| inzest -Alpträume-Therapie- jetzt lebe ich - | 17.06.2008 22:17 | Vor ein paar Jahren schien alles optimal in meinem Leben zu laufen... aber dann kam durch eine einzige Berührung alles wieder ans Tageslicht. Ich war total geschockt und erstarrt zugleich. Nach kurzer Zeit entschied ich mich eine Therapie zu machen. Die Anfangszeit verbrachte ich mit viel Lesen von Fachbüchern etc.. Es brach in meinem Leben das Chaos aus, nichts war mal so wie es war.
Es war sehr dunkel in diesem Loch, aber durch meinen Kampfgeist und meinen unermüdlichen Willen und sehr guten Freunden widerstand ich dem Leben den Rücken zu kehren. Nebenbei kamen noch andere ungelöste Probleme unter dem "Teppich" hervor.
Danach ging es ganz langsam aufwärts und steil bergab, da ich mein Leben komplett neu ordnete. Es waren auch Entscheidungen zu treffen, die sehr schmerzlich waren, aber im Nachhinein mir gut getan haben. Zum Beispiel sich von meinem langjährigen Freund zu trennen.
Die Flashbacks kamen fast jeden Tag in den blödesten Situationen. Auch die Alpträume, die ich als Kind hatte kamen zurück. In dieser Zeit hatte ich grosse Angst vor der Dunkelheit und ich erlebte alles so extrem, auch meine Gefühle waren immer extrem überflutend. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich wollte mir immer noch weh tun, deswegen versuchte ich die Therapie zu beschleunigen. Gott sei Dank, war ich in guter Gesellschaft und die Therapeutin bremste mich regelmäßig. Ich fühlte mich immer noch als Looser und wurde depressiv und ich versuchte mich von der Umwelt abzuschotten. Aber irgendeine Stimme in mir liess es nicht komplett zu und so lachte ich mit netten Leuten und merkte, dass es mir gut tut unter Menschen zu sein. Ich fühlte etwas.
Nach ein paar Familienaufstellungen sah ich, dass ich eine total verkorkste Familie habe und woher viele Probleme kommen. Dadurch konnte ich die ganze Sache von einer anderen Seite sehen und es tat mir super gut. So hatte ich eine neue Aufgabe und versuchte unsere Familie mehr und mehr zu analysieren. Danach ging ich mit immer mehr Mut und Selbstvertrauen ins offene Gefecht mit meinen Verwandten. So kam der Tag, dass ich meine Eltern nacheinander in meine Geschichte einweihte.
Dadurch erfuhr ich von meiner Mutter, dass sie immer so etwas komisches bemerkt hat. Die Reaktion meiner Eltern gab mir teilweise Mut, andererseits tat sie mir weh. Aber aufeinmal meldete sich mein kl. Kind in mir und sagten ihnen, alles was mir seit Jahren auf der Seele lag und die Große in mir beschütze mich gut.
Sie waren verwundert und schossen weiterhin tief gegen mich, Aber mein Vater hat sich bei mir entschuldigt und das ist nicht üblich für ihn. Auch wenn beide immer wieder mich verletzen wollten, so trafen sie mich immer weniger und so brach ich den Kontakt mehr und mehr ab. Irgendwann drehte ich den Spiess rum und wollte sie verletzen und liess meine stille Wut und den großen Hass an ihnen aus.
Ich war der Rebell, der die Familie kaputt machen will, bekam ich während dieser Zeit immer wieder zu hören. Es war mir egal, denn so langsam fühlte ich mich besser, endlich mal auf mich zu hören und nicht weiter die glückliche Familie zu schauspielern.
Ich bekam mehr und mehr das Gefühl zu heilen, da ich körperl. Schmerzen komplett echt wahr nahm, es tat mir weh, aber auch das Lachen mit Freunden, empfand ich so wie im Rauschzustand voller Glücklichkeit. Es war wieder eine neue Seite, die ich kennenlernte.
Dann kam der Song " Du bist das Beste" von Juli raus und ich verliebte mich in mich selbst. Das war ein eigenartiges Gefühl und ich strahlte wie eine frisch Verliebte durch die Gegend. Dadurch sah ich mehr und mehr auf meine Talente und auf meine Stärken und auf mein Neues-Altes-Ich. Es war gewachsen und ich hatte es noch nicht einmal bemerkt.
Nun holte ich die Fachbücher wieder raus und las von anderen Frauen, die ähnliches erlebt hatten. Es half mir zu verstehen, dass ich nicht alleine war. Auch diese Seite hier machte mir viel Mut.
Viele meiner Einstellungen haben sich grundlegend verändert und ich kann heute Menschen leiden, die ich früher doof fand und umgekehrt. Einige Freundschaften gingen zu Bruch und ich hielt nur noch an denen fest, die gut für mich waren.
Ich hatte immer mehr Vertrauen in mich Selbst und so kam der Erfolg in so mancher Lebenslage zurück und vorallem ohne Maske ohne Schauspielern. Die Alpträume hörten schlagartig auf und die Flashbacks ließen nach und die große Angst, die mich bisher immer begleitete, war weg. Ich ging sogar eines Nachts am Rande eines Waldstückes mit meinem Hund spazieren und hatte keinerlei Angst vor der Dunkelheit. Durch den Wald ging ich dann doch nicht, da mir mein Leben wichtig ist und ich wollte auch nicht mein Schicksal herausfordern.
Ich machte viele kleine, aber wichtige Schritte und eine neue Familienaufstellung zeigte mich im neuen Licht und in der Realität ging ich mit klaren Vorstellungen mit meiner Familie um.
Wann immer es hart auf hart kam, gab es da viele neue Stimmen in mir, die mich wohlwissend führten. Mittlerweile bin ich geheilt und fühle mich ganz.
Ich lebe komplett anders als früher und es geht mir viel besser und dazu glaube ich, dass ich an einem neuen Anfang stehe.
Deswegen gebt nicht auf, das Leben hat noch so vieles Schönes zu bieten und es ist wirklich zu schaffen.........
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