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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

27 November 200109.07.2004 19:59
Name Anne aus Lübbecke
E-Mail KidadaJonesweb.de
Damals war ich 13! Ich lernte einen 25 jährigen Mann kennen, der sich bei mir allerdings als 19 ausgab. Großes Interesse hatte ich nicht, denn ich war zu der Zeit schon zwei Jahre verliebt (die erste große Liebe, doch nie zusammen gekommen). Mit seinen Geschwistern war ich schon einige Zeit befreundet, also hatte ich in meinem naiven Alter doch schon etwas Vertrauen. Na ja, die ersten 2-3 Wochen trafen wir uns. Er verbot mir mich mit meinem Freundinnen zu treffen, doch dies tat ich trotzdem, also bekam ich schläge. Mir brach ein Fingernagel ab, also bekam ich Schläge. Er sagte einfach zu mir wir sind zusammen, ob wir das waren, dass weiß ich bis heute nicht genau. Wir küssten uns die ersten Tage schon, auch freiwillig, eventuell auch aus Angst von mir. Dann ging ich nicht mehr aus dem Haus, da diese Familie sehr stark zu Aggresionen neigt und ich ihn aber nicht wieder sehen wollte. Nun ja, er sah mich irgendwann trotzdem auf der Straße, weil ich ja auch nicht immer nur daheim sein wollte. Ich sagte ihm, dass ich zu meinem Ex-Freund zurück gegangen bin. Und er drohte mir diesen umzubringen und mich zu quälen. Ich ging zu seinem Bruder und so geschah es auch schon. Er kam hinterher und bat mich in das Nachbarzimmer zu gehen, da er mit mir reden möchte. Natürlich habe ich mir nix dabei gedacht und ging mit. Er schloss die Tür ab und steckte den Schüssel in seine rechte Hosentasche. Schupste mich und ich fiel aufs Bett. Ich hatte solche Angst. Dann machte er seine Hose auf. Ich denke, in diesem Moment war ich schon traumatisiert, denn ich konnte mich nicht mehr bewegen und habe nur gedacht. Darüber was gerade geschiet, was er macht und so. Er machte meine Hose auf, ich versucht meine Beine zusammen zu drücken, doch geschafft habe ich dies nicht. Er setzte sich auf meinen Bauch und hielt mit einer Hand meine Hände fest und mit der anderen zog er meine Hose bis zu den Kniegelenken runter und ja... er steckte seinen Penis in meine Scheide. Ich dachte nur, dachte, dachte. Ich habe darüber gedacht, was er macht, wann es aufhört, ob er mich umbringt. Ich hatte solche Angst, ich schriee hör auf, doch er tat es nicht. Ich weine und reagierte nicht. Dann fing ich an zu beten, denn das einzigste was ich konnte in dem Moment war meine Hände zu falten. Ich weinte und betete leise zu Gott, er sah das und sprang auf. Am nächsten Tag, war ich so naiv und ging wieder zu seinem Bruder und ich müsste es fast wieder erleben. Nach der Tat habe ich ein Jahr niemanden etwas darüber gesagt, bis meine Mutter eines Tages mein Tagebuch als letzte Lösung gelesen hat und mich darauf ansprach. Ich war mir damals auch noch nicht sicher ob es wirklich das war, was ich erlebt habe. Ich bekam noch Bedrohungen von der ganzen Familie, soweit das sie mir selbst gedroht haben meinen jetzigen Freund umzubringen (den ich seid 17 Monaten habe)! Meine Folgen des Schweigens waren, Bulimie, Ritzen, Drogen, Angstzustände, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Aggression und starke psychische Probleme. War jetzt schon über zwei Jahre in therapeutischer Behandlung, wobei ich sage, das mir das echt geholfen, jedenfalls auf manchen Arten. Ich ritze nicht mehr, nehme keine Drogen mehr, meine Aggression ist auch drastisch zurück gegangen. Konzentrations- und Schlafstörungen habe ich noch stark, doch da bin ich auch guter Zusicht. Die Bulimie habe ich soweit auch recht gut im Griff, ich breche nur, wenn ich mich wirklich übergessen habe oder wenn es mir richtig schlecht geht. Auch mein Freund hat mir sehr viel geholfen und tut es Tag für Tag. Ihm macht es nichts aus, dass ich sexuell nicht so in der Verfassung bin wie vielleicht eine Nicht-Betroffene. Im August habe ich nun die Gerichtsverhandlung und wenn ich ehrlich bin, ich habe Angst wie ich sie nie zuvor hatte. Es ist ein schreckliches Gefühl daran zu denken. Gerade das ich ihn im Saal sehn muss und meine Geschehnisse vor so vielen Meschen erzählen muss, zu dem ich kein Vertrauen habe. Doch ich habe mein Ziel vor Augen "er soll die Strafe dafür bekommen" Und das macht mir wieder Mut. Ich sage mir jeden Tag ganz heimlich "Anne du bist nicht Schuld, du bist nicht alleine mit deinen Problemen, mach das Beste raus" Und genau das versuche ich auch. Ich möchte einmal anderen Meschen helfen und geb mir sehr viel Mühe darin. Es macht mir Freude zu sehen wenn ich anderen helfen kann. Ja, ich denke ich bin auf dem richtigen Weg und auch wenn man mal über Steine gehen muss, dass Ziel ist trotzdem Nah. Ab September hole ich meinen Schulabschluss nach, ich hoffe ich werde das mit meinen Gedanken schaffen. Ich gebe mein Bestes und wenn es nicht klappt, dann habe ich es wenigstens versucht. Danke fürs lesen!

Mit ganz lieben Grüßen Anne

Ich hoffe, es hat euch was gebracht

meine geschichte20.06.2004 14:19
Name schnitzli
E-Mail seat_schnitteyahoo.de
ich möchte hier meine geschichte niderschreiben.
alles began als ich in die realschile kam. etwa in der 2. realschulklasse begann alles. meine mitschüler (die meisten waren ausländer) fingen an mich und meine mitschüllerinen anzufassen. es ging eine weille so bis eine mitschüllerin es unserem lehrer sagte! er sagte wen er jemals einen erwischt wird er ihn anzeigen onhne pardon! es nutzte etwas sie hörten zum glück auf! doch dann die schule war zu ende wie üblich machten die abschlussklassen eine party! ohne lehrer nur die schüler! natürlich gab es auch alkohol! da ich zm ersten mal alkohol gab brauchte ich nicht sehr viel und ich war total betunken! alle waren betrunken dien einten mehr und die anderen weniger! meine mitschüler nutzten das scharmlos aus! sie schlepten mich hinder die hüte und taten alles mit mer es waren etwa 7 schüler! damals war ich 15 und heute bin ich 19! etwa ein jahr lange verdrängte ich alles ziemlich gut bis der erste freund kam alles war wieder da!
ich fing an mich in die drogen zu sürtzen! das ging lange zeit so immer an parys immer voll gestopft von den drogen! bis ich aufhörte etwa vor einem jahr! dan fing ich an zu kiffen! vor etwa 3 monaten habe ich damit aufghört! aber ich muss sagen es ist verdammt schwer! damals war ich in meiner eigenen kleinen welt die drogen gaben mir soviel wie mer keine andere person geben konnte! und jezt so ganz clean! muss ich sagen es ist sehr schwer mit dem schmerz klarzukommen! ich merkte das ich hilfe brauchte! und ich ging zu einer beratungsstelle! Sie schauen für mich wegen einem teharpieplatz! und das ist gut so aleine komme ich einfach nicht merh klar!
ich weiss das ich auf dem richtigen weg bin!
und ich wünsche allen betroffenen ganz viel mut und voralem kraft ganz viel kraft! nehmt hilfe an! ihr braucht sie alle also nehmt sie an!

liebe grüsse schnitzli

Professionelle Hilfe rettet Leben09.06.2004 23:51
Name mary
E-Mail mary_haug2000yahoo.de
Seelenmord

Tage und Nächte
von Träumen zerrissen
die Träume
zerrissen von Schmerz
Angst
Angst vor Nähe
Angst vor Liebe
Angst vor der helfenden Hand
Seelenmord
Warum ?
Warum bringen Väter und Mütter
die Seelen ihrer Kinder um ?

Dieses Gedicht schrieb ich im Juni vor einem Jahr. Mitten in der schwierigen Arbeit überhaupt zu überleben. Ich mußte 40 Jahre alt werden, bevor ich überhaupt zum ersten Mal erleben durfte was Freundschaft bedeutet, was es heißt, über das Schreckliche mit einem anderen Menschen zu reden, jemanden zu haben dem ich und mein Schicksal wichtig war. Dieser Mensch hat mir geholfen mich nach 20 Jahren aus einer Ehe zu befreien die von Alkohol und Demütigung durch den Partner geprägt war. Natürlich war die Wahl des Partners schon beeinflußt durch die Demütigung, Vereinsamung, psychische und sexuelle Gewalt von früherster Kindheit an. Genau werde ich es wohl nie wissen, aber die Therapeutin ist der Ansicht, dass es frühkindliche Erfahrungen waren. Erinnern kann ich mich an die Geschehnisse zwischen dem achten und zwölften Lebensjahr. Erinnern kann ich mich auch, dass meine Geschwister, ob männlich oder weiblich allesamt ebenfalls betroffen waren.
Nach der Trennung wurden die Symptome immer schlimmer, ich wehrte mich vehement gegen Therapie und Psyhciater, ich doch nicht ! Es kam zu Selbstverletzungen, Alkohol- und Medikamentenexzessen und Suizidalität. Mein Umfeld konnte diese Störungen nicht mehr auffangen und zog sich zurück. Heute bin ich der Überzeugung,dass in diesem Stadium nur professionelle Hilfe rettet. Seit einigen Jahren bin ich nun regelmäßig in Therapie, Antidepressiva und Neuroleptikum konnte ich inzwischen wieder absetzen. Die Kombination aus Medikamenten, Therapie und guten Freunden hat mir das Leben gerettet. Das Thema Beziehungen ist für mich nach wie vor sehr schwierig und es gibt nur ganz wenigeMenschen denen ich vertraue, aber selbst das ist mehr als ich früher hatte. Die Arbeit an meiner Biografie und mir ist noch lange nicht abgeschlossen und es wird noch Jahre dauern, bis ich mein lEBEN ALS normal bezeichnen kann, wenn es überhaupt je ganz gelingt, aber ich haben die ERfahrung gemacht: Es ist zu schaffen ! Es ist verdammt schwer und unendlich langwierig, aber mit professioneller Hilfe ist es zu schaffen. Ich bin froh, dass ich heute wenigstens zu einem Arzt gehen kann wenn ich krank bin, dass ich im Beruf mit anderen Menschen umgehen kann ohne mich immer noch minderwertig oder gefährdet zu fühlen, dass ich auch Berührung durch Menschen zulassen kann ohne wegzulaufen. Aus meinen Erfahrungen der letzten Jahre kann ich nur jedem Betroffenen raten den Kampf aufzunehmen, ihn durchzuhalten mit dem Ziel ihn zu gewinnen!

Es ist wirklich zu schaffen!07.06.2004 18:06
Name Nicole
E-Mail NMaus3105yahoo.de

Hallo!

Auch ich möchte auf dieser Seite einen Beitrag leisten.Ich bin 23 Jahre alt und habe in Sachen Gewalt in der Partnerschaft auch sehr viel negatives erlebt.
Ich hatte fast ein Jahr lang einen Freund.Der war am Anfang ganz nett, total lieb.
Bis zu dem Zeitpunkt wo er "Ja" meinte und ich "Nein" sagte.
Er schlug auf mich ein.Er hat sich dafür entschuldigt und ich habe ihm geglaubt.Es ging einige Zeit gut.Dann prügelte er wieder los.
Er erzwang von mir Sex und Zärtlichkeiten und wenn ich nicht wollte schlug er mich und holte sich was er wollte.

Das ganze ging fast ein Jahr.Ich habe selbst im Sommer lange Pullover getragen damit keiner die blauen Flecken sieht......

Ich habe angefangen Schmerz-und Beruhigungsmittel zu nehmen.Habe kaum bis gar nicht gegessen.
Das lezte Mal als er auf mich einprügelte hatte ich Rippenbrüche.Ich bin zusammengebrochen und wurde ins Krankenhaus eingewiesen.
Selbst die Ärzte merkten was mit mir los war aber ich habe es nicht zugegeben.
Eine MItpatientin(für mich eine völlig fremde Person)sagte mir dann :"Das kann doch nicht der richtige sein, das hast du nicht verdient".
Wir saßen die ganze Nacht im Krankenzimmer und haben geredet.
Das muß man sich mal vorstellen, eine völlig fremde Person!

Als ich entlassen wurde habe ich seine Sachen gepackt und ihm vor die Tür gestellt.
Habe einen Schlußstrich gezogen und nochmal neu angefangen.
Eine ganze Zeit habe ich gedacht alle Männer sind so und habe niemanden an mich herangelassen.
Selbst als ich dann wieder eine Beziehung einging habe ich gedacht er sei genauso und habe keine Zärtlichkeiten zugelassen.Ich habe jedesmal gezuckt und bin ein paar Schritte zurückgegangen wenn er mich in dei Arme nehmen wollte.
Ich habe ihm meine Geschichte erzählt und er hat zu mir gehalten.Er hat mich unterstüzt und mir IMMER beigestanden.Das tut er auch heute noch.

Mittlerweile sind wir fast ein Jahr verheiratet.
Ich sage doch es ist wirklich zu schaffen.Das wichtigste ist das man über seine Ängste und Gefühle redet.Das ist schwer aber man schafft es sich zu überwinden.

Liebe Grüße Nicole.

Fast ein Jahr später-was weiter geschah...02.06.2004 22:03
Name Antje
E-Mail antjes-newsboxt-online.de
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir, was die meisten nicht haben:
ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nutzt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit-nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit-nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünschte, sie möge dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit um zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben! (Elli Michler)

Diesen Text habe ich mit einem Gedicht eingeleitet. Es ist eines meiner Lieblingsgedichte. Wer meinen letzten Text gelesen hat, weiß so éinigermaßen, was alles passiert ist, jedenfalls im Groben. Es ist jetzt fast 1 Jahr her und seitdem auch wieder viel passiert. Es war nicht immer nur positiv. Z.B. bin ich nicht mehr mit meiner besten Freundin von der ich berichtete, befreundet und habe einige Enttäuschungen erlebt. Ich hatte einen Rückfall und dachte, es beginnt nun von vorne. Aber das wollte ich nicht. ich wollte durchhalten und es alleine schaffen.
Ich stand mit meiner Geschichte bei uns in der Tageszeitung, mache jetzt eine überbetriebliche Ausbildung zur Bürokraft und habe mit dem Führerschein begonnen. das sind die wichtigsten Kriterien und Ziele, die ich mir gesetzt habe. Das Ziel nach der Ausbildung wird sein, dass ich unsere Stadt verlassen will, denn hier werde ich niemals glücklich sein... Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Mein Lebensmotto lautet: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg-und der Weg ist das Ziel." Daran halte ich fest, denn nur so kann ich es schaffen und eines Tages ganz gesund werden...
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