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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

...20.01.2005 18:48
Name Daißy
E-Mail sick-melodieweb.de
Website www.do-you-love-me.de.ms
Ich hab gelernt damit um zu gehen. Es zwar nicht zu vergessen aber es als Vergangenheit einzustufen um immer mehr damit abschließen zu können. Es ist vorbei und.. wird mich nicht mehr an der Zukunft hindern!!

wieder ein Stück Freiheit zurückerobert...erkämpft :)15.01.2005 08:07
Name Carla...(LaLoba)
Website http://www.beepworld.de/members32/carlaslebensgalerie/
Hallo

Ich wills nicht so lang machen :)

Meine Kindheit war bis zu meinem ca. 14/15 Lebensjahr die Hölle, und auch viele Jahre danach...
Aber eigentlich war ich immer eine Kämpfernatur und ließ mich nicht unterkriegen...bis ich an meinem 21 Geburtstag meinen Sohn verlor, heute denk ich das das der Punkt war wo innerlich in mir drinne irgendetwas aufgegeben hat, wo ich endgültig drann zerbrach.

Ich zog mich immer mehr zurück, meine Ängste wurden immer stärker, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr...bis ich zum Schluß wahnsinnige Panikattacken bekam wenn ich die Wohnung verlassen mußte, ich war nicht mehr fähig alleine die Wohnung zu verlassen, es sei denn ich trank Alkohol...oder nur mit meinem Mann und/oder meinen Kidds.
Schweißausbrüche, Übelkeit, Schwindelattacken...Dissoziieren (unter anderem Tunnelblick) und Herzrasen. Über zwei Jahre Herztropfen genommen ohne das die wirkliche Ursache gefunden wurde, von den Ärzten (zu dem Zeitpunkt war mir mein Problem auch noch nicht bewußt...oder ich verdrängte es).

Bis ich endlich 1999 die Kurve bekam...durch ein heftiges Erlebnis zu Hause, wurde mir aufeinmal bewußt ich muß endlich etwas tun.
Und bin in eine psychosomatische Klinik gegangen...viel mehr gerannt.
Die ersten Wochen waren die reinste Hölle für mich...wieder zu lernen alleine rauszugehen setzte Ängste frei, löste eine Erinnerung nach der anderen aus, ließ mich in Flashs rutschen.
Bei mir wurde multiple Ängste, Borderline und dissouiative Persöhnlichkeitsstörung diagnostieziert...was ist das? war mein einziger Gedanke dazu.
Nach zehn Wochen verließ ich die Klinik wieder auf eigenen Wunsch, mit der Auflage sofort wieder dahin zu kommen wenn ich Hilfe brauche...aber ich wollte erstmal wieder zur Ruhe kommen. Verarbeiten was ich in der Klinik über mich und meine Vergangenheit erfahren hatte.
Erst rutschte ich wieder total in mein altes Verhalten zurück, aber...dank meines Mannes, meiner Freundin und vielen hier auf der HP (ich kann gar nicht aufzählen wieviele hier für mich immer wieder da waren und sind)...schaffte ich es weiter zu kämpfen. Ich fing mit Karate an, ging mit meinen Bildern immer mehr in die Öffentlichkeit, lernte zu meiner Vergangenheit zu stehen, ich mußte mich nicht dafür schämen (etwas was sehr wichtig war für mich zu lernen)...und machte 2001 meinen Motorradführerschein :)
Seit ein paar Jahren ist es für mich eine wieder erlangte Freiheit, noch öffters muß ich gegen Panik ankämpfen wenn ich rausgehe, aber es wird leichter...und jetzt habe ich sogar meinen Autoführerschein gemacht :)))

Es war wahnsinnig hart...noch immer habe ich Schwierigkeiten wenn jemand hinter mir ist und/oder man mich von hinten anfässt (heute nur noch bei mir fremden Menschen, speziell Männern). Insofern war der Motorradschein wesentlich leichter für mich zu machen, als jetzt der B-Schein...
Ich weiß nicht ob ich so stark bin wie mir viele sagen (obwohl ich gestern das Gefühl hatte ich könnte übers Wasser gehen *g* habs aber nicht versucht), oder ob ich einfach nur stur bin *lächel*...vielleicht gehört beides auch einfach nur zusammen.

Zusammengefasst, habe ich seit 1999 bis jetzt immer wieder um meine Freiheit gekämpt...und ich denke ich habe viel erreicht. Ich hoffe ich kann mit meinem Beitrag hier vielen Mut machen und Kraft geben...es ist zu schaffen, gebt nie auf :)

Alles Liebe,
Carla...

Hiermit nochmal ein ganz liebes danke an meinen Mann, meine Freundin...allen hier auf der HP und meinen Theras :)


Es gibt immer ein Weg aus dem Tief15.12.2004 17:34
Name Pia
E-Mail PiaLiebtDavidweb.de
Website www.PiaLiebtDavid.de
Hallo ihr Lieben,

ich erzähl kurz meine Geschichte:

Ich war 11 als ich vergawaltigt wurde. Seit dem litt ich unter massiven Depressionen. Ich hatte seit meinem 15 Lebensjahr irgendwelche Beziehungen die nie gut gingen, weil ich massive Probleme hatte und es selber noch nicht einmal gemerkt habe. Ich dachte immer: "So bin ich, ich bin eben kein fröhlicher Mensch" Ich habe nie gemerkt, das ich unter einer Depression leide. Ich habe das niemals als Krankheit gesehen.

Mit 17 lernte ich meinen Mann kennen. :-) Auch hier war die Beziehung nach 2 Monaten fast zerbrochen. Da habe ich mich ihm anvertraut und habe zum ersten mal über das gesprochen, was damals passiert ist. Es war nicht einfach für ihn, mit mir und meinen Problemen zu leben. Alles drehte sich nur noch darum. Immer mehr stand unserer Beziehung auf der Kippe. Dann, als ich 18 war habe ich eine Therapie begonnen. Ich habe langsam eingesehen, das ich ein massives Problem habe.

Dann fiel die Diagnose:

Depressionen


Die Welt stand still. Das war ein Schock, aber es hatte auch was gutes, denn ich wusste jetzt, was mir fehlt und das ich dagen kämpfen kann. Nicht verdrängen, sondern bearbeiten. In der Therapie war es am Anfang nicht leicht. Im Gegenteil. Das was Jahrelang in mir schlummerte, weit in mir drin kam an die Oberfläche. Mir ging es dreckiger als je zuvor. Aber David war immer an meiner Seite. Immer. Egal wie gemein ich zu ihm war, weil ich Probleme die ich hatte, auf ihn projeziert habe.

Dann würden die Abstände zwischen den "Anfällen" und "Ausrastern" immer grösser. Früher war es so, das die Ausraster jeden Tag kamen, dann jede Woche. Heute ist es so, das es nur noch kommt, wenn schwere Sachen passieren und selbst dann kann ich ruhig bleiben und falle in kein Loch mehr. Und wenn doch ist es nur noch ein kleines Schlagloch.

Ich würde nicht sagen, das ich von meinem erlebten geheilt bin. Im Gegenteil. Aber ich hab e gelernt damit umzugehen. Und mich selber zu finden. Nach so langer Zeit, weiß ich entlich, wer ich bin und was ich kann. Ich verkrieche mich nicht mehr in einem Loch, oder verschweige was damals passiert ist. Wenn mich jemand fragt, kann ich offen darüber sprechen.

Das alles habe ich einem Menschen zu verdanken: Meinem David. Denn er hat mir Halt und Kraft gegeben auch wenn er Kraftlos war.

Ich wünsche euch, das euch das hilft positiv in die Zukunft zu sehen. Mit 14, 15, 16 wollte ich mich immer umbringen und fragte mich immer:" Warum hat der Kerl mich nicht gleich umgebracht?" Heute bin ich froh, das er es nicht getan hat. Denn ich lebe und nur wer lebt kann was verändern. Und wenn der Schmerz noch so tief sitzt. Und man denkt:" es gibt nichts schlimmeres" Ab einem bestimmten Punkt ist es so das die Welt sich ein wenig anders dreht.

Es lohnt sich zu leben und jeder Mensch sollte neugierig auf das sein, was ihn dort draussen erwartet.

Kein Mensch ist unnütz. Jeder kann etwas bewegen. Wie oft kreuzen sich die Wege von Menschen. Meist eher zufällig, und jede Person die dir über den Weg läuft beeinflusst dich. Und wirklich jeder. Komische Sache oder? Ich habe zwar oft gesagt, dass ich auf bestimmte Sachen in meinem Leben durchaus verzichten kann, aber letztendlich, haben sie mich geprägt und haben mich zu dem gemacht, was ich bin und wer ich bin. Meine Ansichten geändert, diese auf einen neuen Standpunkt gesetzt, mich beeinflusst, mich bewegt. Das sind Sachen die mich ausmachen. Wenn ich den ganzen Tag zu Hause sitzt und keinen Input habe, ist doch klar dass ich nicht viel vom Leben lernen kann. Denn vom Leben lernen, bedeutet andere Menschen zu treffen, von ihnen zu lernen.

Viele Liebe Grüsse

Pia

Jeder kann es schaffen auch ihr!16.11.2004 16:08
Name Samantha
E-Mail JessicaGrigoloaol.com
Hallo Ihr Lieben!

Es ist lange her das ich zum letzten mal hier war, und ich hätte auch nicht gedacht das ich jemals wieder die gelegenheit habe mich an euch zu wenden.
Ich möchte euch etwas Mut machen und euch an meinem Beispiel zeigen das jeder, egal wie schlecht es ihm geht, es schaffen kann, dieses Trauma zu überwinden.
Ich kann heute sagen das ich Überlebt habe und das ich es geschafft habe, das Gefühl des Glücklich sein neu zu entdecken.
Wie habe ich das gemacht, wurde ich oft gefragt.
Habt ihr eine Person, die zu euch steht, der ihr völlig vertrauen könnt. Jemanden bei dem ihr keine Angst habt? Dann vertraut euch diesem menschen an. Bei mir war es mein Partner und bester Freund. Er hat mir zu gehört und mich einfach in den Arm genommen, immer und immer wieder. Er hat an mich geglaubt und mir gezeigt, das in mir mehr steckt als ich mir zu traue.
Dann habe ich mir kleine Ziele gesetzt auf die ich hin gearbeited habe. Immer wenn ich ein Ziel geschafft habe, fühlte ich mich besser und wenn etwas nicht geklappt hat, haben mich meine Freunde aufgebaut und mir gesagt, das ich es weiter versuchen soll.
Ich habe mich mit meinen Erlebnissen sehr intensiv auseinander gesetzt, anstatt immer vor den Ängsten weg zu laufe. Dadurch konnte ich meine Vergangenheit verarbeiten. Das war zwar unglaublich hart, doch es hat mir auch gezeigt, das es sich lohnt zu leben!
Ich habe mich komplett verändert. Anstatt mich mit Onkelz von einer deprie in die nächste zu ziehen, habe ich angefangen, Musik zu hören die gute Laune macht. Ich habe mich von den Menschen abgewant, die mich nicht verstanden und mir nicht gut taten. Ich habe mich gezwungen mich an kleinigkeiten zu erfreuen, darüber das die sonne scheint, oder ein Vogel vor dem Fenster singt. Dadurch fühlte ich mich besser und obwohl es lange dauerte bis ich es wirklich merkte, lernte ich stück für wieder wie man lacht und glücklicher wird. So habe ich ein ganz neues leben begonnen.
Zwar gab es immer wieder momente in denen ich dachte, es geht nicht mehr. Dann habe ich einfach geheult. Und am nächsten morgen bin ich aufgestanden und habe gesehen, das auch der Tag überstanden ist.
Ihr schafft das auch, das weiß ich. Ihr müsst nur an euch glauben!!!
Ihr seit stärker, als ihr glaubt.

Eure Samantha

ich war ein Kind10.11.2004 22:07
Name inge
die erwachsenen haben mich "benutzt" unter dem "mäntelchen" der nächstenliebe oder auch anderen motiven. ich habe "überlebt" ich bin jetzt 59 jahre alt; hatte alles verdrängt. es kam hoch - stück für stück - soweit meine seele es zuliess. mein mann sagte mal zu mir: ich habe das gefühl, dass dich irgendetwas bedrückt. ich konnte es oder kann es auch heute kaum beim namen nennen. vielleicht gibt es noch schlimmeres?
"wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein lichtlein her" ich hatte diesen spruch "vergessen". aber das "lichtlein" kommt; mann/frau darf antennen ausfahren !
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