Sorry, ohne Javascript steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung!

Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

Lernen02.04.2003 11:00
Name Birte
Erfolgreich sein, neue Dinge lernen, den Kopf frei haben für Sachen, die nichts mit Missbrauch zu tun haben, das war vor nicht allzu langer Zeit noch völlig utopisch für mich.

Seit Februar geh ich wieder zur Schule, möchte vielleicht Abi nach machen aber mindestens die Fachhochschulreife schaffen. Mit riesiger Nervösität hab ich die ersten Klausuren geschrieben und mit bangen die Ergebnisse abgewartet.

In allen bisher geschriebenen habe ich gute bis sehr gute Leistungen erbracht. Ich bin da sehr stolz drauf, was auch ein neues Gefühl ist, stolz zu sein auf das, was ich geschafft habe.

*strahl*

Birte

Man könnte es kurz machen :-)26.03.2003 08:00
Name LaLoba=Carla...
E-Mail TheCats1966gmx.de
Website http://www.beepworld.de/members32/carlaslebensgalerie/
Mit "Man könnte es kurz machen", meine ich..."Ich LEBE" oder "Ich LEBE wieder"

Ich lebe wieder, spüre mich...spüre mich fast schon wieder als ganzes.

Als es meiner kleinen Tochter beim letzten Herzrasen sehr schlecht ging und ich sehr stark am abrutschen war, wurde mir aber hinterher bewußt...ich habe mich gespürt, habe Angst, Wut, Hilflosigkeit, Traurigkeit gespürt...aber auch Freude gespürt, lachen können mit ihr. Ich habe alles gespürt...in dem Moment noch chaotisch, aber alle Gefühle als "meine" empfinden können.
Für mich eine wahnsinns Erfahrung, trotz allem...ich hatte nicht mehr das Gefühl irgendwie in der Mitte zu stehen und hilflos in diesen fremden Gefühlen gefangen zu sein, sondern es waren meine Gefühle und ich konnte mit ihnen umgehen.

Keine Angst mehr in diese lähmende Dunkelheit zu rutschen, nicht mehr im Nebel zu versinken...ich bin zwar abgerutscht, aber "in mich rein" und nicht von mir weg (so fühlte sich das an)...

Ich lebe wieder, ich kann viel offener auf Menschen zugehen, auch auf Menschen die ich nicht kenne/gerade erst kennenlerne...ich bin viel offener zu Menschen die ich kenne...schrecke nicht mehr vor Berührungen zurück, sie machen mir keine so große Angst mehr.
Es fühlt sich nicht mehr wie Masken an...ich bins selber, die da kämpft, lacht, weint, schreit, redet, jemanden berührt, sich berühren läßt und vieles mehr.

Ich habe Karate gemacht (will ich wenn ich wieder Zeit dafür habe weitermachen), fahre Motorrad, verkaufe meine Bilder etc., ich habe mich aus meinem Gefängnis befreit, in meiner Mauer sind nicht mehr nur Fenster, sondern nach allen Richtungen hin...Türen.

Manchmal brauch ich noch etwas Zeit um mich an mich gewöhnen zu können...manchmal brauch ich auch quasi einen Tritt in den Hintern um weiterzumachen (was meine Freundin gerne übernimmt *g*)...aber ich weiß, ich mach (geh) weiter...

Geholfen haben mir viele...Ihr hier auf der HP (jeder auf seine Art), meine Therapeuten, mein Mann, meine Freunde, meine Kinder...und ich mir selbst, meine eigene HP...und andere HPs...es war ein langer, harter Weg bis hierhin und noch liegt ein langer vor mir...aber ich weiß ich werde es schaffen :-)


An dieser Stelle "allen" ein liebes Danke :-) dafür...und mir selber, meiner Seele auch ein liebes Danke, das sie mich nicht aufgegeben hat :-)
Alles Liebe allen,
Carla...

Ehrenwallsche Klinik (geschützte Frauenstation)20.03.2003 10:26
Name Cappuchino
So habe mich nun mal dazu entschlossen, hier auch mal reinzuschreiben, allerdings werde ich meinen Erfahrungsbericht splitten, Für mich ist dies momentan alles ein erster schritt, das heist, einen heilungsbericht zu schreiben, wäre in meinen augen noch zu früh. Da ich aber mehrmals im chat angesprochen wurde, wie es denn da in der Klinik ist, wie es mir geht, was man dort machen kann, und und und, denke ich, das es doch hilfreich ist, das hier einmal reinzuschreiben, als 20 mal in den chat. :o)
Meine Aufnahme in die Ehrenwallschen Klinik, habe ich mir sehr schlimm vorgestellt, da mein Weltbild von Psychatrischen Kliniken sehr stark negativ geprägt war. Doch schon bim betreten, entstand bei mir nicht die angst die ich sonst hatte, wenn ich eine klinik betrat. Mein innerliches gefühl signalisierte mir ein stück sicherheit, das auch durch das ruhige auftreten von schwestern und ärtzten nur wiedergespiegelt wurde. Es wurden dort auf meine Grenzen geachtet. Nichts wurde Übertreten. Ich wurde als "Mensch"aufgenommen. Nicht als Nummer oder ein Stück papier. Bei der Aufnahme wurde mir mein Zimmer gezeigt, das, wie sich rausstellte bald ein sehr guter ort war, um sich zurückzuziehen. Ich muste niemanden dort von anfang an erzählen, warum ich in die klinik kam, was mich belastet. Ich durfte mich in ruhe erst mal an das gewöhnen, was nun erst mal auf mich zukam.
Meine ersten Ängste kamen auf, als es abends Abendessen kam. Dazu muste man sich in einen Speisesaal setzten, mit vielen anderen Frauen. Ich hatte panische angst davor. Aber anstatt mich dazu zu zwingen, oder auf mich einzureden, brachte man mir das essen in den Aufenthaltsraum. Das hatte mich echt umgehauen. Wieder fragte niemand, oder ging mir auf den kecks, ich muste mich nicht rechtfertigen. Man gab mir zeit, schwieg und verstand. Das gab mir das erste bischen vertrauen in die klinik. Man hatte hier also keinen handlungs-und Zugzwang. Meine Ängste wurden in vielen sachen angenommen.
Aber apropo essen....:o).....das ist dort wirklich "erste Sahne". es wird von einem 3 sterne Koch gepruzelt, und die auswahl ist auch nicht gerade klein. Kann man also nur empfehlen.
In der Ehrenwallschen Klinik giebt es...(aber nur wenn man selber möchte) ein umpfangreiches Angebot an Therapien. Man Kann sachen machen, die der Körper einfach nur vermisst hat und vielleicht nicht nur der. Aber das hier alles aufzuzählen ist wohl doch etwas viel. Aber zwischen, ADL, schwimmen, Fango, Massage, Sport und spielegruppe, und und und, möchte ich gleich sagen, das es dort KEINE Gesprächstherapie giebt, das heist geben tut sie sie schon, aber nicht auf der geschützen.
Was auf jeden fall super ist, das man dort immer jemanden zum reden hat wenn man einen braucht. Man braucht eigentlich nur den mut mal jemanden zu fragen, ob dieser gerade zeit hat. Das ist die einzigste Hürde. War sie für mich zumindestens. Ich kann sagen, das man in der Ehrenwallschen klinik, keinem "Psychoartzt" begegnet, sondern das unter diesen Kittel tragenden Wesen, auch Menschen sind, die nicht auf der Seele des einzelnden rumtrampeln.
Ich denke einfach mal, das für mich es am allerwichstigsten war, das meine grenzen nicht übertreten oder übersehen würden. Sondern sie aktzeptiert wurden. naja denke mal genug vorteile von der klinik geschrieben habe, so jetzt mal zu den Negativen, die ja eigentlich normal sind.
Also ..rauchen auf den Zimmer nicht erlaubt :o), jeden Früh um 7.00 uhr wecken, und zwar durchgehend, von Montag bis sonntag. Um 22.30 ist bettruhe. Rauchen im Raucherzimmer auch nur bis 22.30. Aber ich denke mal, das man ziemlich leicht, in die tasche stecken kann, wenn man sieht, wie man in der klinik behandelt wird.
Was mir allerdings noch einfällt ist, das die Station auf der ich war, Verlegt wird, Die heimische Atmosphäre wird dort nicht mehr so gegeben sein. Die Räume sind dann dort alle weis, auch die Gänge. Es wird dort dann aussehen wie in einem Krankenhaus. Aber die Ärtzte werden die selben bleiben, und denke anderster sollte das nicht sein. Im Übrigen rennen dort nicht nur "verrückte" rum, wie in was-weis-ich für anderen kliniken. Das kann teilweise auch richtig angenehm sein. Das wichtigste ist,
"ihr könnt-müßt aber nichts machen"! Allerdings würde ich an eurer stelle so ziemlich alle angebote annehmen, die ihr bekommen könnt. Sonst verpasst ihr noch was. :o)
Im Großen und ganzen kann ich mal einfach so sagen, das mich der Aufenthalt in der Ehrenwallschen kLinik weiter gebracht hat. In dieser Zeit habe ich vieles gelernt, und habe auch dort Entscheidungen treffen können, die begonnen haben mein Leben zu verändern.

ich habe den Mut19.03.2003 11:19
Name henrich
E-Mail amintahenrichgmx.net
Ich bin soweit daß ich ihm hase und nicht mehr hinter ihn trauern muß,es tut nicht mehr weh.
Seelige, emotionale, finanzielle und körperliche Ausbeutung, dass lasse ich mir nie mehr gefallen.
Zu mir brauchst du nie wieder zu kommen,die Tage sind vorbei wo du deine Macht über mich ergehen lies.
Ich habe auch keine Reue deine Name zu sagen du eckeliger Wurm du heißt *** und wohnst in ***, soll jeder andere wissen was für eine du bist.
Du bist eine Flasche, ein Versager der mit seinem Unfähigkeit zum leben selber nicht fertig wird, und dafür mich bestraft hat, du hast mich bestraft weil ich da war und viel besser als du zu Recht gekommen bin. Und du behauptest ein Unternehmer zu sein EIN BETRÜGER bist du! dU nutzt allem die in deine Nähe kommen lutschst die aus und wirfst du weg als ob die Müll wären.
Eins sage ich dir nur Mein Kind bleib bei mir er soll nicht runterleiden in eine Fremde Umgebung aufzuwachsen.
und wenn Mein Kind in einem Heim landet weil du mich so erniedrigst hast dass ich nicht mehr in der Lage war ich selbst zu sein, werde ich dich mit allen möglichen Gesetzlichen Mittel für allemal vernichten, lamm legen damit du keinem anderen Mensch mehr was zu leide tuen kannst.
Darauf kannst du dich verlassen!!!!!!!

*** = von Schotterblume entfernt

Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung für mich18.03.2003 16:18
Name Birte
Heute früh hatte ich noch ein seltsames Erlebnis vor dem Spiegel. Nachdem ich ne halbe Stunde meinen Badeanzug gesucht hab und ihn schließlich fand, hab ich ihn mal anprobiert. Meine Wahrnehmung von mir ist ja immer "ziemlich dick und unansehnlich". Muß irgendwie daran gelegen haben, daß ich nie wirklich hingeschaut habe.

Heute früh nun habe ich hingeschaut, ich stand im Badeanzug vorm Spiegel und hab mich getraut und was soll ich sagen. Sooooooooooooooo schlimm ist das alles gar nicht. Na gut schwabbeln tuts schon etwas aber schließlich bin ich keine 20 mehr. Ich fand mich nicht mehr unansehnlich schlimm und das ist echt was ganz Neues *freu* *freu* *freu*. Und so machte es mir auch gar nichts mehr aus, ins Schwimmbad zu fahren wovor ich noch gestern einen richtigen Horror hatte. Wie sind dann auch viel länger geblieben, als ich ursprünglich geplant hatte.

*freu*

Birte
← Seite zurück Seite vor →

zum Seitenanfang

© Schotterblume e.V.