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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
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Zwei Erkenntnisse08.11.2004 20:30
Name robbozyt
Hallo!

Zum Geburtstag - schon etwas her - bekam ich 2 Erkenntnisse "geschenkt" (kamen so... ;-)

Ich kann keine Nähe ertragen/zulassen, weil ich durch körperliche Berührung pp. *schüttel* - in Erinnerung an früher Geschehenes - entwertet werde. Das mich "lieben" war irgendwann grds. "benutzen" und ich wollte/will nicht mehr benutzt werden. Seit dem Alter von 4 Jahren habe ich dann ersatzlos auf körperliche Nähe verzichtet und war zu dem Zweck extrem "kratzbürstig" - was mir auch Ärger eingehandelt hat... Dann wurde auch normale Berührung gegen meinen Willen eingefordert.
Durch die Erkenntnis ist ein anderes Empfinden und Denken entstanden. Natürlich ist die Umsetzung noch schwer. Aber es kann nur geändert werden, was bekannt ist. Daher habe ich nun weniger Angst vor neuer "Vertrautheit" - also wenn eine Beziehung länger dauert (als ich mir eigentlich zumuten kann). Ich weiß (zumindest ansatzweise), dass ich durch Liebe nicht benutzt werden soll.

Meine extreme Eifersucht hat sich erklärt und der dann folgende Hass auf den jeweiligen Partner und mich selbst. Beides hat sich dadurch vermindert, dass ich mir klar gemacht habe, dass ich frühere Freundinnen von Partnern als "Benutzte" wie mich gesehen habe. Je mehr "Benutzte", desto größer war irgendwann der Drang, diesen Benutzer loszuwerden, den ich wirklich anfing zu hassen - und zeitgleich mich. Langsam kann ich akzeptieren, dass lieben nicht (nur... freudscher "Verschreiber") benutzen ist und dass das andere schön finden. Das Vorleben anderer ist dadurch etwas mehr ok für mich.

Dadurch bin ich auch nachsichtiger mit mir geworden. Die Narben an den Armen verblassen langsam...

Liebe Grüße
Robbozyt

Ein harter Weg05.11.2004 15:20
Name Siriya
E-Mail Siriya_Inferioryahoo.de
Website www.siriyas-diary.de.vu
Einen Weg zu finden mit Selbstverletzung aufzuhören ist nicht leicht... Therapien erscheinen oftmals als einziger Weg...
Ich habe einen anderen Weg gefunden... Ich habe die Unterstützung eines guten Freundes, der mich faktisch dazu gezwungen hat aufzuhören... Wie er das geschafft hat ist nicht so nachvollziehbar für viele... Denn wer außer ihm würde sagen, dass er sich selbst wehtun würde, wenn ich nicht damit aufhöre...? Nur er... Auch wenn es mir schwerfällt die Streitigkeiten in meiner Familie wegzustecken... Seit einem Monat habe ich nicht mehr geritzt oder mich auf andere Art und Weise verletzt...
Und um ehrlich zu sein, mittlerweile glaube ich sogar selbst daran aufhören zu können... Zu lernen, dass Schmerz nicht mit Schmerz bekämpft werden kann, ich mich selbst nicht noch mehr niedermachen muss wie es andere mit mir getan haben...


Die Hoffnung stirbt zuletzt... Nach meinem Selbstmordversuch vor einigen Monaten glaube ich allmählich wirklich auf Besserung... Ohne Therapie... Und ohne Wissen meiner Eltern...

Ein kleiner Schritt für die menschheit- ein großer Schritt für mich09.10.2004 12:49
Name Regina
E-Mail Regenbogen1gmx.de
Hallo!
Seit ca. einen halben Jahr bin ich nun in Therapie, um meine Erlebnisse aus der Kindheit/Jugend zu vrarbeiten. Habe den richtigen TherapeuTEN! gefunden.(Das es ein Mann werden würde, hätte ich nie gedacht)...
Habe nun vor 5 Tagen den Kontakt zu meinem Vater komplett abgebrochen. Er bekam noch einen letzten Brief von mir, in dem ich mich mal richtig ausgelassen habe und ihm mitgeteilt habe, wie es mir erging und wie ich gefühlt habe. Ich glaube, das wurde 'ne richtige Bombe als der "zuhause" ankam...
Wie mein Vater reagiert, ist mir ziemlich egal und ich erwarte keine Antwort. Ich habe es für mich getan, als einen Schritt zu meiner seelischen Gesundheit.
Liebe Grüße von Regina

PS: Stark zu sein bedeutet nicht, nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen !!

Das Geschenk geboren zu werden, wohl zu nutzen28.09.2004 12:11
Meine Geschichte beginnt in meiner Kindheit. Ich weiß nicht, in welchem Lebensalter, da ich an vieles keine Erinnerung mehr habe. Ich bin von meinem Vater wiederholt geschlagen worden,´mal mit einem Kochlöffel, mit einem Stock oder aber auch mit der Faust in das Gesicht.Von vielen Kindern wurde ich gehänselt. Von zwei Mädchen auch erpresst. Zuhause zu sein war für mich die Hölle, da ich in ständiger Angst vor meinem Vater lebte. Am schlimmsten in meiner damahligen Situation war die völlige Hiflosigkeit, in der ich mich befand. Während die Schläge erfolgten, half mir niemand. Meine Mutter wußte das- griff aber nicht ein, auch meine Großeltern nicht. Es macht mich heute noch wütend, wie sehr dort weggeschaut wurde. Der Realität entfloh ich größtenteils in Traumwelten. Mein Vater nahm sich das Leben, als ich zehn war. Darüber bin ich manchmal froh, denn ich weiß nicht, ob ich die Gewalt meines Vater überlebt hätte. Nach dem Tod meines Vaters ging es mit mir bergauf. Ich ging zum Gymnasium,studierte. Als ich mich in einen jungen Mann verliebte,merkte ich, dass mir große Teile meiner Vergangenheit entgegenstanden, die mich an einer Beziehung hinderten und bschloß daraufhin eine Therapie zu machen. Ich habe dann eine Psychoanalyse gemacht. Dies war nach drei Jahren beendet, weil der Therapeut wegzog. Das Ende Meiner Therapie löste eine starke Krise aus, ich bekam Schwindelanfälle (Angststörungen; konnte nur mit Mühe aus dem Haus gehen. Ich hatte gut Freunde und Menschen, die mir zur Seite standen. Aber ich habe damals auch gemerkt, wie wenige Leute mit psychischen Störungen umgehen können. Ein Arzt ist mir da in Erinnerung geblieben, der zu mir gesagt hat, " am liebsten würde ich sie in die geschlossene Abteilung der Psychatrie einweisen"oder auch eine Freundin, die mich sehr verletzt hat.
Das ist etwas, was ich allen Menschen weitergeben kann, in Krisensituationen achtet darauf, an wen ihr euch wendet. Ich hatte damals Glück, ich kam zu einer sehr netten Therapeutin, bei der ich auch heute noch bin und um deren Hilfe ich sehr dankbar bin.Im Laufe der Zeit, kam ich immer mehr zu mir selber. Ich lernte meinen Körper zu lieben, lange Zeit war ich von meiner Hässlichkeit überzeugt. Ich schätzte meine Gaben immer mehr und bekam mehr Selbsbewußtsein. Das verletzte Kind von damals spüre ich heute auch noch in vielen. Da ich keine Grenzen spüre, kann ich mich gegenüber anderen manchmals nur schwer abgrenzen oder behaupten. Aber ich merke auch die guten Gaben, die mir meine Kindheit verliehen hat, die Kunst anderen zuhören zu können, Verständnis für die Schmerzen anderer zu haben.








MEIN VATER DER POLIZIST16.07.2004 01:37
iCH WAR VON MEINEM VIERTEN BIS DREIZEHNTEN lEBENSJAHR oPFER VON HÄUSLICHER gEWALT: LEIDER SCHENKTE MIR ZUANFANGS KEINER GLAUBEN; DA MEI VATER POLIZIST WAR; UND DAS ALLES NICHT SEIN KONNTE ZUM GLÜCK BEMERKTE MEIN DAMALIGER RELIGIONSLEHRER MEINE SITUATION UND NAHM SIE ERNST SO KAM ICH DANN ZUM JUGENDAMT UND DANN ZUR MEINER PATENTANTE WO ICH DANN AUCH LEBTE VON DEM ZEITPUNKT AN WAR ICH DANN IN PSYCHOLOGISCHER BEHANDLUNG MAL AMBULANT MAL STATIONÄR DAS GANZE FAST ZEHN JAHRE ICH LITT AN ANOREXIE UND ANSTPSYCHOSEN MITTLERWEILE(NOCHMAL SIEBEN JAHRE SPÄTER)BIN ICH VERHEIRATET UND BEFINDE MICH IN DEN LETZTEN ZÜGEN MEINES SOZIAPÄDAGOGIG STUDIUMS MITTLERWEILE GEHT ES MIR SEHR GUT ICH KANN WIEDER ESSEN UND AUCH ALLEINE SEIN DAS GANZE HAB ICH DEN MENSCHEN ZU VERDANKEN DIE IMMER AN MICH GEGLAUBT HABEN UND DAFÜR BIN ICH DANKBAR ICH WÜNSCHE ALLEN ANDEREN BETROFFENEN
LETZTENDLICH HABE ICH MEINE ELTERN ANGEZEIGT WEGEN KÖRPERVERLETZUNG UND MI?BRAUCH LEIDER IST NICHT VIEL DABEI RAUSGEKOMMEN MEIN VATER BEKAM EINE BEFÖRDERUNSSPERRE UND MEINE ZANTE UND MEIN ONKEL BEKAMEN DAS SORGERECHT FÜR MICH MITTLERWEILE HABE ICH MIT MEINEN ELTERN KEIN KONTAKT SEITDEM GEHT ES MIR GUT AUCH WEIL ICH WEISS DAS ICH MIT MEINER BIOGRAFIE NICHT ALLEINE DA STEHE

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