Die Missbrauchte Seele Das Leben danach
Ich bin eine Erwachsene erfahrene Frau geworden. Ich bin am 07. Februar 1973 in Wiesbaden geboren. Als 2 älteste von insgesamt 3 Kindern bin ich überwiegend von meiner Mutter aufgezogen worden. In der Schule habe ich einen guten Start hingelegt. War in meiner Märchenwelt immer die Prinzessin und träumte von einer Welt von Tieren, Prinzen und Liebe. Nach außen war ich stets Hilfsbereit und führsorglich, nach innen sehnte ich mich nach Liebe und Fürsorge. Ich schwebte oft in meiner Welt und wollte diese Reale Welt nicht so wahrhaben wie sie mir gegeben wurde. Bevor meine Eltern sich scheiden ließen, haben wir einen Umzug auf den Bauernhof gemacht, ich war froh denn Bauernhof bedeutete für mich, Tiere. Mit meiner Oma ging ich regelmäßig in die Kirche, so glaubte ich sehr stark an Gott und Jesus und Engel und Himmel und das dazugehörige Paradies. Also machte ich mir keine weiteren Gedanken um die so schlimmen Geschehnisse und Ereignisse in meiner Familie.
Meine Oma, war in Wirklichkeit nicht meine richtige Oma, aber Sie hat meine Mutter schon als Kind aufgenommen und erzogen. Da meine Mutter keine richtigen Eltern hatten. In unserer Familie wurde nicht darüber gesprochen. Es war halt so. Leider verstarb sie nach einigen Jahren im Altersheim völlig alleine. Sie war die herzlichste Frau die ich in meinem ganzem Leben kennen gelernt habe. Ich konnte es ihr leider nie so sagen. Tanten und Onkels gab es wohl auch irgentwo da drausen in der Welt, aber mehr wie 2- 3 mal habe ich keinen gesehen. Wir bekamen tatsächlich ein kleines Schweinchen und Katzen auf dem Bauernhof. Mein Vater wollte nicht mehr mit uns zusammen leben und ging immer fort. Aber Opa besuchte uns, bis dahin wusste ich noch nicht mal dass ich einen Opa habe. Und wieder hat man es eben so hingenommen. Er ging mit mir in die Scheune und nahm mich auf seinen Schoss, er rieb sich an mir und sagte mir wie lieb er mich doch hätte… Obwohl er mich doch noch nie vorher gesehen hat. Ich dachte wohl das ist so bei Opas. Aber als ich dann sein Glied anfassen sollte bekam ich es mit der Angst zu tun, noch nie zuvor habe ich so etwas gesehen oder angefasst. Igitt. Meine Angst trieb mich zu meiner Schwester, von der ich erfuhr das Opa genau so „ lieb“ zu Ihr sein möchte. Wir sagten es meiner Mutter und Opa wurde von unserem Hof verbannt. Wortlos… Denn wieder wurde nicht darüber gesprochen, wahrscheinlich dachten Sie Ich wäre noch zu jung oder so. Aber es hat mich auch keiner davor gewarnt oder erklärt ob das richtig oder falsch war was Opa tat. Ich sah ihn nie wieder. Zu der Zeit war ich 5 Jahre alt. Es war der Adoptivvater meines leiblichen Vaters wie ich später erfuhr. Als mein Vater schließlich überhaupt nicht mehr Heim kam, zogen wir 3 Kinder gemeinsam mit unserer Mutter wieder in Die Stadt nach Wiesbaden. Mein Vater hat meine Mutter damals wegen einem 13 jährigen Mädchen verlassen, er dachte wohl zu dieser Zeit nicht an die Folgen die es haben könnte. Irgentwann haben wir meinen Vater dann in einer Haftanstalt besuchen dürfen. Es redete wieder keiner mit uns, warum und weshalb er dort einsaß. Es kam die Einschulung, ich habe in Religion und Sport immer eine Note 1 im Zeugnis gehabt. Eine Klassenkameradin bewegte mich deshalb dazu mit Ihr schwimmen zu gehen. Sie schwamm im Verein Namens DLRG. Ich ging brav mit und war stolz eine Vereinsschwimmerin zu sein und dazu noch eine gute. Meine Mutter lernte derzeit einige Männer seit dem Fortgang meines Vaters kennen. Einer war schlimmer als der andere. Ich erlebte Sie zum Teil unglücklich und völlig überfordert mit 3 Kindern durch das Leben zu gehen. Sie trank und Ihre Freunde auch. Manchmal waren wir alleine zu Hause und fanden das normal. Sie wurde oft vor unseren Augen misshandelt und grün und blau geschlagen. Niemand half ihr oder uns. Wir weinten um Sie. Einmal hätte Sie ein Mann fast erwürgt wäre meine Schwester nicht so Mutig gewesen ihm eine Schnapsflasche auf den Kopf zu schlagen. Wir verstanden es nicht. Sie versuchte immer irgentwie für uns zu sorgen, ich glaube sie liebte uns sehr, aber Sie war Krank und nervlich total überfordert. Meine ältere Schwester sorgte für uns und tröstete uns. Ich überredete Sie auch zum Schwimmen mit zugehen sie Tat es. Wie wir das doch bereuten. Einer Sehnsucht nach liebe und Annerkennung baute sich in mir auf, meine Mutter war Alkoholikerin, der Freund meiner Mutter trank mindestens doppelt so viel. So gab es einige Nächte mit Saufkumpanen auf dem Sofa. Und unsere Märchen von Prinzen und Prinzessinnen blieben unsere Geheimnisse. Zwischen Suff und Gewalt führten wir als Kinder ein Hin und Her. Mal gab es euphorisch viel Liebe mal erschreckend zu wenig. Satt wurden wir immer Auch wenn es nur das Essen war. und Freiheiten hatten wir zuviel. So dass keiner Mitbekam dass wir Kinder uns veränderten. Mein kleiner Bruder ist immer irgendwie mitgezogen worden. Er war ein ängstliches Kind, Mit großen blauen Augen und blonden Löckchen. Niemand beachtete Ihm so wirklich hatte ich das gefühlt mir tat er immer leid. Also schleppte ich ihn überall mit hin. Im Schwimmkurs lernten wir schnell und meine Schwester bekam ebensoviel Aufmerksamkeit wie ich, es war zuviel. Denn Unser Schwimmlehrer hatte uns so lieb, dass er sich uns schnell körperlich näherte. Er wusste ja dass wir aus einer zurütteten Familie stammen und froh waren über jede liebe Geste. Im laufe der Zeit wurden diese Übergriffe immer häufiger und ekliger. Ich wusste damals nicht das meine Schwester auch von Ihm sexuell belästigt wurde, dass kam erst viel, viel später ans Licht. Nun irgendwann trat meine Schwester aus dem Schwimmverein aus, Sie sagt mir nichts, Sie warnte mich nicht sie ging einfach und ließ mich allein. Ich bekam von diesem Mann alles was sich ein Mädchen mit 7 Jahren wünschte (Materiell) Er erklärte mir immer wieder und eindringlich dass alles unser Geheimnis ist und ich niemals darüber reden darf. Dafür bekam ich Geschenke über Geschenke. Jeden Mittwoch Pünktlich um 15 Uhr stand er bei meiner Mutter vor der Tür und holte mich zum Schwimmen ab, der Kurs begann aber erst um 18 Uhr. Niemand fragte mich was wir in der zwischen Zeit machten. Eine art Vater war er in zwischen für mich geworden. Ich war dankbar zu der Zeit. Beim Autofahren fasste er mir ständig zwischen die Beine, er fummelte immer irgentwo an mir herum. Ich empfand das nicht für schön, aber er redete es mir nach und nach ein. Nur richtig überzeugen konnte er mich nicht. Er forderte von Zeit zu Zeit immer mehr zärtlichkeiten von mir. Grenzen gab es bei ihm schon bald nicht mehr. Ich war seine Geliebte und wiederum sein kleines Mädchen, Seine Frau und Tochterersatz. Ich war zwischen Wirklichkeit und meinen Träumen am anfangt hin und hergerissen. Mit einmal sind die Träume der Prinzessin geplatzt wie eine Seifenblase. Nicht schlimm, denn ich glaubte ja so sehr an den lieben Gott und dachte an die Worte meiner Oma. „ Der liebe Gott sieht alles, du brauchst dich nicht zu fürchten.“ So dachte ich er Sieht auch was geschieht, und es wäre alles so richtig wie es ist. Das man mit 7 Jahren einen erwachsenen Mann befriedigt um seine Liebe zu beweisen, und dass alle Kinder ein Geheimnis haben mit einem Mann. Niemand darf darüber reden. Also tat ich es auch nie. Ich lernte früh eine Rolle zu spielen. In der Schule war ich derzeit fleißig und strebsam, zuhause ruhig und ordentlich, und verständnisvoll für die Trinkereien und Streitigkeiten meiner Mutter und Freund. Auch darüber durfte nicht geredet werden, wir Kinder schämten uns auch viel zu sehr es jemanden zu sagen. Wir brachten niemals Freunde mit nach Hause. Bei meinem Schwimmlehrer war ich stets die geliebte und schweigend tat ich meinen Dienst. Mittwoch für Mittwoch. Das schlimmste war, als er mir sagte dass wir in den Urlaub fahren, oh Gott 3 Wochen mit Ihm zusammen. Alles in mir zog sich zusammen, ich schweigte und fuhr mit. Diesen Urlaub vergas ich wie das meiste von Ihm niemals. Irgendwann fragte ich mich als schon über ein Jahr vergangen war, ob die anderen Kinder aus dem Schwimmkurs wohl neidisch auf mich waren, weil ich alles von Ihm geschenkt bekam. Anscheinend ja nicht. Jedenfalls muss ich meine Rolle gut gespielt haben, denn niemals sprach mich irgendjemand auf irgendetwas an. Die Abartigkeit und seine Sexuellen Wünsche wurden von Zeit zu Zeit immer unerträglicher. Ich hielt immer nur die Luft an dachte an den lieben Gott und hoffte dass es gleich vorbei war. Zuhause klagte ich regelmäßig Mittwochs schon beim Frühstück über Bauchweh, dass hielt dann bis nach der Schule an. In der Hoffnung meine Mutter sagte, dass ich heute nicht zum Schwimmkurs muss. Leider vergeblich. Er schaffte es immer wieder. Meine Mutter mochte Ihn sogar, weil er eine Art Ersatz Papa für mich abgab. So fürsorglich so hilfsbereit. Eben seine Art. Es folgte zu meinem Pech weitere Urlaube und immer wieder durfte ich mit. Ich weiß nicht warum ich dass alles über mich ergehen ließ. Warum nie ein Wort bei mir ausbrach. Warum niemand etwas je bemerkte. Im Urlaub saß er immer mit einer Gruppe aus unserem Schwimmkurs am Lagerfeuer und spielte Gitarre und sang das Lied „ Countrie Road, take me Home… So nett und vertieft,als könne er keiner Fliege was zu leide tun. Im Gedanken beim Lieben Gott versuche ich im Zelt einzuschlafen. Bis er dann zu mir gekrochen kam und sich an mich schmiegte. Ich tat was er verlangte und wusste insgeheim dass ich danach meine Ruhe hatte. Am Anfang hasste ich Ihn noch nicht, aber mit der Zeit überkam mich der Ekel und die Abneigung immer mehr. Trotzdem schwieg ich. Mittwochs hatte er immer dass gleiche Spiel für mich parat. Erst zu Ihm nach Hause, in seine kleine 2 Zimmer Dachgeschoss Wohnung danach ab in die Badewanne. Mit viel Schaum, da bekann dann unser Liebesspiel, enden tat es immer im Bett. Ich falsch herum auf meine knien vor Bett, die Decke über den Kopf gezogen. Die Decke sollte seiner Meinung nach dafür sein, dass uns die Nachbarn nicht schreien hörten. Mir jedoch diente Sie als Schutz, so brauchte ich Ihn wenigstens nicht anzuschauen. Danach Essen, und auf das Sofa, manchmal wollte er dann noch einmal von mir Oral befriedigt werden. Irgendwann kam er mit einer Nylonstrumpfhose zu mir und bat mich die jetzt immer beim Sex zu tragen. Das törnte Ihn wohl an. Ich dachte irgendwann daran, dass wenn jetzt jemand da wäre, er mir nichts mehr tun würde. Also beschloss ich meine Mutter zu überreden, meinen Bruder mit mir zum Schwimmen zu lassen. Gesagt getan. Mein Bruder durfte mit. Mein Schwimmlehrer, war sehr böse über meinen Plan und lies es mich auch spüren. Er fragte seit wann ich den Geheimnisse vor Ihm habe und ob ich Angst hätte. Er sperrte schließlich meinen Bruder in seinen Keller um ungestört mit mir zu sein. Er war skrupellos und schrak vor nichts zurück, auch wenn mein Bruder schrie und weinte da unter alleine im Keller. Ich verstand dass nicht. Ich verstand so wie so nichts mehr. Zu Hause wurde es immer unaushaltsammer, In der Schule sackte ich voll ab und bei Ihm war es die Hölle. Ich schwebte zwischen meinem Glauben und der harten Wirklichkeit. Irgentwas sollte sich doch bald ändern. Das ganze Schwimmlehrer Getue, dauerte fast 2 Jahre an, die längsten meines Lebens. Ich habe schon fast die Hoffnung verloren und wurde innerhalb 2 Jahre eine fast Erwachsene. Wenigstens hatte ich Sexuell schon mehr Erfahrungen als eine 20 Jährige. Ich hatte mich meinem Schicksal gebeugt als der liebe Gott meine Stimme erhörte. Meine Freundin musst nämlich auch zu spüren bekommen, wie der ach so nette Mann, ein dreckiger, ekliger Mistkerl war. Sie aber erzählte es nach dem Wettkampf am Edersee direkt ihrer Mama, dass war mein Glück. Denn blitzschnell wussten es alle Leute. Das führte dazu dass dieser Mistkerl sofort vom Schwimmkurs entlassen wurde. Meine Mutter sah ihn noch einmal in die Augen, ich kann mich daran erinnern das Sie ihm die Brille von der Nase nahm und Ihn einmal Ohrfeigte. Dann ging er für immer fort, dachte ich. Das große schweigen zuhause brach ein, wir redeten nicht mehr über diesen kleinen Vorfall. Niemand mochte mich verstehen, Niemand fragte mich wie es mir geht, und niemand bemerkte den Schmerz den ich in mir trug. Ich verdrängte es so gut es eben ging. Wie gewohnt ging das Leben auf der einen Seite weiter, aber auf der anderen hatte ich niemand mehr der mir sagte wie ich nun mit meiner sexuellen Erfahrung weiterleben kann. Niemand holte mich ab und krapschte an mir herum. Niemand wusste dass ich eine Frau war, jeder behandelte mich wie ein Kind. Dabei hatte ich doch gelernt, dass man sich Liebe und Zuneigung Kaufen kann. Geld für Sex und Geschenke für Zuneigung. Ein Spiel das sich in meinen späteren Leben sehr breit machte in meinem Kopf. Ich war trotzig und zerstört, suchte nach Liebe und Annerkennung. Ich wusste nur nicht wie ich das anstellen sollte. So wie es bisher gelaufen war, wollte ich es nicht mehr. Ich suchte rat bei erwachsenen, ganz unbewusst ging ich nur noch auf Erwachsene Menschen ein, teile ihre Meinung, Ihre Problem und Sucht. Ein lieber Nachtbar bemerkte meine reife, und nahm sich meiner liebevoll an. Er schenkte mir immer etwas Süßes, dasselbe tat er mit meinen Geschwistern. Also dachte ich mir nichts dabei, denn ich war doch schon erfahren. Eines Tages bedankte er sich für mein Dasein mit einem feuchten Kuss auf den Mund…. Igitt, er war bestimmt 55 Jahre alt und unrasiert. Wie gewohnt gehorchte ich ihm und schaute mir mit ihm gemeinsam Pornografien und Pornofilme an. Das war schließlich nichts Neues. Wie Verzaubert lies ich es abermals über mich ergehen. Bis heute frage ich mich was muss da mit einem nicht stimmen, dass man das alles schweigend zulässt???? Wir zogen irgendwann weg und er verstarb kurze Zeit darauf. Ich fing früh damit an Atemnot zu bekommen, meine Alpträume ließen mich nicht in ruhe. Der Arzt stellte die Diagnose „ Asthma“ Ich hechelte oft nach Luft und dachte dass ich ersticken müsste. Ich lebe immer noch. Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe. Jahre lang bekam ich Medikamente und Kuren für mein Asthma verschrieben. Niemand erklärte mir woher das kam. In ständiger Angst lebte ich mein Dasein. Meine Mutter ihr Lebenspartner machte eine Therapie nach der anderen um seine Alkohol Sucht in den griff zu bekommen, vergeblichst. Immer wieder kam das gleich dabei heraus. Wir Kinder waren es gewohnt, all die Tage der Verzweiflung meiner Mutter die ich doch so liebte. Nach der ich mich doch so sehnte. Sie floh mit ihrem Partner in die Sucht. Der Rausch hielt jahrelang. Bis Sie schließlich auch eine Therapie machte, leider auch nicht mit viel Erfolg. Nach etlichen 15 langen Jahren trennte Sie sich von Ihrem Partner. Das gab Ihr neuen Mut. Denn Sie hatte jahrelang schuldgefühle ausgehalten. Mit 3 Kindern und einem Alkoholiker das war zu viel. Sie selber kam aus einer zerrütteten Familie und war Ihr Leben auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. Ob Sie Sie jetzt gefunden hat weiß ich nicht. Mit tat es immer sehr weh, Sie so zu sehen. Am Ende und kaputt. Sie baute um sich herum eine Lügenwelt auf. Ich glaube so konnte Sie alles aushalten. Sie selber wurde als Kind missbraucht und das ist wohl der Grund warum Sie bis heute nicht mit mir über das Thema reden können. Im Gegenteil, ich denke jedes Mal Sie erstarrt zu Eis wenn wir das Thema anfangen. Es gab und gibt so viele Dinge jeden Tag die mich an diesen sexuellen Missbrauch erinnern. Es ist sehr schwer es zu verdrängen. Man bildet eine menge Menschen in einem. Man weiß irgentwann nicht mehr genau wer man eigentlich ist und was man eigentlich möchte und was nicht. Genau so verlief mein weiteres Leben. Wie im Rausch und Flug getragen von Träumen. Man darf der Realität nicht ins Auge sehen dass tut verdammt weh. Irgendwie wollte ich immer ein Junge sein, seit dem Missbrauch, denn Jungs sind stark und niemand tut ihnen so etwas an, dachte ich. Genau so lief es aber leider nicht, ich war und bin ein Mädchen und ich musste weiter leben. Mein Glauben an Gott behilt ich bis heute. Ich fing mit 13 Jahren an zu trinken und zu rauchen, etwas später nahm ich Drogen zu mir und auf einmal war die Welt wieder Bund. Auf die Schule ging ich irgentwann nicht mehr. Ich schaffte keinen Abschluss und brach etliche Lehrstellen ab. Mit 17 lernte ich das Innenleben der Jugendphsychatrie kennen. Alles Quatsch dachte ich, was wissen den die anderen Menschen schon von meiner Welt. Ich spielte meine Rollen fast perfekt. Wo ich auch war, es war immer eine andere die da sprach und tat. So habe ich mich für eine gewisse Zeit auch immer ganz gut geschützt. Niemand kam in das innere. Mit 14 hatte ich meinen ersten Freund, er war Gott sei dank nicht so einer der was Sexuelles von mir wollte. Er hatte gedult und war wohl selber noch nicht so weit. Als er nach 2 Jahren damit anfing ekelte ich mich vor ihm, dass ende war.. Er wendete Gewalt an und wollte die Liebe von mir erzwingen. Ich ließ es wieder über mich geschehen. Seine Eltern behandelten mich wie ihr eigenes Kind. Ich fühlte mich trotz Ihm zuhause. Ich klammerte mich daran. Ausgehalten habe ich dass nur im Rausch. Wir nahmen beide Drogen und lebten in den Tag. Kriminalität und Gewallt war unser ständiger Begleiter. Das ging dann 6 ½ Jahr so ein auf und ab. Als schließlich der Tag kam, an dem wir beide für eine längere Zeit hinter Gitter mussten. Es war gut so. Heute weiß ich das. In meiner Welt gab es keinen Platz mehr für Liebe oder ähnliches. Ich war ein Muster Knacki. Nach knapp 2 Jahren wurde ich entlassen. Im Freigang bekam ich regelmäßigen Ausgang in dem ich Kontakt zur Prostitution und Drogen hielt. Ohne meinen Freund ging ich also alleine durch mein Leben, die Jahre im Gefängnis brachten uns auseinander. Ich ging schließlich anschaffen um dass Geld zum Leben zu haben. Es war nicht schwer für mich, da ich eine Ausbildung dazu in jungen Jahren gut abgeschlossen habe. Ich habe gelernt für Geld und Materielles Liebe und meinen Körper zu geben. Ich tat es, wie eine Puppe ohne Sinn und besonderen Grund. Mir kam nie der Wunsch nach Zukunft oder so. Ich hatte keine Ziele, ich wollte nur überleben. Alle Menschen in dieser Szene hatten ähnliche Probleme sie verstanden mich sie hörten mir für ein bisschen Geld oder Drogen immer zu. Es war wie eine große Familie. Jetzt hatte ich das sagen wo es beim Sex lang geht. Ich bestimmte wie, wann und wie lang. Das war wie eine Sucht und Macht. Ich spielte Sie aus… Es gab derzeit keine Grenze. Beziehungen und Männer hatte ich genug in meinem Leben die mich schlecht behandelten, obwohl es nie Liebe war die ich empfand. Oft war es nur Angst vorm alleine sein.. Die Angst machte sich in mir breit.. An fast jeden Tag und bei fast jeden Freier konnte ich nicht aufhören an meinen Schwimmlehrer zu denken. Sein Gesicht brannte sich in meinen Kopf, diesen Geruch und diese Stimme werde ich wohl nie vergessen. Ich hasste mich und verletzte andere Menschen bewusst. Damit ich überleben konnte. Es gab keine Rache oder so etwas, aber es gab diese gewisse Angst weh getan zu bekommen. Oft fühlte ich mich wie magisch angezogen von kriminnällen und Süchtigen, Gewalttätigen Männern. Ich fiel immer wieder auf die gleiche Masche herein. Und wenn es mal einer wirklich erst mit mir gemeint hat, dann verstand ich die Welt nicht mehr und lief davon. Ich sah immer wieder diesen Scheiß Kerl in den Männern. Und schließlich hasste ich sie. Lieber tat ich es, bevor es ein anderer tut. Die Angst verlassen zu werden, bewegte mich immer dazu als erstes zu gehen. Ich fühlte mich nie zu hause. Hatte immer dass Gefühl ich muss hier weg. Konnte es nie lange an einem Ort aushalten. Ständig auf der Suche hetzte ich durch das Leben. Drogen, Prostition, Menschen verletzten und mich selber zerstören. Die Angst in mir wurde immer größer, fast unaushaltsam. Ich begann damit nicht mehr vor die Tür zu gehen wenn ich nichts Alkoholisches getrunken hatte. Später fuhr ich mit keinem Aufzug, ging in keinerlei öffentliche Verkehrsmittel oder Kaufhäuser. Das Leben wurde allmählich unerträglich. Nie konnte ich auch nur eine Minute alleine sein. Ich drohte zu ersticken. Hyperventilierte und drehte durch. Ich hasste jeztz nicht nur mich, auch das ganze Leben, was gar keines mehr war. Niemand konnte mir helfen. Ich verstand es selber nicht mehr und keine Person in mir kam damit klar. Diese Angst breitete sich unheimlich schnell in mir aus, und wurde riesen Gross. Man kann diese kaum mit Worten beschreiben. Man hört auf zu leben, und sehnt sich nach dem Tod. Einer befreiung der Angst. Sie kam immer heftiger und öfter und die Abstände wurden immer kürzer. Selbst der Alkohol half irgentwann nicht mehr. Manchmal fragte ich mich ob es besser wäre beim lieben Gott zu sein. Ich beschloss das leben zu beenden. Ich setze mich in mein Auto und fuhr durch die Nacht voll gepumpt mit Alkohol und Drogen. Ich fuhr und weinte bis ich an einem Baum landete. Danach folgte eine 4 Monatige Therapie. In dieser stationären Behandlung nahm man mich etwas auseinander. Ich lernte dass ich ein Mensch war. Ich konnte die Vögel singen hören, ich lernte anderen Menschen zuzuhören. Ich bekam zwar Tabletten um die Panikattacken unter Kontrolle zu behalten, aber Sie halfen mir die erste Zeit über das schlimmste hinweg. Nach ein paar Wochen, entdeckte ich mich dabei, dass ich auf der Suche nach meinem innersten wahrem ich war. Ich suchte und erlebte das Leben noch einmal. Diesmal aber bewusst und ich war so erschrocken darüber, das ich beschlossen hatte etwas zu ändern. Meine Erinnerung an die Zeit mit meinem Schwimmlehrer begleitete mich immer noch sehr stark. Er war wie ein Teil von mir. Ich lebte mit ihm. Ich konnte mich nicht befreien. Irgendwann musste man mich wieder entlassen und in das Leben zurück schicken. Ich stand da, mit halb aufgerissenen Wunden der Vergangenheit und neuen Plänen für die Zukunft. Ich erschrak wie kalt es doch da draußen ist. Ich fand mich noch nicht gleich zurecht und so ging ich wieder ein Stück in die Vergangenheit zurück. Es war ein gewohnter Weg. Schließlich begann mein Herz bei einem Menschen an wie wild zu schlagen. Ich kannte dieses Gefühl nur als Spiel. Ich blieb bei ihm und ging wieder fort, das wiederholte sich abermals. Ich hatte immer noch große Angst davor verletzt und allein gelassen zu werden. Ich wusste immer noch nicht genau wer ich war. Ich ging nicht mehr anschaffen. Nahm keine Drogen mehr, trank bedeutend weniger Alkohol. Warum weiß ich nicht, ich tat es einfach und es tat mir gut. Er war so verständnisvoll, hatte Geduld und hielt mich aus so wie ich war. Oft habe ich ihn verletzt und lies ihn alleine. Aber er empfing mich immer wieder mit offenen Armen. Sex war bisher nur ein Ding was ich in einer angemessenen Zeit tat. Ich fühlte nicht wirklich was dabei. Mit ihm war dass anders. Er ließ mich es spüren. Ich war ein Mensch und eine begehrenswerte Frau. Er liebte mich sehr und teilte treu jedes leid mit mir. Ich verliebte mich nach und nach immer mehr in ihn. Trotzdem bekam ich es mit der Angst und die Vergangenheit holte mich ein. Ich ging wieder und spielte das alte Spiel. Die Zeit ohne Ihn war schrecklich, ich sehnte mich so nach ihm. Irgendwann konnte ich mich endlich dazu durchringen zu ihm zurück zu gehen. Ich habe mich für ihn entschieden. Ich teile fast jedes Leid und Freud mit Ihm. Ich wünsche ich könnte ihn glücklich machen, so wie er es mit mir tut. Aber oft gibt es Situationen in der ich denke ich muss weglaufen. Einfach weg und ich weiß noch nicht mal wo hin. Ich möchte sehr oft alleine sein um nach mir zu suchen. Ich habe vor 2 Jahren eine Ausbildung begonnen, die ich jetzt abschließen werde, daneben habe ich eine Studium gemacht. Und einige Nebenjobs getätigt. Es hat mir verdammt gut getan und neue Kraft und ein Selbstbewusstsein geschenkt. Mein Leben hat sich der Prostitution und der Kriminalität abgewannt. Eine Arbeit habe ich auch schon gefunden und werde sie stolz tun. Was für andere Menschen ganz normal ist, bedeutet mir oft eine Welt. Ich erwähnte ja sehr oft dass ich den Glauben an den lieben Gott nie verlor. Meine Welt schien ganz in Ordnung als ich erfuhr das mein Schwimmlehrer noch weitere 64 Kinder missbrauchte kam in mir ein schreckliches Gefühl hoch. Meine Schuldgefühle wuchsen. Ich dachte mir wenn ich doch nur damals was gesagt hätte wie meine Freundin, wäre dass vileicht nicht passiert. Es ist nun schon 3 Jahre her als ich das erfuhr, aber der Gedanke er sitzt für all diese Schandtaten 8 Jahre im Gefängnis lies mich erneut hassen. Das ist nicht fair. Er hat so viele Menschen kaputt gemacht und er ist so krank, dass kann man nicht heilen. Ich weiß dass ganz genau, denn ich kenne ihn. Wer schützt die Kinder vor Ihm wenn er wieder draußen ist? Gedanken über Gedanken… Ich träumte oft von dieser Zeit mit ihm. Ich habe mich viel mit dem Thema missbrauch beschäftigt. Habe versucht noch eine Ambulante Therapie zu machen, aber ich kam nicht sehr weit mit meinem Therapeut. Selbstzerstörung, ist die beste Therapie…. Ich versteifte mich ins lernen für meine Ausbildung und Studium. Es gelang mir auch sehr gut. Ich erreichte die letzten 3 Jahre sehr viel. Ich holte sehr viel nach. Machte außerdem noch meinen Führerschein, trieb Sport und Betete regelmäßig. Es ist inzwischen viel Zeit vergangen seit dem Missbrauch, genaugenommen 23 Jahre. Ich bin nun eine wirklich erwachsene Frau geworden, in der tief innen noch ein kleines Mädchen wohnt. Manchmal weint diese Mädchen noch und schreit nach Liebe. Doch wenn man heranreift lernt man mit gewissen Bedürfnissen ganz gut umzugehen. Bewegt dieses Buch zu schreiben hatte mich ein bestimmtes Erlebnis: An einem verregneten Tag im April, ging ich meinem Hobby dem Trödelmarkt nach, mein Mann hatte keine Lust mitzugehen, also ging ich alleine. Es war wegen des Wetters nicht besonders viel los, also konnte man gut den überblick behalten. Da war er, er stand genau vor meinem Stand und blickte mir für einen kurzen Moment in die Augen. Ich war erstart das er sich nach 23 Jahren kaum ein bisschen verändert hat. Ich rief seinen Namen, er drehte sich um und schaute wer gerufen hat. Ich Antwortete nichts, ich schwieg wie immer und erstarrte. Ich war so geschockt, dass ich meinen Mann anrief. Ich packte ruck, zuck meine Sachen zusammen und verfolgte ihn. In diesen Momenten schossen mir 2 Millionen Gedanken durch den Kopf. Der ganze Film spielte sich ab, ich spürte keinen Regen mehr und ging immer näher an ihn heran. Töten, schreien, weglaufen, Weinen. Es war wie Karussell fahren. Als ich vor ihm stand, sprach ich ihn mit seinem vollen Vor und Zunamen an. Er war erschrocken und fragte schnell wer ich den bin. Nach kurzen hin und her konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Ich sagte ihm was für ein schrecklicher Mensch er doch sei. Ich sagte alles schlimme was mich all die 23 Jahre begleitete und bedrückte. Ich zitterte am ganzen Körper. Er sah mich an und sagte mir wie Leid es ihm doch täte, er wüsste was er getan hätte. Er wiederholte immer wieder wie sehr es ihm doch Leid täte. Er Würde jetzt seit 5 Jahren in einer geschlossenen Therapie sein und dort hätte man ihm geholfen. Ich glaubte das nicht. Nie kann man so einem Menschen helfen, ich dachte an all die Kinder, die unter Ihm gelitten hatten. Und an die die es vileicht noch werden. Ich kann nicht verstehen warum man so eine Bestie frei herum laufen lässt, den wer weiß den schon ob er nicht schon wieder auf der Suche nach neuen Opfern war an diesem tag. In der Therapie sollte ich mich nicht all zu viel mit dem Thema auseinandersetzten, sondern eher damit, wie das Leben weitergehen soll. In der Form, neuer Zielesetzung u.s.w. Irgentwie schlittert man immer wieder dort hinein. Man paddelt bis zur völligen Erschöpfung nach vorn, plotzlich ein Sog nach Hinten. Und wieder beginnt man von Vorne. Ein Kreislauf, dem man nur schwer entkommt, wenn überhaupt. Ich hatte nur ganz selten dass Gefühl allein zu sein, ständig fühlte ich mich beobachtet, obwohl niemand da war. Die Angst verfolgt zu werden, ist nie richtig von mir gegangen. Aber ich weiß auch nicht genau, ob es nicht die Angst vor ein und der selben Person in mir ist. Wieviele in mir Wohnen kann ich nicht sagen, nur das Sie lernen müssen miteinander klar zu kommen. Einem Kind, seine Kindheit wiederzugeben ist nicht möglich, nachholen lässt sie sich leider nicht mehr. Mein Täter ist das Spiegelbild von einer Person in mir. Ich habe ihn dauernt versucht zu verstehen. Wiso, weshalb, warum??? Oft dachte ich daran, ob es mir besser ging wenn ich ihn töten könnte, wenn man ihn entmannt. All diese Gedanken, taten mir hinter her nur selber weh. Weil man sich selber zum Täter macht und auf der anderen Seite ein Opfer ist. Ich hatte viele Opfer in meinem Leben, die unter mir gelitten haben. Doch immer wieder hatte ich danach ein beruhigendes Gefühl, eine Art genugtuung. Kaum zu glauben, was man fertig bringt. Ich habe eine große Verantwortung den anderen Kindern gegenüber, denn ich muß Sie vor Ihm schützen. Ich werde nicht fertig mit ihm sein, bis ich weiß er tut niemandem noch etwas an. Ich glaube auch nicht an eine Heilung solcher Täter, den die sexuellen Triebe der Natur, leben in einem. Niemand würde von heute auf morgen, seinen persönlichen Trieb abschalten können, auch wenn man es noch so will. Ich denke bei ihm ist es Die Staatsanwaltschaft, die ihn davor vileicht die letzten Wochen seit seiner Entlassung davor bewahrt hat. Aber nicht sein innerer Schweinehund. Er ist eine Gefahr für Kinder. Ich kenne ihn in und auswendig, seine Tricks und Gedanken. Seine Perversion, seine Vorlieben. Er lebt in mir. Ich habe mich entschlossen anderen zu helfen, aber dafür muß man sehr stark sein. Auf gut Deutsch, ein leben danach gibt es, aber ob du da noch du selber bist bezweifele ich. Den ich weiß nicht mehr genau wer ich mal war. Und wer ich geworden wäre, wenn das nicht passiert wäre. Mit Hilfe von Therapien für Täter, schmeißt man nur Geld heraus, das ist meine ehrliche Meinung. Therapie für Opfer sind anstrengend und mühsam. Aber Sie können einem ein Pflaster über Wunden kleben. Wie bei einer alten Puppe, die man nicht mehr gebrauchen konnte wenn Sie kaputt oder Verunreinigt war. In einer Ecke vor sich rumgammelt wartet man darauf ein Prinz kommt und hebt Sie auf und wäscht den Dreck von ihr ab, kleidet sie neu ein und beschäftigt sich mit ihr. Niemand hört ihre Hilferufe, nur ein gewisses Gespür von Menschen kann ihr helfen, aus der Ecke heraus zu kommen. Ich hatte etliche Umzüge mitgemacht und dachte an jedem anderem Ort, kann ich vergessen was vorher war. Ein aufwendiges, Teures und umständliches denken. Da es natürlich nicht so war. Ich wurde immer mit meinen Gedanken begleitet auf meinen Wegen durch die Welt. Es ging immer nur eine Zeitlang gut, danach kam alles wieder in mir Hoch, das alte Spiel hatte begonnen und ich ging dann wieder wenn ich es nicht mehr aushielt. Ich lernte verschiedene Menschen kennen, eine Zeitlang konnte ich auch mein verkorkstes Leben und meine verkrüppelte Seele verborgen halten. Nach außen tat ich immer so als ob ich ein starker, selbsbewußter unnahbarer Mensch wäre. Aber sobald man mir hinter die Fasade blickte, war ich schon wieder über alle 7 Berge. Einfach so ohne mich zu verabschieden. Ich glaube sehr viele Menschen haben unter meinem Verhalten sehr gelitten. Es tat mir auch immer leid danach, aber ich konnte nicht über meinen Schatten springen. Die Wahrheit ist einfach zu hart. Wer würde sich schon mit einem solchen durchgeknallten Kopf auseinander setzen wollen. Die verschiedenen Personen in einem und den Schmerz, treiben einem zum Wahnsinnn. Von einer Minute auf die andere kann man aus einer Maus einen Elefanten machen. Die Fröhliche und nette Art wird dann zum miesen Biest. Männer sah ich grundsätzlich als meine Feinde. Ich bekämpfte sie. Als erstes lockte ich Sie an, als sie dann vertrauten und Gefühl gaben, schlug ich drauf wie verrückt. Hinter meinem Gesicht verbarg sich ein Monster dachte ich oft. Ich wollte doch nicht so handeln, aber ich konnte nicht anders. Irgentwie war das Spiel nicht zu stoppen, ich wollte doch nicht verlieren. Ich Tat Dinge in meinem Leben, die ich nicht verstehen kann, bis heute dachte ich über verschiedenes nach. Aber ich kann immer wieder nur sagen, dass ist der innere Schutzmechanismuss den andere Menschen zu spüren bekamen. Ich konnte seither immer schlecht mit Niederlagen umgehen. Emotional und Materiell. Es baute sich in mir ein unheimlich starker Wille auf, der erreicht werden musste, ansonsten hielt ich mich für einen Versager. Eben ein nichtsnutz, die alte dreckige Puppe aus der dunkelen Ecke. Viele Menschen suchten Kontakt zu mir, die meisten leider Körperlichen, dabei wollte ich doch nur verstanden werden und reden. Ich hatte schon aufgegeben daran zu glauben, dass Männer auch Weinen können und Gefühle haben. Man auch einfach nur mir ihnen reden kann. Es gibt bis jetzt einen den ich kennen gelernt habe. Meine Geschwister die ja aus gleicher Familie stammten, haben sich völlig unterschiedlich entwickelt. Meine ältere Schwester hat früh geheiratat ist von zu Hause fort gezogen und ist Mutter von 2 hübschen Jungen geworden. Eine fast Bilderbuch Familie denkt man von außen. Sie gibt nach außen auch das Bild der Starken unnahbaren Frau von sich. Selten redeten wir über unser Geheimnis. Mein jüngerer Bruder, erlebte fast die gleiche Laufbahn wie ich das tat, er Trank sehr früh, nahm Drogen zu sich, schaffte keinen Abschluß auf der Schule. Keine Ausbildung hielt er durch und auch keine Arbeitsstelle. Er lebt leider immer noch so. Er möchte keinen Kontakt zur Familie haben. Das verstehe ich, denn das ist seine Art zu verdrängen. Die konfrontation ist in der Familie einfach zu groß. Einmal war ich völlig verzweifelt und wollte mich auf die Wahren hintergründe meiner Vergangenheit machen, dabei suchte ich auch bei dem ehmaligen langjährigen Freund meiner Mutter. Er hatte schließlich noch keine rechtfertigung für sein Verhalten und unterlassener Hilfeleistung abgegeben. Ich verlangte eine Erklärung, ich wollte wissen, warum alles so gekommen ist. Wie sie sich sicher denken können ist es mir nicht gelungen. Nach 15 Jahren unter einem Dach leben und die Qualen ertragen müssen, hat er mir gesagt, er möchte keinen Kontakt mehr haben. Verdammt noch mal, jeder lief davon, alles glitt mir aus den Händen. Wie oft habe ich den Halt verloren. Nichts erfuhr ich von meinem leiblichen Vater, meine Mutter und er machten sich gegenseitig nieder. Jeder redete sich nur irgentwie seine Schuldgefühle von der Seele. Ich gab es schließlich auf, abfinden damit konnte ich mich bis heute noch nicht so richtig. Aber weiter zu bohren, könnte absolut nicht gut sein. Ich spüre instiktiv eine Stille der Verzweiflung in unserer Familie. Obwohl ich meinen jüngereren Bruder abgöttich Liebte, musste ich ihn gehen lassen bis vor die Hunde. Wissen Sie wie weh das tut? Man geht fast mit vor die Hunde. Der eigene Schmerz und der eines anderen zusammen zu tragen hat mich aufgefressen. Ich war mit meinen Gedanken ständig bei anderern Problemen, für die ich so leider keine Lösung hatte, ich kämpfte dennoch. Gegen den Wind. Ich verlor. Damit bekam ich ständig mehr abstand zu meiner Familie. Ich sehnte mich innerlich nach einer Harmonie und Geborgenheit in der Familie. Deshalb war ich auch immer so entäuscht wenn ich aufhörte zu Träumen. Das wirkliche Leben mit seinen Träumen zu tauschen ist ein Hartes Geschäft. Man kann nicht einfach umtauschen gehen, wie bei einem vergriffenem Artikel. Nein, man tappt so lange im dunkelen auf der Suche nach einem Weg. Diesen Weg kann man vorher nicht mal erkennen, ob es der richtige ist. Nein man fährt absolutes Risiko. No Risc, no fun. So ist es mir ergangen, ich kann mein Leben niemals einem anderen Menschen in die Hände geben. Nicht mal für 1 Sekunde. Das schränkt oft ein, weil ich immer die Kontrolle behalten muß. Eine Reise in einem Flugzeug ist für mich leider nicht mehr zumutbar. Ich stehe solche Ängste durch, ein Pilot allein hat mein Leben in der Hand. Nein das packe ich nicht. Noch nicht. Mit dem Bus fahre ich wieder, ich fahre auch mit Aufzügen und Rolltreppen. Bewege mich in Kaufhäuser und stelle mich an lange Kassenschlangen an. Man kann viel an sich arbeiten um das wieder in den Griff zu bekommen. Fast alles kann man bewältigen. Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass man sich der Angst stellen muß. Ich lernte damit zu leben. Die Angst ist viel kleiner wie ich geworden. Ich bin stärker als Sie. Fast immer. Jedes Kind hat schon einmal das gefühl im dunkeln Keller erlebt… So ähnlich. Man geht als Erwachsener Mensch auch in den Keller ohne Angst. Dieser Mann der mir das angetan hat, lebt in einer kleinen Ecke in mir. Ich warte nur darauf das er herauskommt und sich stellt. Er hat auch Angst, große Angst vor mir. Als ich ihn neulich traf, bekam ich es deutlich zu spüren, er war so nah, so vertraut. Wie ein kleines Kind das Angst hat, ich habe ihn einfach gehen lassen. Was ich auch wieder nicht verstand. Den eigentlich wollte ich ihn doch verletzen. Vileicht sogar Töten. Ich denke seit dem Tag nur noch an ihn, in mir läuft eine Uhr. Es gibt kein Ende, nur einen neuen Anfang. Ich glaube Gott wird ihn bestrafen. Durch meine Erfahrungen bin ich unheimlich stark geworden. Mein Weg gehe ich immer noch, aber mittlerweile ist da ein Licht. Ich kann schon etwa sehen was kommen kann. Ich habe leider keine eigenen Kinder, es hat bestimmt seinen Grund. Den ich selber muß Erwachsen genug sein um ein Kind zu bekommen. Die Vorstellung von einer Familie lässt mich lachen und Hoffen. Es gibt so viele Dinge die ich noch nicht kenne und erlebt habe. Darum kommt mir das Leben auch jetzt sehr spannend vor. Ich freue mich auch auf mein Leben. Ich Lebe wieder. Es hat einen Sinn bekommen. Auch wenn ich das niemals für möglich gehalten habe. Ich Lebe und zwar jetzt…. Ich wünsche allen das Sie zurück zu sich finden und den Wahren Sinn des Lebens endecken. Ich wünsche euch Glück
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