (und wenn man nicht mitmachen will, wird man als eben uneinsichtig beschimpft!).

DAS IST KEINE REINE FEHLBEHANDLUNG MEHR, SONDERN MISSBRAUCH UND DARF NICHT PASSIEREN!




Jutta Haag
(mailcontra-dem-schmerz.de)
2008-10-17 05:41
3896
Geschrieben für Euch,
Die Ihr im Verborgenen leidet,
Für Euch:
Die Ihr Euch schuldig fühlt -
Obwohl Ihr unschuldig seid.
Für Euch:
Die Ihr diese sinnlose Schuld
Durch's Leben schleppt
Und nicht fähig seid -
Sie ganz und für immer
Loszulassen.

Dies ist die Widmung für alle Überlebenden aus meinem Buch
"Fluch der Kindheit" von Judith Dagota

Für uns und vor Allem FÜR unsere Kinder muss jetzt das Leiden im Verborgenen ein Ende finden.
Deshalb habe ich die Petition: Härtere Strafen für Kinderschänder" ins Leben gerufen und kämpfe nun mit vielen Gleichgesinnten um mehr Gerechtigkeit für unsere Kinder.
Bitte sei auch Du mit dabei und unterschreibe die Unterschriftenliste zu unserer Petition. Den gesamten Text der Petition und die Unterschriftenliste findest Du unter:

http://www.petition-haertere-strafen-fuer-kinderschaender.contra-dem-schmerz.de/

Unterschriftenlisten kannst Du Dir ausdrucken und auch so unsere gemeinsame Arbeit unterstützen unter:

www.Aktion-hsfk.de

Liebe Grüße und vielen Dank
Jutta Haag / Überlebende

eirelotos
(eirelotosgmx.net)
2008-10-12 01:32
3895
ich danke für eure solidarität. oft bin ich zu müde um anderen zu stützen...

Hanna Steinchen
(hannasteinchenhotmail.de)
2008-10-08 10:40
3894
hallo....weiss gar nicht wo ich anfangen soll..bin seit 5 jahren erkrankt.. wusste nicht mehr was mir in meiner kindheit passiert ist..bin von meinem 5.lebensjahr an missbraucht worden.. glaube das ging so bis zu meinem 12.lebensjahr. meine eltern waren selbständig.gastronomie und streng katholisch..wir hatten eine männl. putzfrau..er hat es getan.. mein bruder hat es einmal mitbekommen hat meine mutter infomiert und ich wurde als lügner abgestellt..so ist das..das opfer ist am schluss der täter.. ich war ein fröhlicher mensch..bis ich krank wurde.. verdacht ms..habe vor 8jahren hautkrebs schwarz..überlebt.. dann das mit der ms..überlebt..aber meine kindheit wo ich nur sklave meiner mutter war.. missbraucht und weggeworfen wurde.. weiss ich nicht ob ich das überleben möchte..ich habe keine kraft mehr..tägl.neue bilder sehen womit ich nichts anfangen kann.. die mich wach halten.. versuche noch zu überleben für meine kinder und meinen enkel..wenn es einen gott gibt dann habe ich noch etwas kraft wenn nicht habe ich die erlösung in liebe eure hanna

Manuela
2008-10-07 12:15
3893
Hallo Renata

Manchmal ist es sinnvoll sein Packet für sich alleine zu tragen und niemanden teilhaben zu lassen. Man wird nie verletzt.

Manuela

Michael Körber
(mk-koerberdirectbox.com)
2008-10-03 21:51
3892
Endlich habe ich mal nach 2 Jahren diese Seite gefunden !
Sehr schöne Seite und endlich klare Aussagen !
schaut doch mal vorbei
www.mk12345.beepworld.de

Nico

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(OEG)
2008-09-25 03:37
3891
Ich hatte mich vor Jahren entschlossen ... da meine Therapie nicht mehr bewilligt wurde, zu versuchen, über das OEG, meine Therapie nutzen zu können.

Viele heftige Gutachtertermine seitdem. Hatte plötzlich (was ich nie wollte) ne SB von 50 %.
Bekomme ne Rente von 200 Euro ...


Die Gutachten ... 2-3 Std. Gespräch ... warfen mir um Monate bis Jahre zurück.

Zum Schluss wurde gesagt, ich wäre ja theoretisch arbeitsfähig.

Aufgrund der Schmerzen von chronischen Muskelverspannungen ... und auch Angst vor Menschen usw. ... bin ich es nicht ... arbeitsfähig.

Ich weiss grad nicht, wie ich es erreichen kann, dass es anerkannt wird.

Geht mir sehr schlecht ... mache wieder Traumatherapien ... Diagnosen DIS ...

Möchte mich nicht drücken, vorm Arbeiten. Werde mir sicher, wenn es mir besser geht, auch was suchen, was gut ist.
Aber ... mich als arbeitsfähig hinzustellen ... und zu erwarten, dass ich irgendwas tue ... geht grad gar nicht.

Versuche doch nur, zu überleben.


Poet
2008-09-24 18:17
3890
Hallo Unerkannt,

ja das ist offenbar schon länger so. Als ich zur Reha war, sagte man mir auch, dass ich noch mehr Zeit bräuchte, aber weitere Verlängerungen gab`s nicht. Man gab mir auch die Empfehlung, zu versuchen, dass ich später nochmal in diese Klinik kommen sollte. Gleichzeitig sagte man mir aber, dass man das in den Bericht für den Rententräger aber so nicht mehr reinschreiben darf.

Und bevor ich überhaupt zur Reha durfte, musste ich diese beantragen, und das auf Empfehlung des medizinischen Dienstes der Krankenkasse. Ich war durch lange Arbeitsunfähigkeit offenbar schon ein sehr großer Kostenfaktor. Der medizinische Dienst der Krankenkasse forderte mich auf, einen entsprechenden Antrag beim Rententräger zu stellen. Gleich wurde mit dazu gesagt, dass der erste Antrag immer abgelehnt würde. Aber nach einem Widerspruch meinerseits sollte es dann mit der Reha klappen. Hat es ja dann genau auf diese Art und Weise auch. Interessant nur: auch meine Krankenkasse wäre ja als Kostenträger in Frage gekommen. Wenn sie die Reha für notwendig gehalten haben, hätten die mich ja direkt in Reha schicken können. Aber besser man schiebt den Kostenfaktor estmal ab und droht, wenn man die Reha beim Rententräger nicht beantragt, die Kassenleistungen einzustellen.

Wenn man krank ist, ist man zu allererst ein Kostenfaktor. Und es sehe noch viel schlimmer aus, wenn es nicht viel private und ehrenamtliche Bemühungen gäbe und Menschen, die anderen helfen, zu ihrem Recht zu kommen.

Poet

Ramona
(jacquelinepustyahoo.de)
2008-09-23 21:52
3889
Möchte euch mal einen lieben gruß senden, vor allem Dagmar , Eric, Jacki und Armin . Hoffe ihr könnt euch noch an mich erinnern. War früher oft bei euch hier, geht mir z,Z. nicht so gut und würde gern wieder mit jemanden reden im Chat. Eric habe ich denn eine Chance mich anzumelden ? Habe jetzt endlich wieder I- Net . Bitte melde Dich mal.
Liebe grüße Ramona aus Brandenburg

Michi
(michihoefert-online.de)
2008-09-23 10:02
3888
Habe das Buch "Traum-Labyrinth"(als Verbündete) soeben gelesen und kann es nur weiterempfehlen, für alle "Betroffenen" und "Verbündeten", die noch am Anfang des Weges stehen. Es ist wirklich sehr verständlich geschrieben, sehr umfassend und besticht immer wieder durch "eigene" Erfahrungen der Autorin, die sehr wertvoll sind, um Angehörigen Gefühle und Emotionen von Betroffenen verständlich zu machen. Ein wunderbares Werk, das mir viele Antworten gegeben hat und mir Hilfe ist auf meinem weiteren Weg, einen Überlebenden zu begleiten!

Unerkannt
2008-09-19 12:54
3887
War letztens bei einem Gutachter wegen einer Berufsunfähigkeitsrente.
Eine Bemerkung die er sagte war, das ja so viele "davon" betroffen sind, und man deswegen ja nicht allen eine Rente gewähren kann. Sie wären eben zum Sparen angehalten.
Es geht also nicht um die Feststellung eines tatsächlichen Krankenstandes, sondern um den wirtschaftlichen Aspekt der Krankheit.
Mit anderen Worten, was man nicht bezahlen will oder kann, ist eben auch nicht so krank, wie es eigentlich ist.
Krankheit ist somit also eine Frage der Wirtschaftlichkeit?

Anonymus
2008-09-17 23:33
3886
Ich halte von Aggressionen nicht viel.

Martina Hommelsheim
(hommelsheim-schmusebaert-online.de)
2008-09-17 12:34
3885
Ich weis gar nicht wo ich mich anmelden soll .Soo viele Foren hier .
Muß man sich für jede gesondert anmelden?
Ich wollte nur in den nicht offentlichen rein.

ralf
(ralfkara-ahrens.de)
2008-09-16 19:15
3884
Hallo Schotterblume,
ich beschäftige mich mit Aggressionstraining für überwiegend Jugendliche Jungs und junge Erwachsene. In diesem Zusammenhang habe ich viel mit tramatisierten Menschen zu tun.
Darum möchte ich Euch für die sehr gelungene Homepage gratulieren. Besonders der Bereich Trauma, Therapie und Gestalttherapie gefällt mir sehr gut. Ich hab noch nicht alles gelesen, werde aber ab und zu reinschauen um weiterzulesen. Danke
Ralf

angie , anja
2008-09-14 21:39
3883
habe mich endlich mal getraut die telefonkette in anspruch zu nehmen...bin so froh darüber. sie hat zugehört und zurückreflektiert, es tat mir so gut. vielen lieben dank an dich nochmal, nähe düsseldorf :)
alles liebe für dich und die anderen. anja
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