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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
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veränderte Selbstwahrnehmung25.02.2010 17:07
Name Andrea
Ich bin jetzt seit neun Jahren mit meinem Heilungsprozess dabei, und ich muss sagen, dass ich es jahrelang nicht mochte, Fotos von mir zu sehen oder mein Spiegelbild anzugucken. Ich hatte immer den Eindruck, irgendwie dümmlich auszusehen. So ein dümmlicher Zug halt in meinem Gesicht.

Ende 2007, während eines dreimonatigen Auslandspraktikums in Serbien, ist es mir zum ersten Mal passiert, dass mir jemand gesagt hat, dass ich schön bin. Das hat mich überrascht; das ist mir vorher noch nie passiert. Ich hätte schöne Augen, meinte er. Auch später ist es mir noch ein paarmal passiert, dass mir jemand sowas gesagt hat.

Letzten Sommer ist es mir zum ersten Mal beim Blick in den Spiegel selber aufgefallen, dass ich doch eigentlich schön aussehe. Seitdem habe ich diesen dümmlichen Zug in meinem Spiegelbild auch nicht mehr wahrgenommen. Ist er verschwunden, oder war meine Selbstwahrnehmung nur irgendwie verzerrt? Naja, man weiß es nicht...

Gerade vor ein paar Wochen klagte ich gegenüber ein paar Leuten, dass es mir immer so schwer fällt, Menschen wiederzuerkennen, denen ich einmal oder ein paarmal begegnet bin. Und da meinte einer, ja, du hast ja auch einfach ein markantes Aussehen; vielleicht liegt es daran. Solche Aussagen überraschen mich noch immer... und ein paar andere meinten, in einer anderen Situation in der gleichen Woche, dass ich wie eine Prinzessin aussehen würde...

Komisch... aber sicherlich eine Veränderung zum Positiven...

Angelikawurzel01.01.2010 20:53
Name Susi
E-Mail kolsneryahoo.de
Ganz besonders geholfen hat mir meine Freundin Angelika
meinen Mißbrauch zu bewältigen .
Ich bin ihr sehr dankbar für alles .
Sie ist eine sehr gute Therapeutin für mich gewesen .
Ihr ist es gelungen mich wieder richtig aufzubauen .
Für mich ist sie mein wichtiger Schutzengel in meinen Leben
geworden .
Eine Pflanze wurde nach ihr benannt , die sogenannte
Angelikawurzel , auch als Engelwurz bezeichnet .
Die Angelikawurzel wird als Allheilmittel für alle möglichen
Erkrankungen eingesetzt ,zum Beispiel bei Angstzuständen ,
Depressionen und rheumatischen Erkrankungen .
Sie muss aber erst als Ätherisches Oel zubereitet werden .
Sie wird in kalten Wasser angesetzt und kurz aufgekocht

Noch ein langer Weg02.11.2009 23:08
Name Emily
Website www.da-gegen.de.vu
Hallo,
ich muss ganz ehrlich sein und sagen, dass ich mich gerade sehr oft frage, ob eine Heilung möglich ist. Ich glaube, dass es vielleicht irgendwann einmal besser werden kann, aber ob man jemals "geheilt" ist?

Dennoch habe ich einige kleine Fortschritte gemacht. Seit ca. zwei Jahren, habe ich eine Betreuerin, die mich zweimal in der Woche besucht. Nachdem ich so voll mit Problemen war und nicht mehr weiter wusste und keine andere, für mich angemessene Hilfe fand, suchte ich mir Hilfe. Der Start war schwer, weil ich es nicht kannte, dass sich jemand um mich kümmert und mir zuhört, geschweige denn, für mich interessiert. Da ich auch noch genug andere Probleme hatte, schob ich den Missbrauch erst einmal weg. Weil ich noch nicht bereit war, darüber zu reden und es noch nicht konnte. Meine Betreuerin, wusste es von unserem ersten Treffen an und bohrte ständig, bis ich ihr vor ca. einem Jahr etwas darüber erzählte. Anfangs erzählte ich ihr nur, dass ihre Vermutung richtig war, später dann mehr. Eigentlich schrieb ich und malte vielmehr, als ich erzählte. Bis heute. Es fällt mir leichter, es zu schreiben. Ich habe für vieles immer noch keine Worte und es ist nicht leicht. Ich bin 17 Jahre lang missbraucht worden. Dazu habe ich noch einige andere Gewalterfahrungen gemacht. Heute noch, hatte ich ein Gespräch mit meiner Betreuerin und ich war nachdem sie weg war, kurz davor, alles abzubrechen, weil es einfach noch zu weh tut und es schwer ist, darüber zu reden, aber ich denke, dass es mir vielleicht irgendwann hilft, ein bisschen besser damit zurecht zu kommen. Ich habe es auch geschafft, anonym wegzuziehen, ich habe mit meiner besten Freundin darüber geredet und ich denke, dass ich irgendwann, besser darüber reden kann und dass es mir besser geht.

Irgendwann, werden die Schritte größer!



Emily

Danke28.09.2009 10:36
Name Eistau
hallo Ihr hier...Alle
auch ich bin eine Überlebende und kann nur bestätigen... wir Leben -trotz ALLEM...
Etwas hat mich leben lassen und dieses etwas ist, was mich am Leben hält, u.a. mein Kind, das Fenster zum Licht...
Bisher ohne dieses Forum- war ich sprachlos, ich hatte keinen Raum für das, was Hier sein darf:... Tränen - Trauer - Schmerz... UND HOFFNUNG!!
Zu lesen, was ich nicht sprechen konnte, hat mir Kraft gegeben und meine Blockade beginnt sich Dank Euch lösen.

Das ist wie ein Wunder für mich, hier kann ich verstehen und sehen, es lohnt sich...

Jahrzehnte lange Suche nach "Hilfe" hat mich in verschiedenste Techniken und Möglichkeiten von Heilung einblicken lassen...
und überall geht es um "liebe dich" und das versuche ich. Ich versuche, mich trotz aller "Bilder", mich mehr und mehr zu nehmen, wie ich bin.
Es macht mich stark, wenn ich sehe, dass ich sehr wohl Einfluss nehmen kann. Egal was dabei heraus kommt- wichtig ist nur dass ich mich bewege und mir bewußt mache, das ich gut bin so wie ich bin.
Und ich mich Lieben lerne, so wie ich bin.
Ja nun... nun kommt diese Schotterblume in mein Leben und ich beginne wenig zu sagen und werde verstanden... (Raschida du warst wie ein Engel für mich... hast mir Platz geboten...)Ich werde begrüßt :-)und man schenkt mir Zeit und Raum. Allein dafür mag ich mich von Herzen bedanken.
All die guten Beiträge die mir wie ein Funken Glück für den Tag sind- sie wissens nicht- doch ich bin dankbar :-)
All die, welche soooo lieb Trost spenden können, rührt mich und macht mich weich...
Trotz aller Fremdheit empfinde ich hier ein kleines Plätzchen, wo ich sein darf(?)
Dieses da sein dürfen- ist neu für mich... und aus Fremdheit heraus...allein das Medium "Internet" ist mich ebenfalls neu!
Also, sollte ich mal zu direkt oder tollpatschig gewesen sein... ich bin offen für kostruktive Anregungen zur Veränderung...
Eure Eistau


mein zweites Jahr des sehens beginnt02.09.2009 02:00
Name raschida
Hi,
am 1.1.09 schrieb ich hier einen Bericht. Nun will ich nochmal ein paar Schritte hier festhalten.
Ich danke zuvor aus tiefstem Herzen dem Lehrer meiner Tochter,der bis zum heutigen Tage mit überzeugtem Engagement \"den Fall\" verfolgt und mir in wirklich absolut traurigen Zeiten Zuversicht gab und echte Stärke bewies.
Auch meinem lieben Therapeut will ich hier danken,er beobachtete meinen Selbstheilungs-,und Stabilisierungsprozess bis gestern.Er war für mich der Anker in der fassungslosen Welt der Ungerechtigkeiten.
Auch meinem Anwalt ein dickes Dankeschön für die Ausdauer und Zuversichtlichkeit.
Und auch allen Blümchen,die mich in der langen Phase der \"Verwirrtheit\" getragen haben, mir zuhörten,ihre Meinung sagten,und zu mir hielten, bis heute.
Und nicht zuletzt will ich ein Dank aussprechen an eine sehr starke Frau,deren Freundin ich werden durfte.Ohne sie,wäre ich heute nicht die,die ich nun bin und noch werde.
Auch das hiesige Jugendamt soll nicht unerwähnt bleiben,danke für die Loyalität.
All das saugte ich auf,wie ein trockener Schwamm,meine Seele erholte sich und ich wünsche mir,dass ich einen Teil dieser gewonnenen Kraft weitergeben darf,an Menschen, die so klein und hilflos sind und sich noch garnicht vorstellen können,dass ein Mensch sich auch tragen lassen darf.

Nun,ein jahr,mit flashs,Ahnungen,Bildern, mit Schock und Befreiungen,
..............alles dabei.
Die Angst in meine seelischen Tiefen zu schauen,ich dachte nicht,dass ich sie verliere,...sie ist weg.
Ich bin bereit dazu.

Der Wunsch, ohne mein Nest zu beschmutzen, die paranoide Festung der Familie zu sprengen,ein ding der unmöglichkeit??
Ich kanns immer noch nicht sagen.
Briefe eingeworfen, oder einwerfen lassen,......neue hoffnung,
.............neue Enttäuschung.

Ich fühle,...........eine Phase ist vorbei.Ich will leben.

Es gehörte soviel konsequenz zu meinem Vorhaben, das ist wirklich hart,...............aber ohne komme ich nicht weiter.

Vielleicht liegt darin der Schlüssel,............ich vermute es fast.

Ich habe alles aufgegeben,meinen Sohn hab ich verloren,meine Familie,...............und vielleicht auch noch meine Tochter.

Aber ich spüre ganz genau,................so muss es sein.
Ich weiss,Zeit kennt keine Grenzen, und meine Entscheidungen waren richtig.

Ich kann mich nur wiederholen:
Eine wirkliche Entwicklung kann nur geschehen, wenn der Dunstkreis der Täter und ihrer Mitwisser willentlich verlassen wird,wenn bei diesen menschen keine Compliance (Krankheitseinsicht) vorhanden ist.
Leider leider war ich in dem letzten Jahr zu schwach und hörte auf den Rat von Standartaussagen.Ich erlaubte meiner Tochter den Kontakt zu ihrem Bruder aufrechtzuerhalten.
Sie idealisiert ihn,na klar,die arme Maus,aber wegen ihm wird sie keine Therapie machen. Nun gut, es ist ihr Weg. Das stimmt.
Mir bleiben immerhin noch anderthalbjahre bis zu ihrer Volljährigkeit. Und diese Zeit werde ich nutzen, um jedliche Umprogrammierungsvorhaben zu unterbinden,so wahr ich hier sitze.
Hätte ich einen Wunsch frei,ich würde einen Menschen herzaubern,ähnlich meinem kriminalistischem Geschick,der sich mal eingehend mit meinem Sohn beschäftigt.
Dies wäre wirklich nötig,aber das kann ich nicht leisten, dafür sorgte und sorgt er.
Ich wünsche mir auch, dass in dieser neuen Zeit der Aufklärungen und der Tabubrechenden Geschehnissen, den Opfern mehr Zuspruch von allen Ämtern zuteil kommt,dass die \"innere Stimme\" an Priorität gewinnt, und dass Vermittlungsversuche seitens der Opfer mit \"paranoiden Festungen\" unterstützt werden.Hier reicht es nicht,die Opfer Briefe schreiben und einwerfen zu lassen. Das können doch lange nicht alle Opfer leisten.
Glaubt an euch,wir tragen die Wahrheit in uns.Kräfte lenken und führen uns.
Blickt nach oben,ob mit oder ohne Tränen,streckt die Hände aus,.........und nehmt an, damit ihr stark seid für den nächsten Morgen.
Ach, und nochetwas:Lasst euch von niemandem einreden,dass es \"falsche Erinnerungen\" gibt.Wenns nicht so traurig wäre,dann würd ich schallend darüber lachen.
Die ist eine \"Erfindung\" der Grossen und verbreiteten Täterlobby.

siehe auch: Rotkäppchens Schweigen von Martha Schalleck


WIR SCHAFFEN DAS

RASCHIDA
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