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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
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Mut zur Identität15.07.2008 16:58
Name me
Endlich ist ein Leben mit eigenem Willen in den Fordergrund gerückt. Endlich kann ich daran denken, das mein Leben so verläuft,wie ich es wünsche. Das ist ein tolles Gefühl.

Dieses "ich kann leben, wenn ich es zulasse" ist so wunderbar und die Unterstützung so wertvoll. So viele Menschen stehen hinter mir, ohne ganz zu wissen, warum ich so bin. Und doch wird mir Hilfe angeboten und für mich gesucht und das ist, in Anbetracht der Umstände, echt ein sau gutes Gefühl.

Die Tränen der ganzen Jahre werden angenommen, gesehen und getrocknet.

Und nun dieser Lichtblick, das ist so toll.

Ich wünsche euch auf eurem Weg alles erdenklich Gute und hoffe auch ihr werdet das so erfahren!!!

Ihr seid genauso wertvoll, wie jeder andere auch, lasst euch nichts anderes einreden!!!

Wenn du in der Dunkelheit gefangen bist, dann ist das Licht umso heller.

Ich bin ein Mensch, ein guter und kann nichts für das, was man mir angetan hat. Ich bin nicht das, was sie aus mir gemacht haben. Ich bin eine eigenständige, tolle Persönlichkeit und ich habe es verdient zu leben.

Das Glas ist nicht halb leer, es ist halb voll.

Die Kraft und Hoffnung sei mit euch ^^

~me~


Niemals aufgeben, denn das wollen sie ja nur29.06.2008 11:06
Hier ist schon so viel geschrieben worden und in Vielem finde ich mich wieder. Mich und meine ganze Geschichte, die noch immer nicht zu Ende ist.
Aber...., mit 19 bemerkte ich, dass ich offensichtlich unter Amnesie litt und mich an Vieles nicht erinnern konnte. Nicht mal mehr an ganz normale Dinge wie Geburtstage, Ferien oder irgendwelche, scheinbar banalen Alltagsdinge und das über einen Zeitraum von mindestens 8 Jahren. Es begann eine Zeit mit ungezählten Symptomentwicklungen, erneuten Verdrängungsversuchen usw. usf., letztlich habe ich mich immer wieder entschieden, "es wissen zu wollen" und aktiv mit Auslösern zu arbeiten, durch alle Ängste durchzugehen und mir jede Hilfe zu holen, die ich irgendwo bekommen konnte.Heraus kamen ungezählte Vorfälle von körperlichen, seelischen und emotionalen Miß(brauchs)handlungen, Lügen, Betrug, Verdrehungen, immer mehr Details. Jedes Detail an dass ich mich wieder erinnern konnte, machte mich ein Stückchen gesünder und stärker. Natürlich erst, nachdem ich auch alle Trauer und Schmerzen wieder fühlen konnte. Und das war (und ist es auch heute noch, wenn etwas Weiteres "hochkommt") sehr anstrengend.
Trotzdem lohnt es sich immer, denn wenn ich durch die Krise durch war (bin), verschwanden Krankheitssymptome. Jetzt, ich bin nun 46 Jahre alt, entdecke ich immer neue Fähigkeiten, bin weitgehend von "dem Zwang zur Wiederholung" frei und ich kann endlich rechnen.
Vor kurzem habe ich eine Statistik Klausur bestanden,durch die ich schon mehrfach durchgefallen war, weil ich , kaum daß ich vor dem Papier saß, Sehstörungen bekam.Erst als ich dieses Phänomen als Wegweiser für eine weitere, noch immer verdrängte Situation nutzte
und aktiv daran gearbeitet hatte, verschwand die Sehstörung.
Inzwischen habe ich mein Studium erfolgreich beendet.
Meine Bitte an alle Betroffenen: gebt nicht auf.(Denn dann hätten die TäterInnen gewonnen und ich finde, das steht ihnen nicht zu.)

inzest -Alpträume-Therapie- jetzt lebe ich -17.06.2008 22:17
Vor ein paar Jahren schien alles optimal in meinem Leben zu laufen...
aber dann kam durch eine einzige Berührung alles wieder ans Tageslicht. Ich war total geschockt und erstarrt zugleich. Nach kurzer Zeit entschied ich mich eine Therapie zu machen. Die Anfangszeit verbrachte ich mit viel Lesen von Fachbüchern etc.. Es brach in meinem Leben das Chaos aus, nichts war mal so wie es war.

Es war sehr dunkel in diesem Loch, aber durch meinen Kampfgeist und meinen unermüdlichen Willen und sehr guten Freunden widerstand ich dem Leben den Rücken zu kehren. Nebenbei kamen noch andere ungelöste Probleme unter dem "Teppich" hervor.

Danach ging es ganz langsam aufwärts und steil bergab, da ich mein Leben komplett neu ordnete.
Es waren auch Entscheidungen zu treffen, die sehr schmerzlich waren, aber im Nachhinein mir gut getan haben. Zum Beispiel sich von meinem langjährigen Freund zu trennen.

Die Flashbacks kamen fast jeden Tag in den blödesten Situationen. Auch die Alpträume, die ich als Kind hatte kamen zurück. In dieser Zeit hatte ich grosse Angst vor der Dunkelheit und ich erlebte alles so extrem, auch meine Gefühle waren immer extrem überflutend. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich wollte mir immer noch weh tun, deswegen versuchte ich die Therapie zu beschleunigen. Gott sei Dank, war ich in guter Gesellschaft und die Therapeutin bremste mich regelmäßig. Ich fühlte mich immer noch als Looser und wurde depressiv und ich versuchte mich von der Umwelt abzuschotten. Aber irgendeine Stimme in mir liess es nicht komplett zu und so lachte ich mit netten Leuten und merkte, dass es mir gut tut unter Menschen zu sein. Ich fühlte etwas.

Nach ein paar Familienaufstellungen sah ich, dass ich eine total verkorkste Familie habe und woher viele Probleme kommen. Dadurch konnte ich die ganze Sache von einer anderen Seite sehen und es tat mir super gut. So hatte ich eine neue Aufgabe und versuchte unsere Familie mehr und mehr zu analysieren. Danach ging ich mit immer mehr Mut und Selbstvertrauen ins offene Gefecht mit meinen Verwandten. So kam der Tag, dass ich meine Eltern nacheinander in meine Geschichte einweihte.

Dadurch erfuhr ich von meiner Mutter, dass sie immer so etwas komisches bemerkt hat. Die Reaktion meiner Eltern gab mir teilweise Mut, andererseits tat sie mir weh. Aber aufeinmal meldete sich mein kl. Kind in mir und sagten ihnen, alles was mir seit Jahren auf der Seele lag und die Große in mir beschütze mich gut.

Sie waren verwundert und schossen weiterhin tief gegen mich, Aber mein Vater hat sich bei mir entschuldigt und das ist nicht üblich für ihn. Auch wenn beide immer wieder mich verletzen wollten, so trafen sie mich immer weniger und so brach ich den Kontakt mehr und mehr ab.
Irgendwann drehte ich den Spiess rum und wollte sie verletzen und liess meine stille Wut und den großen Hass an ihnen aus.

Ich war der Rebell, der die Familie kaputt machen will, bekam ich während dieser Zeit immer wieder zu hören. Es war mir egal, denn so langsam fühlte ich mich besser, endlich mal auf mich zu hören und nicht weiter die glückliche Familie zu schauspielern.

Ich bekam mehr und mehr das Gefühl zu heilen, da ich körperl. Schmerzen komplett echt wahr nahm, es tat mir weh, aber auch das Lachen mit Freunden, empfand ich so wie im Rauschzustand voller Glücklichkeit. Es war wieder eine neue Seite, die ich kennenlernte.

Dann kam der Song " Du bist das Beste" von Juli raus und ich verliebte mich in mich selbst. Das war ein eigenartiges Gefühl und ich strahlte wie eine frisch Verliebte durch die Gegend. Dadurch sah ich mehr und mehr auf meine Talente und auf meine Stärken und auf mein Neues-Altes-Ich. Es war gewachsen und ich hatte es noch nicht einmal bemerkt.

Nun holte ich die Fachbücher wieder raus und las von anderen Frauen, die ähnliches erlebt hatten. Es half mir zu verstehen, dass ich nicht alleine war. Auch diese Seite hier machte mir viel Mut.

Viele meiner Einstellungen haben sich grundlegend verändert und ich kann heute Menschen leiden, die ich früher doof fand und umgekehrt.
Einige Freundschaften gingen zu Bruch und ich hielt nur noch an denen fest, die gut für mich waren.

Ich hatte immer mehr Vertrauen in mich Selbst und so kam der Erfolg in so mancher Lebenslage zurück und vorallem ohne Maske ohne Schauspielern. Die Alpträume hörten schlagartig auf und die Flashbacks ließen nach und die große Angst, die mich bisher immer begleitete, war weg. Ich ging sogar eines Nachts am Rande eines Waldstückes mit meinem Hund spazieren und hatte keinerlei Angst vor der Dunkelheit. Durch den Wald ging ich dann doch nicht, da mir mein Leben wichtig ist und ich wollte auch nicht mein Schicksal herausfordern.

Ich machte viele kleine, aber wichtige Schritte und eine neue Familienaufstellung zeigte mich im neuen Licht und in der Realität ging ich mit klaren Vorstellungen mit meiner Familie um.

Wann immer es hart auf hart kam, gab es da viele neue Stimmen in mir, die mich wohlwissend führten. Mittlerweile bin ich geheilt und fühle mich ganz.

Ich lebe komplett anders als früher und es geht mir viel besser und dazu glaube ich, dass ich an einem neuen Anfang stehe.

Deswegen gebt nicht auf, das Leben hat noch so vieles Schönes zu bieten und es ist wirklich zu schaffen.........




Schneewittchen15.06.2008 12:12
Name salome
Ich bin 43 und für mein ganzes Umfeld eine Powerfrau, die viel erreicht hat. Mir ist es auch immer gelungen meine "dunkle Seite" zu verbergen und nicht zu fühlen, bzw. mein Leben als begrenzt zu sehen, so dass ich nie geglaubt habe es wirklich zu Ende leben zu müssen. Dass meine Kindheit teilweise merkwürdig war und ich selbst als Kind auch war mir bewußt, aber ich hatte kein Gefühl, konnte es für mich nicht zuordnen. Als mein Sohn 3 wurde so alt wie ich bei meiner ersten Mißbrauchserfahrung, ging es los mit Panikattacken, da bin ich in Therapie gegangen, ihm zu liebe. Zu Beginn konnte ich es nicht ertragen den Schmerz, die Wut und das Mitleid im Gesicht meines Therapeuten zu sehen, wenn ich von meiner "schrägen" Kindheit, Jugend und aktuellen Ehe erzählt habe. Eine Ansammlung von schrägen für mich nicht einordbaren Erlebnissen, eine unendliche Reihe von Mißbrauch für ihn. Ich habe "Zeitfenster" ausgehandelt von wann bis wann Mißbrauch stattgefunden hat, nur um sie immer wieder zu erweitern.Ich habe dagegen gekämpft Opfer zu sein, dann lieber ihn verführen, aber ich habe durch ihn auch gelernt, dass Männer auch halten und nicht nur mißbrauchen können. Als ich so langsam begann zu fühlen und die Zusammenhänge zu erkennen bin ich zusammengerochen, aber nur in mir, tagsüber habe ich gearbeitet. Der Kampf um meine Freiheit ist jetzt fast zu Ende, mich wird niemand mehr entwerten und vergewaltigen.Heute erst habe ich mir Eisenbänder als Halt gewünscht, weil Umarmungen noch so sehr wehtun. Aber jetzt ich will Umarmungen und habe jetzt auch das Gefühl mein Leben zu Ende leben zu wollen, beginne zu fühlen, kämpfe gegen die Dissoziation und gewinne immer öfter, weil ich jetzt alles sehen und erleben will. Irgendwie gehören ich und mein Leben jetzt mir. Ich weiß. dass es auch wieder Bilder geben wirdund manche Dinge auch verloren sind, aber jetzt liegt es an mir neue gute Erfahrungen zuzulassen. Irgendwie muß ich auch noch soviel lernen, weil ich nur in Katastrophen wirklich gut bin und im ruhigen Alltag sehr unerfahren, aber das macht ja auch jung und neugierig. Ich bin neugierig auf Langeweile Stille Zärtlichkeit und Normalöität und freue mich darauf ein "Spießer" zu werden.

Ich finde das schön und dafür will ich leben


ehemaliges heimkind aus den 50er+60er jahren06.06.2008 01:46
Name schrei der seele...
Website www.schlaege.com
ich habe hoffnung, dass ich endlich, nach lebenslangem schweigen, meine heimkind-traumas aufarbeiten kann. durch zufall bin ich auf o.g. www-seite gestoßen. lebenslang deshalb, weil ich von geburt bis zum 7. (50er jahre) + 12.-14. (60er jahre, in einer nacht- + nebelaktion)lebensjahr in heime gesteckt wurde, wo ich schlimme traumas erlebte. das 2. heim war von lieblosen kath. nonnen geführt. das 1. heim, habe ich durch eine mitpatientin in einer psychosomatischen klinik erfahren, soll auch nicht besser sein.
dank der guten information hier auf der seite werde ich hoffentlich ein leben in würde finden. bin bereits in voller eu-rente durch die krankheiten, die sich daraus entwickelten. ich werde auch das gewaltopfergesetz in anspruch nehmen (müssen), da meine eu-rente nicht überlebensfähig ist.
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