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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



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Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
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Von Ayda aus dem Gästebuch23.12.2003 12:10
Name Ayda
Hallo,

ich möchte allen sagen, das der Weg, den ihr geht,zu schaffen ist, egal wie alt man ist, egal wie und in welcher form man das erlebte versucht aufzuarbeiten. es ist ein licht am ende des tunnels, glaubt mir, ich selber kämpfe seit 10 jahren und es geht mir stetig besser!! auch wenn ich oft nicht mehr wollte, oft keine perspektive mehr gesehen habe, vertraut euch selber, man kann das erlebte nicht rückgängig machen aber man kann lernen damit zu leben, auch wenn es oft nicht so scheint, die menschen die euch begleiten, sind es wert weiter zu machen, die menschen die euch nehmen, so wie ihr seid, so wie ihr lebt, mit dem was ihr zu geben habt, glaubt an euch, verliert niemals den glauben an euch!!! auch wenn es oft weh tut, sind das die ersten schritte zur heilung und ehrlichkeit zu sich selber, es nochmal zu durchleben ist das härteste, der schlimmste prozess, aber es ist unvermeidbar, wenn ihr euch selbst finden wollt, es schmerzt, ich kann es nicht in worten fassen wie sehr es mir weh getan hat, aber es ist zu schaffen!!!ihr habt alle talente, ihr habt alle viel herz, ihr habt alle viel zu geben, sonst würdet ihr euch nicht hier aufhalten, ihr kennt euch besser, als ihr es euch selber manchmal eingestehen wollt, weil man angst vor dem schmerz oder den schmerzen hat, das vertrauen zu sich selbst, wenn man sich gefunden hat, stärkt jeden einzelnen schritt den man im leben geht!!! und es braucht zeit, verlangt nicht zu viel von euch selber, fangt alle an mit diesem tabuthema aufzuräumen, schämt euch nicht!!! es kann deiner besten freundin oder deinem besten freund passiert sein!!! helft wo ihr könnt!! sprecht das thema an, auch bei den menschen, die die augen davor verschliessen, ihr habt so viel zu geben und seid fachleute auf diesem gebiet, steht auf und kämpt und wenn man durch das reden und kämpfen nur einen einzigen menschen davor beschützen kann, das einem das passiert, der ist oder war es dann wert und hat die chance auf eine "normale" persönlichkeit!!! jeder kann es sein, der einem das antut!!! allen menschen guckt man nur vor den kopf, kämpf für die kleinen mäuse (kinder) die das recht haben auf eine starke persönlichkeit, auf slebstvertrauen und liebe nehmen und geben zu können. ihr habt so viel zu sagen, ihr habt so viel erlebt, macht es, vertraut euch, wenn ihr es noch nicht getan habt, an, denn nur dann ist die chance da, zu erfahren, wie schön das leben sein kann!!! macht euch nicht selber schlecht, ihr seid nicht die täter, ihr seid leibevolle menschen, ihr habt alle so viel zu geben und zu sagen, gebt es denen die es verdient haben und nicht dem der es war, nutzt diese zeit für menschen die euch brauchen!!!! ich sage nicht rettet die welt, aber macht sie alle ein kleines stückchen lebenswerter, vertrauter, schöner liebevoller und liebenswerter!!!

erst wenn ihr morgens mit einem lächeln in den spiegel schauen könnt
erst wenn ihr den täter beim namen und das erlebte, in ich form aussprechen könnt, ohne klinik, ohne kiffen, ohne tabletten, ohne alkohol,ohne sich selber weh tun zu müssen, ohne heul-oder magenkrämpfe, ohne therapeut, erst dann ist es fast geschafft und erst dann sollte man die kraft für andere aufbringen!!

ein guter freund hat mal zu mir gesagt:

kümmere dich erstmal um dich und deine probleme bevor du dich woanders reinhängst oder versuchst mit all deiner kraft anderen zu helfen

er hatte recht und dann kam der zusammenbruch

hilf dir erstmal selber dann wird dir auch geholfen

erst als ich den weg beschritten habe und gemerkt habe das es fast geschafft ist und ich zurück blicke, bin ich über meine kraftreserven erstaunt und erstaunt darüber wozu man als mensch in der lage ist


erst kommt ihr alle, jeder für sich, an erster stelle, weil es so viel kraft verlangt sich um sich selber zu kümmern, erst dann, wenn man in der lage ist sich um sich selber zu kümmern, kann mann reserven aufbauen, die man für andere dann aufbringen sollte und muß.

bitte versteht mich nicht falsch!!! ich rede hier nicht einfach bla, bla, und ich sage es mit einem lächelnden und einem tränenden Auge, ich bin ebenfalls den härtesten aller wege gegangen, erst heute kann ich manchen menschen zustimmen, wo ich oftmlas dachte, das ich bewußt verletzt wurde aber ich letzten endes nur die wahrheit nicht vertragen konnte.

ich habe noch sehr viel wut und trauer in meinem herzen aber ich lebe!!!


jiepieh ich lebe!!!!!!!!ich bin da!!! es gibt mich!!! ohne tabletten, ohne alkohol, ohne kiffen, ohne heul-oder magenkrämpfe, aber noch mit therapeut und das ist gut so, aber auch das ist irgendwann ein kapitel meines lebens, verdammte scheiße,meines lebens!!!!! und ich bin lebens-und liebenswert, zwar auf meine eigene art und weise, aber ich bin es!!!!


Partner als Mitbetroffene17.12.2003 14:35
E-Mail GF.Vorstand.DWOL-eVt-online.de
Ich bin seit 25 Jahren verheiratet. Seit ca 10 Jahren kann mich meine Frau nicht mehr umarmen und auch sonst keinerlei Zärtlichkeit mehr zeigen oder auch nur ertragen. Sie kann auch nicht sagen: "Ich liebe Dich“ oder in irgendeiner Weise Liebe bekunden. Ich war häufig verzweifelt. habe neben ihr im Bett gelegen und geweint. Ihre Reaktion war dann: "mach nicht so laut, sonst hören das noch die Kinder." Ich habe gedroht, gebettelt (z.B. besonders darum mit mir in eine Beratung zu gehen) , getrunken.... Im Urlaub vor 5 Jahren in einer extremen Situation hat Sie mir die Ursache genannt: Sie ist als Kind von ihrem Stiefvater (einem fetten, stets alkoholisierten, fast zahnlosem Tyrannen) regelmäßig vergewaltigt und missbraucht (z.B. Ich vermute zum Oralsex gezwungen) worden. Sie hat überlegt ihn umzubringen. Er hat seinerseits - was ich damals als Panne oder technischen Defekt gewertet habe- versucht in der einzigen Nacht, die wir zusammen in seinem Haus verbracht haben, uns mit Gas zu vergiften. Meine Frau hatte das, so sagt sie heute, seinerzeit gleich gewußt. Sie hat in diesen 25 Jahren jeglichen Kontakt zu allen Angehörigen ihrer Familie abgelehnt. Ich musste ihr versprechen mit niemandem über ihr Geheimnis zu reden. Es würde schon alles wieder werden. Es wurde nichts. Auch wir konnten nicht miteinander reden. Wenn ich es versuchte gab es immer zwei Reaktionsmöglichkeiten: a) sie sprach kein Wort mehr und zeigte sich völlig unbeteiligt, oder b) sie baute eine „Mauer aus Gegenvorwürfen und Beschuldigungen“ gegen mich auf. Die „Steine“ dieser Mauer waren Ärgernisse, die sich in 25 Jahren ansammeln, aber meist auch weit zurücklagen.
Dass sie vor unserer Ehe einen Schwangerschaftsabbruch hat vornehmen lassen, wusste ich. Bin mir aber nicht klar über die Vaterschaft des Ungeborenen.
Seit diesem besagten Urlab bettelte ich noch stärker um ihre Bereitschaft zur Beratung.
Als ich Ihr die Materialien von „Wildwasser e.V.“ vorlegte hat sie abgelehnt diese sich auch nur anzusehen. „Beratung niemals - eher würde sie sterben als das!“ so waren ihre Worte. Die Leute von Wildwasser meinten, unter diesen Umständen hätte ich wohl keine Chance. Das ganze Geschehen müsse zu ihrem Schutz verdrängt bleiben.
Meine Frau ist seit zwei Jahren Dialysepatient. Das Ihre Nieren nicht gesund sind, ist seit 25 Jahren bekannt. Mir kommt es seit langem so vor, als wenn nicht nur ihr Körper nicht mehr ausreichend organisch entgiftet wird. Irgendwie war das ganze Leben vergiftet. Ihr Leben, meines und das unserer Familie. Ich hab mich in Arbeit geflüchtet oder auch oft in Alkohol. Meine Kinder wendeten sich von mir ab. Nach überstandener eigener schwerer Krankheit habe ich erkannt, dass ohne eine Veränderung ein Leben in dieser Konstellation auch für mich nicht mehr erträglich und lebenswert ist. Mit 49 Jahren habe ich vielleicht noch eine Chance. Daher habe ich am Beginn diesen Jahres zu meiner Frau gesagt, entweder sind wir am Ende diesen Jahres ein Paar oder getrennt. Letzteres ist nach einem schlimmen Jahr jetzt eingetroffen und wir beginnen die Trennung unter Schmerzen und Schuldgefühlen (besonders ich) zu leben. Dankbar bin ich für die Eheberatung, in die ich allein gegangen bin. Das ich jetzt darüber schreiben kann und (an wenigen Stellen auch reden kann) ist für mich eine große Erleichterung.
Auch wenn ich einen Neuanfang mit meiner Frau ( es ist einen ganz tolle Frau und ich habe ihr unglaublich viel zu verdanken!) nicht mehr möchte, so wäre es doch mein Herzenswunsch wenn ihr aus ihrem Trauma geholfen werden könnte. Leider wird Sie alles ablehnen, was als „miteinander reden“ oder als „Beratung“ daherkommt.
Für Hinweise wäre ich dankbar. Meine E-Mail-Adresse habe ich angegeben.

Für Jenny15.12.2003 15:34
Name Lilli
E-Mail KnuddeIbaerchen1aol.com
Hallo Jenny !!!
Ich habe deine Geschichte sehr aufmerksam gelesen. Sie kommt mir bekannt vor...
Ich wünsche mir, dass du das Buch schreibst - wenn es irgendwann mal so weit ist und ich bis dahin noch lebe, hoffe ich auf Bescheid und werde mir das Buch sofort kaufen.
Ich bin sehr daran interessiert, vielleicht hilft es mir, zu verarbeiten.
Ich bin 13.
Ich hoffe auf dein Buch, ich hoffe, dass ich überlebe !!!
Lilli

zu :Jenny , das Leben lohnt sich trotz alledem01.12.2003 20:55
Name Karl
E-Mail K.Karl2gmx.de
Es gibt viel Literatur, auch von Betroffenen.
Jedes Schicksal ist so individuell.
Am härtesten ist es wenn es Inzest ist
und keiner hilft, niemand zum Reden da ist.
Da freut es zu wissen das es eine Lehrerin gab.
Wenn mein Lehrer dagewesen wäre hätte ich
nach einem Extremtrauma mit 12 jemand zum Reden gehabt.
So kam es das ich erst mit 48 zu reden begann.
Bei mir war es die eigene Schwester die 8 Jahre älter war.
Aber da gab es noch eine sache aus der Kleinkindzeit
wo es die eigene Mutter war.
Und eine Tat von Fremden die Eltern in der Hand hatten,
gegen die sie nichts unternehmen konnten in der DDR.
Ich habe den Tod gesehen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang
auf die Selbsthilfegruppe SIA aufmerksam machen.

Irreführungen heilen01.12.2003 11:40
Name Karl
E-Mail K.Karl2gmx.de
Ich bin bereits über 50 Jahre alt.
Ich wurde nach Extremtraumatisierung im Kleinkindalter zum
Schweigen verurteilt.
Mir wurde danach die Identität per Rufnamen geraubt, ich sollte verdrängen
ein anderer sein.
Die Identität hatte ich als Schüler der 1. Klasse erfolgreich zurückerkämpft.
Es gab weitere Verletzungen, niemand würde mir glauben, es sei
im Standesamt ( DDR) alles perfekt gemacht.
Nun stand ich mit einem Doppelrufnamen da den ich schon immer gehabt haben soll.
Der Gegenbeweis gelang mir 2002.
Ende der 60- er Jahre wollte ich das erlebte wieder verarbeiten,
mein Versuch wurde im Keime erstickt, ich wurde weiter verletzt
und wurde an den Tatort den ich mit noch 4 Jahren verlassen hatte,
Eltern zogen um ,
zurückgeführt und auf gemeine Weise getäuscht und irre gemacht.
Trotzdem machte ich Abitur,
trozdem studierte ich und zog es bis zum erfolgreichen Ende durch.
Ich arbeitete, hatte oft psychosomatische Beschwerden.
Keiner konnte helfen, Gastritis klang als Diagnose gut.
Seit den 80-er Jahren hatte ich mir das Ziel gesetzt
meine Biografie zusammenzufügen dies parralllel zur Arbeit oder
mit wenigen Tagen Krankschreibung.
Die Zeit reichte nicht und es fehlte mir eine geeignete Methode.
1999 begann ich zu reden, ich suchte einen Therapeuten
der etwas kann was ich nicht kann - er machte mit mir EMDR.
Es war eine Hilfe bis ich an den Punkt kam das Verletzungen
in immer früherem Alter zu Tage gefördert wurden.
Einem Baby stand er hilflos gegenüber.
Das war nicht einmal das Hauptproblem, es warten die Irreführungen die
bei mir nach Extremtraumatisierung erfolgten.
Es waren glaubhafte Lügen zum Tatort die mit
dem Verstand schwer auflösbar waren.
Selbst 2003 versuchten die Täter mich noch in die Irre zu treiben.
Ich habe die Wahrheit erkannt und konnte mich geistig heilen.
Nun stehe ich vor der "leichten" Aufgabe meine erlebten Verletzungen
seit der Embryonalzeit zu heilen.
Ich habe mich selbst zum Fachmann gemacht.
Ich schaue wo ich etwas von erfahrenen Fachleuten für mich
brauchbares entnehmen kann.
Es ist aber auch eine enorme Zeitfrage, neben einer Tätigkeit
geht es nicht - das muss man klarsagen.






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