| Ich weine, wenn ich das alles lese...... | 19.01.2009 09:04 | | Name | Astrid | | E-Mail | samy_ web.de | ich lese eure geschichten, eure berichte, und weine, weil ich fühle, wir ich fühlt. es ist so unbeschreiblich für mich, hier zu lesen, wie es euch geht, genauso, wir es mir geht, wie ich mich fühle. es ist nun mein 2. eintrag hier. ich habe den pc angemacht, bin wieder hier gelandet, habe gelesen, geweint u. muss nun einfach schreiben. es ist wie ein drang, ich habe das gefühl, wenn ich es schreibe, dann geht es mir besser. ich weiss garnicht, wo ich anfangen soll. ich erinnere mich nicht gerne an meine kindheit, sie war sehr schwer und absolut lieblos. meine mutter kenne ich nur kalt, gefühllos und gewalttätig, sie hat meine beiden geschwister u. mich stets für alles verantwortlich gemacht. schläge standen an der tagesordnung. aber viel schlimmer als die körperliche gewalt empfand ich damals die verbale gewalt. wir waren für sie nur missgeburten, die man hätte besser abgetrieben. sie hatte uns nie gewollt, und uns das immer wieder mitgeteilt. ich kann mich sehr gut erinnern, das ich als kind immer alpträume hatte und mich zum einschlafen selbst gewiegt habe. dabei den kopf immer hin und her gewiegt habe. meine haare waren am anderen tag immer total zerknotet, wofür meine mutter mich immer geschlagen hat. irgendwann hat sie mir die haare mit einer küchenschere abgeschnitten. ich hatte als kind schon immer angst vorm einschlafen, angst vor diesen träumen. aber es gab ja nicht nur meine mutter, es gab auch meinen vater. als kind dachte ich mir nichts dabei, wenn ich mich an stellen anfasste, wo ein vater sein kind eigentlich nicht anfassen sollte. ich kannte es ja nicht anders. ich war auch eine spätentwicklerin, mein vater liess keine situation aus, bemerkungen zu machen, über den fehlenden arsch in der hose oder die fehlenden titten.ich sprürte, das aber schon viel früher, als ich noch sehr klein war, etwas mit mir passiert sein musste, ich konnte mich nur nicht mehr daran erinnern. ich habe mich deshalb mit ende 30 einer rückführung unterzogen, wo all meine befürchtungen bestätigt wurden. auch eine familienaufstellung,die ich vor 2 jahren habe machen lassen, war eine ganz schlimme, schreckliche erfahrung für mich und bestätigte doch nur all das schlimme, was mir wiederfahren ist. ich fühlt mich so gedemütigt und verletzt, aber das war in all den jahren, sei es als kind oder längst erwachsene frau, meinem vater oder jedem anderen vollkommen egal. ich bekam meine tochter mit gerade 18 jahren,mein damaliger mann schlug mich auch und der sex war für mich eine qual. die scheidung folgte mit 19 jahren. danach war ich 3 jahre in einer bez. auch hier spielte gewalt eine grosse rolle. ich wurde von ihm mit 20 jahren schwanger, er drehte durch, versuchte mich umzubringen. ich liess das kind abtreiben, versuchte danach 5 x, mir das leben zu nehmen. wurde aber immer *gerettet*. vielleicht war es schicksal. keine ahnung. mit 24 heiratete ich das 2. mal. kinderlos. es war eine schöne, wilde zeit, aber keine basis für eine dauerhafte beziehung, er konnte auch mit meiner tochter nichts anfangen, scheidung folgt, als ich 26 war. mit 32 jahren heiratete ich das 3. mal, mein sohn wurde geboren. mein mann trank sehr viel, und auch diese ehe war zum scheitern verurteilt. scheidung folgte mit 35 jahren. und doch habe ich gewagt, den schritt noch einmal zu tun. ich bin nun seit gut 3 jahren wieder verheiratet, mein mann ist 47 jahre alt und ein wahrer schatz, er hilft mir, wo er kann. auch er hat schlimme erfahrungen in seinem leben machen müssen, über die hier aber nicht schreiben werde. vielleicht hat er deshalb so viel gefühl und verständnis für mich. ich hatte meiner schwägerin anvertraut, das mein vater mich missbraucht hat, weil sie das selbige als junge frau erlebt hatte. sie war bestürzt und versprach , mit niemandem darüber zu reden. es tat mir so gut, mich einfach mal mitzuteilen, hatte das gefühl, verstanden zu werden u. das es jemanden gibt, der mir glaubt. es steht ja leider keinem auf die stirn geschrieben, wer solche neigungen hat u. wer nicht, leider.... wie auch immer, mein vater hat es erfahren, droht mir mit strafanzeige, verläumdungsklage etc. all das, was ich nie wollte, alle diese dinge, über die ich nie mehr reden wollte, sind nun wieder da. die alpträume, die bilder, dieser unentliche druck. ich musste meine medikation erhöhen, weil ich seit 2 wochen starke suizigedanken habe. mein körper sendet mir signale* bitte, lass mich gehen.* er will das alles nicht noch einmal durchmachen. nun bekam ich gestern ein e-mail vom mann meiner schwägerin. er unterstellt mir einen kranken kopf, lügen, die ich verbreite und verlangt von mir, ich solle mich bei meinen vater ENTSCHULDIGEN. ich dachte, ich fall aus allen wolken u. habe nur noch geweint. die familie ist in aufruhr. ich werde vom opfer zum täter. ich weiss nicht, wie lange ich noch kraft habe für all das. werde im sommer in eine klinik für traumapatienten gehen müssen, dort will man auch meine arbeitsfähigkeit überprüfen. falls die nicht mehr gewährleistet ist, da ich stängig krank bin, muss ich meine rente beantragen. mit 44 jahren. was das alles nach sich zieht........ seid alle auf diesem weg gegrüßt. lasst es euch gut gehen, egal wie *astrid* |
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