Sorry, ohne Javascript steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung!

Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

Hallo, ihr da draußen05.07.2009 12:41
Name siehe unten
Ich wollte euch sagen, gebt nicht auf! Ich habe in den letzten Wochen Dinge geschafft, von denen ich nicht mal zu träumen gewagt hätte!Weil ich nicht aufgegeben hab, nach angemessener Hilfe zu suchen! Ich habe sie tatsächlich gefunden, weil ich nicht aufgegeben habe! Immer dann, wenn es ganz schlimm und schier unerträglich war, hab ich in meiner Not immer gedacht: "Aufgeben kann ich inner noch, aber jetzt geb ich nicht auf!"
Ich erlebe immer mehr Zeiten in denen ich richtig glücklich bin und das Leben einfach nur wundervoll finde! Deshalb nochmal, wenn irgend möglich, gebt nicht auf, sondern sucht weiter nach Hilfe und bleibt nicht allein mit eurem Schmerz!
Ich war auf einer Tagung zum Thema: "Häusliche Gewalt", die wichtigste Botschaft: "Redet mit anderen, teilt euch mit, bleibt nicht allein! Sucht immer weiter nach Hilfe, auch wenn es schwierig ist!"
Ich suche schon seit Jahren nach angemessener Hilfe und jetzt hab ich sie tatsächlich gefunden! Seitdem geht es mir sehr viel besser, was nicht heißt, dass es keine schmerzvollen Zeiten mehr gäbe, aber sie werden weniger und die schönen Zeiten immer mehr!
Es lohnt sich wirklich! Das Lebe ist viel zu wertvoll, um vorzeitig aufzugeben!
Grüße an euch alle, Irmen

Gewaltkreislauf durchbrochen02.06.2009 10:52
Name Irmen Meeres
E-Mail wonne-sonne-Meeresweb.de
Ich habe eine grauenhafte Kindheit überlebt, dabei war mir immer die alltägliche körperliche Gewalt bewußt, die sexuelle Gewalt jedoch nicht. Diese unterlag einer Amnesie und kam langsam wieder ins Bewußtsein durch die Geburt meiner Tochter. Leider hat sie einen gewalttätigen Vater, vor dem ich sie dann schützen mußte. Das habe ich geschafft und es ist für mich ein großes Glück, dass ich heute sagen kann: "Ich habe den Gewaltkreislauf meiner Herkunftsfamilie durchbrochen und meine Tochter konnte bis auf wenige Ausnahmen gewaltfrei aufwachsen!"
Jetzt, da meine Tochter erwachsen ist, muß ich mich plötzlich wieder ganz intensiv mit der sexuellen Gewalt in meiner Kindheit auseinandersetzen, weil sie männliche Freunde mit nach Hause bringt. Ich babe nämlich ab dem Zeitpunkt der Erinnerung an die sexuelle Gewalt in meiner Kindheit durch meinen Vater, Großvater, Onkel und Nachbar, Männer gemieden wie die Pest! Jetzt hab ich es geschafft, die ersten positiven Kontakte zu Männern zu knüpfen und finde das einfach wunderbar!

Liebe Grüße

Irmen Meeres

Meine Wut will raus27.05.2009 09:57
Name raschida
Darf ich wütend sein? Wenn ja, wie geh ich damit um? Personifizierung wurde mir empfohlen. Das kann ich nich, meine Mutter in Gedanken schlagen, sie anschreien und sie verbal dafür verantwortlich machen, dass sie nichts merkte, vor so vielen Jahren.
Ich hab mich nun von ihr getrennt, ein Gedicht geschrieben, auf der Seite der Burghardt familie unter Gedichte, in der Rubrik Missbrauch. Der Titel ist "Es reicht".
Hier schreibe ich jetzt ein Märchen, um meine Wut zu leiten, sie konstruktiv zu nutzen.Ich fabuliere, ohne vorher gross zu denken und ganz Spontan.
Das Kind und der Rucksack
Es wurde ein Kind geboren,im deutschen Land,umgeben von Erben der Nazi-Zeit. Als Baby war es schon ein Sonnenschein in dieser Zeit.Den Menschen kahm solch ein Kindlein nur recht. Denn lange konnten sie nicht lachen über Dinge, die einem Menschenkind eigentlich Freude macht.
Sie wollten nur geniessen und diese böse Zeit vergessen.
Eines Nachts, das Baby schreit, es wurde nicht nur von der Mutter getröstet. Denn die hatte nicht die Kraft, nach allem was geschah.
Am anderen Morgen hatte sich etwas berändert, das Kindwar so sauer, dass es einen Teil seiner Wut unter das Kopfkissen versteckte, denn die Erwachsenen wollten keine wütende Kinder haben, nur ein Sonnenschein hatte da eine Chance zu bleiben.
Zwar lag der Kopf nun nicht mehr so gerade, wie es sein sollte, aber das Kind ertrug es, und nahm immer nur soviel Wut darunter hervor, wie die Erwachsenen ertragen konnten.
Später, ein paar Jahre vergingen, bekahm es einen Rucksack geschenkt.
Sofort packte es die angesammelte Wut hinein, und nahm sie mit, überall wo es war.
Immer wenn niemand das Kind beobachtete, nahm es etwas Wut heraus und verteilte sie unter die Anwesenden. Es sorgte dafür, dass immer nur soviel Wut dabei war, dass der Humor nicht verschwand. So konnten die Erwachsenen immer noch lachen über die kleinen Streiche des Süssen Kindes.
Da der Rucksack bereits vollgestopft mit Wut, viel zu klein geworden ist, verstaute das Kind mehr Wut in alle Taschen die es finden konnte, als auch die alle gepackt waren, stopfte es sich noch mehr Wut unter den Pullover, in die Hose und unter die Jacke.
Die Zeit, wo Streiche gespielt werden durften, war nun vorbei.
Die Wut wurde immer mehr, das Kind wusste nicht mehr wohin damit.
Es war unglücklich und begann damit, zumindest die Wut, die unter seinen Kleidern war, unter Gleichgesinnten zu verteilen, so war es wieder einigermassen beweglich.
Das half aber nicht sehr viel, weil zu Hause immer noch gepackte Taschen standen.
Irgendwann konnte das Kind diesen Anblick nicht mehr ertragen, liess die gepackten Taschen einfach stehen, nahm nur seinen Rucksack, randvoll, und ging von zu Hause fort.
In der Fremde, da traf sie einen Menschen, der nahm ihr den Rucksack ab und sie konnte sich ausruhen, das war gut.
Doch die Eltern fanden sie, überredeten sie, nach Hause zurückzukommen.
Nach einiger Zeit bekahm sie selbst ein Kind, schenkte diesem ebenfalls einen Rucksack, und das Spiel drohte von neuem zu beginnen.
Da ging sie, und holte ihre alten Taschen ab. Sie verteilte diese Wut ungehemmt an alle Familienmitglieder, dies dauerte10 jahre oder länger.
Mitunter lief sie übelgelaunt und unzufrieden umher, beschimpfte die anderen und liess sich auf Kämpfe ein.
Es gab in dieser Zeit nur wenige Menschen, die sie unterstützten, die sagten:Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Gefühle.
Das machte sie stark, und sie verteilte weiter die restliche Wut.
Allerdings, die Taschen nun leer, füllte sich der leere Rucksack wieder.
Da merkte sie, das hört ja niemals auf, bekahm noch ein Kind, und ging weg.
Heute, der Rucksack immer noch prall gefüllt,weiss sie, was es mit dieser ganzen Wut auf sich hat.
Sie nimmt, immer wenn sie die Möglichkeit hat, etwas hinaus, gibt sie denen zurück, wo die Wut herkommt, oder benutzt sie, um sich für andere einzusetzen, die noch nicht soweit sind.
Am liebsten wäre es ihr, sie könnte den ganzen Rucksack nocheinmal einfach so abgeben, wie damals.
Aber dann würde sie ihr zuletzt geborenes Kind alleine lassen müssen, das geht nicht.
So fängt sie nun an, ihren Rucksack als Schatz zu sehen.Sie wartet und weiss genau, wenn sie Kraft, Mut und Zuversicht braucht, nimmt sie etwas Wut aus dem Rucksack.Nur ein winziges bisschen reicht, um hier oder da, wiedermal Tabudenken zu brechen, Leute aufzuwecken, oder bewusst siegen zu können, zum Beispiel bei Mobbinggefahr oder bei territorialen Kämpfen.
So hat sie noch einen jahrelangen Vorrat,an Power, der eingesetzt werden will.
Und ist der Rucksack wirklich mal ganz leer, dann wird sie vielleicht nochmal erleben, wie sie ohne Wut einen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft leisten kann.
Dann hat sie ihr Lebensziel erreicht.



Mein Weg in die Freiheit24.05.2009 15:48
Name Helene
E-Mail H.Merliweb.de
Nachdem ich 99 meinen Arbeitsplatz verlor, meine Eltern innerhalb 4 Monaten starben, fiel ich in ein tiefes Loch, hatte unzählige Syptome und glaubte, todkrank zu sein.
Heute ist mir bewusst, irgend etwas IN MIR war bereit, mich und meine Vergangenheit zu betrachten, die seelischen und körperlichen Verletzungen aus der Kindheit abzuarbeiten. Ich begann eine 5-jährige Tiefenpsychologische Analyse, die mir zwar einiges an Erkenntnissen brachte, doch wie ich das Erkannte verarbeiten und hinter mir lassen kann, war mir immer noch ein Rätsel......bis ich 2005 eine Heilpraktikerin kennenlernte, die mich auf meinem Weg zu meinem wahren SELBST, unterstützt.
Heute weiß ich durch Recherchen, auch meine Eltern waren Opfer von Misshandlungen......hatten nie gelernt, sich selbst zu lieben, wie sollten sie da mich lieben??? Durch diese Erkenntnis konnte ich meinen Eltern verzeihen,was meines Erachtens das Wichtigste für UNS Betroffene ist.
Danke, dass es diese Seite gibt............

Langsam, aber es wird schon!03.05.2009 13:36
Name Jenny
E-Mail jenny.ilgaweb.de
So, jetzt kann ich hier auch endlich mal was reinschreiben. Ich besuche diese Seite seit ca 3/4 Jahr und ich hatte mir immer gewünscht, dass ich mich auch mal in der Rubrik \"Es ist zuschaffen\" zu Wort melden kann.

Meine Geschichte ist wie folgt:
Anfang 2008 kriegten mein Mann und ich einen Austauschschüler aus Neuseeland. Er war ein lieber Kerl und wir babbelten den ganzen Tag miteinander. Wir redeten viel über meine Kindheit, die ich in Australien verbracht hatte. Natürlich alles auf Englisch. Mit der Zeit ging es mir dann immer schlechter. Ich konnte nachts nur noch 4 Stunden schlafen, ich wachte immer um 3.00 Uhr morgens auf, hatte Angst und kam nicht mehr in den Schlaf. Tagsüber weinte ich die ganze Zeit, mir war schwindlig, schlecht und ich war durchgehend nervös. Ich war ein Wrack.
Nach 2 Monaten wieß ich mich selbst in eine Klinik ein.

Dort bekam ich Schlaftabletten, aber die Schlaflosigkeit hielt an. Ich machte jeden Tag meine Therapien und keiner wusste so recht was mit mir los war. Nach 3 Wochen wollte ich nur noch in der Tagesklinik bleiben, weil ich die Nächte ohnen meinen Mann nicht mehr aushielt. Zwischenzeitlich bekam ich die Diagnose Borderline. Ich erkundigte mich nach den Symptomen und fand mich in 1 der 9 im Katalog. Ich wusste dass das nicht stimmte. (\"Passt du nirgends rein, bist du Borderline!\")
Glücklicherweise wurde meine Therapeutin krank und ich bekam Ersatz. Diese Fand in der ersten Stunde raus, dass ich retraumatisiert worden bin, und zwar durch den Austauschschüler, welcher schon bei einer neuen Familie war.
Es kristallisierte sich immer mehr raus, dass es sich bei mir um s*******n M********h handelt.
Meine Schlaflosigkeit kam von den Albträumen, in denen mein Trauma in der Nacht zum Vorschein kam. Nur wurden die Träume immer wieder in mein Unterbewusstsein zurück gedrängt.
Nach 8 Wochen verließ ich die Klinik. Ich bin bei der Therapeutin geblieben, da sie glücklicherweise ihre Praxis bei mir in der Nähe hat.

Wir sind schon weit gekommen aber noch lange nicht bei der Heilung angelangt. Das macht aber nichts, weil mir geht es trotzdem gut. Ich habe die Unterstützung meiner Familie und meines Mannes und mir werden immer mehr Puzzelstücke zugeworfen. Inzwischen habe ich 3 Stunden Therapie in der Woche, unter anderem EMDR und EFT und alles hilft mir sehr.
Ich habe mich selbständig gemacht, arbeite an meinem Gewicht und kann ein ziemlich normales Leben führen.
Ich habe meine Notfallmedis die ich zum Glück nicht sehr oft brauche und ich nehme brav meine Antidepressiva, die ein Segen sind!

Ich weiß, dass ich das alles schaffen werde, auch wenn es eine BESCHISSENE Zeit ist!

Auch ihr werdet es schaffen!!!

Gruß Jenny
← Seite zurück Seite vor →

zum Seitenanfang

© Schotterblume e.V.