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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

hallo08.05.2008 22:05
Name Nicole
E-Mail puppie07hotmail.de
Ich dachte schon bei mir stimmt irgendwas nicht,denn ich hatte in der letzten zeit immer Phasen indem ich mich immer wieder aus erlebnissen in meiner Kindheit errinnerte,dazu muss ich sagen das es nicht so unüblich ist,meine Kindheit war nicht leicht,durch die schizophrenie meines Stiefvaters! Sie dauern immer nur ein Bruchteil von Sekunden und ich kann sie bis heute nicht ganz ordnen,ich fühle mich dann richtig schlecht und werde ängstlich! In meinen Erinnerungen sind nur ausschnitte die an gewalt gebunden sind
soweit ich das noch zuordnen kann!! Ich habe beschlossen eine Therapeutin aufzusuchen und mich hypnothisieren zu lassen! ich glaube das ist das beste um rauszufinden was mir damals wiederfahren ist.

DBT, es funktioniert.01.05.2008 20:11
Name Orlandos Girl
E-Mail Roland_Mitschkekabelmail.de
Seit Jahren bin ich auf der Suche, mit meiner Krankheit fertig zu werden. Boderline ist ziemlich schwierig, da ich mich selbst nicht einschätzen kann.Ich habe lange Zeit gebraucht und bin durch Zufall auf eine Tagklinik aufmerksam geworden. Dort habe ich gelernt, Vertrauen zu fassen, was wie ich denke, die wichtigste Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist.Dort bin ich mit dem DBT-Programm "zusammengestossen". Anfangs war ich sehr mißtrauisch, vor allem, was die Skills betraf. Aber als ich sie dann ausprobierte, hat es mich aus so einigen Schwierigkeiten mit mir selbst heraus geholfen. Und ich hoffe, mit etwas Übung und dem richtigen Therapeuten/in, wird es mir gelingen mit meiner Störung überleben, LEBEN zu können.

Schweigen war gestern-Vertrauen ist heute26.04.2008 14:14
Name Rößler Christina
E-Mail s3christinafreenet.de
Website www.trauma-aufruf.de.tl
Einen schönen guten Tag
lange Jahre habe ich nicht gewusst,was mit mir los ist.Erst in 2003 habe ich erstmalig von dem Missbrauch in der Kindheit gehört.
Drei Jahre später hatte ich dann das erste Mal posttraumatische Belastungsstörungen unter denen ich immer noch leide.Es ist ein großes Glück eine gute Therapeutin zu finden,bei mir war es bisher ein Spießrutenlauf,so wie ihn sicher viele kennen.Somit habe ich im Laufe der Zeit mein Schweigen gebrochen und jetzt selbst eine Aktion gestartet.
Es hilft mir mich nicht mehr als Opfer zu sehen,jetzt kann ich mich wehren udn möchte andere helfen.
Ich wünsche allen Betroffenen nur das Beste
Es ist ganz toll,das es eine Verein wie diesen gibt,der so aktiv ist!

Lieber Grüße
Christina Rößler

Ist der Weg das Ziel?03.04.2008 19:01
Heute bin ich in Schreiblaune. Naja, eigentlich schreibe ich viel, doch mehr für mich selbst. Wenn ich es mal richtig betrachte, mache ich viele Fortschritte, wenn auch recht kleine...

Ich hatte eine ver-rückte Kindheit und Jugend. Ver-rückt in dem Sinne, dass der Ort den ich in der kleinen Welt der Familie hatte, nicht der richtige für ein Kind war. Das ist mir durch ein familiäres Ereignis (einer Psychose meiner Mama) im letzten Jahr richtig bewusst geworden -mit vielen psychischen Konsequenzen-, obwohl ich schon seit nun acht Jahren in eine Therapie mache. Was ich früher wie selbstverständlich von zuhause erzählte, war für meine damalige Therapeutin skurril, grotesk und beinahe unglaublich. Heute kommt es bei mir an.
Sie hat sich sehr für mich eingesetzt und hat mir immer versucht klarzumachen, dass meine Eltern sehr krank sind und das alles nicht normal ist, was sie mir angetan haben. Sie saß vor mir und konnte es kaum glauben, wenn ich steif und fest behauptet hatte, meine Mama sei eine gute Mama, die mir alles gibt was ich brauche, dass wenn jemand eine Schuld trägt, ich es sei, dass ich Wut nicht kennen würde usw. Sie hatte recht unkonventionelle Methoden, übernahm Wut für mich wo ich sie nicht spürte und nicht sah, positionierte sich für mich und versuchte mir einen Weg an der Familie vorbei zu ebnen, um mich zu retten, da ich mich nur "an der Familie vorbei würde entwickeln können". Ich konnte ihr kaum glauben und verstand das alles nicht so richtig. Als ich zu ihr in die Therapie kam -mit Unterstützung meiner Lehrer und des Jugendamtes bin ich von zuhause rausgekommen- war ich sechzehn Jahre alt. Heute bin ich 25, habe immer noch mit meiner Vergangenheit zu kämpfen, wohne in einer anderen Stadt und habe seit einem dreiviertel Jahr den Kontakt zu meiner Familie unter großen Mühen und inneren Widerständen abgebrochen. Ich habe es geschafft, mich zu keinem Geburtstag und auch nicht zu Weihnachten oder Ostern zu melden, ich halte meinen Schuldgefühlen stand und überlebe trotz häufiger flashbacks und dissoziativer Episoden jeden Tag aufs Neue.

Im letzten Mai rief ich zum Muttertag zuhause an. Meine Mama erzählte mir vom Satan, dem sie begegnet sei und einem kalten Entzug, dem sie ausgesetzt wurde. Ich machte mir Sorgen um sie, setzte mich in den nächsten ICE, um schnellstmöglich bei ihr zu sein und ihr helfen zu können. Eine Woche brachte ich an meinem Heimatort zu. Ich stellte im Laufe der Tage fest, dass ich das ganze Verhalten von ihr kenne, dass ihre Psychose lediglich eine Verdichtung altbekannter Zustände war. Ich ergriff die Flucht, als meine Mama mich umbringen wollte - und alte Wunden rissen auf. Damals konnte ich nicht fliehen, dennoch habe ich überlebt. Mordversuche, die ganze Palette des Missbrauchs und die Misshandlungen - alles war plötzlich wieder da. Davon hatte ich in all den Jahren der Therapie keine Ahnung. Das war zuviel. Ich fuhr nach Hause, ging in die nächste Klinik, um mich zu schützen, während meine Mama mit ihrer Psychose jegliche Hilfe ablehnte und mich per sms wüst beschimpfte. Mein Stiefvater lebt inzwischen getrennt, doch er war und ist keinen Deut besser. Drei Monate habe ich in einer Tagesklinik für Psychosomatik und Psychotherapie verbracht, um mich zu stabilisieren. Meine Psyche drohte zu zerbrechen. Den überwiegenden Teil der Zeit habe ich in der Vergangenheit verbracht, war innerlich nicht anwesend. (Ich glaube, ich schreibe ein bißchen wirr - doch alles ist ein bißchen viel.)Ich besuche seit drei Jahren in meiner neuen Stadt zweimal wöchentlich eine Therapie und langsam aber sicher (seit 5 Monaten) lerne ich ihm zu vertrauen.

Ich habe viel erreicht im letzten Jahr. Die flashbacks lassen nach, die Wut wird langsam spürbar, sie lässt der Ohnmacht immer weniger Raum, ich kann wieder arbeiten und werde nicht mehr so oft in meinen Träumen gequält. Aber ich kann vor allem eines:
ICH KANN LANGSAM WIRKLICH REDEN!!! Ich habe immer viel geredet, doch nun traue ich mich immer mehr über die schlimmen Erinnerungen zu sprechen und lerne Gefühle zuzulassen, auch wenn ich stark somatisiere - also einen Teil der Qualen in körperliche Krankheiten verschiebe. Es hat lange gebraucht. Die damalige Therapie bei der o.g. Therapeutin war eine langwierige Vorbereitung, um das alles überhaupt erkennen und vor allem aushalten zu können. Ich bin überzeugt, dass diese Retraumatisierung einen großen Sinn und Verdienst hat: Ich kann mich irgendwann von den Geißeln der Vergangenheit befreien. Es ist ein harter, oftmals richtig übler Weg - da kann mir niemand ein x für ein u vormachen. Doch an diesem Weg können wir alle nur wachsen.

ICH LERNE ENDLICH MICH ZU VERSTEHEN!!!

ich wollet immer in diesem teil der hp schreiben und nun hab ich was..29.03.2008 02:57
Name chupito
auch was zu sagen :-)
ich weiß nicht wie ich es gemacht habe... ehrlich nicht... aber ich habe glaube einen gnz großen schritt nach vorne gemacht...
zu mir... ich bin als kind mehrfach opfer geworden... das erste mal so etwas mit 3 jahren... da ich vor kurzem wohl einen flashback hatte kann ich aber nun nicht mehr sagen wie oft das noch der fall war... bis ih 22 war, lief mein leben ok... es gab probleme, aber ich bin ganz gut zurecht gekommen... konnte (fast)alles "verstecken"... so gut, dass eigentlci alle, die mich kannten, vollkommen verblüfft waren, als ich gesagt habe, dass ich eigentlich schon seit jahren depressiv bin, und auch suizid gedanken habe... ich habe zu der zeit oft gehört... du warst immer so fröhlich... oder du warst ein vorbild für mich... oder dein lachen hat mir sehr geholfen... du warst immer so patent... usw.
naja, als ich 22 war, kam dann der zusammen bruch... seit dem bin ich aus der psychiatrie mühle kaum heraus gekommen... theras hatten keine erfolg... oderdachte ich dass nur?... nach dem ich aus der letzten thera -klinik raus geflogen bin... hab ich mich ne ganze zeit abgekapselt... und dann plötzlich, kam der ganz große vortschritt, der sich hoffnung nennt... ich hatte lange keine hoffnung mehr... konnte nicht leben... aber auch nicht sterben... und auch wenn grad wieder ne schwierige phase ist... so habe ich doch in der letzten zeit gelernt... wie sich hoffnung anfühlt... es ist ein schönes gefühl und es macht vieles leichter... ich glaube, das ist wirklich mal der erste, aber auch ein großer schritt in richtung heil werden...
ICH HOFFE... ist das nicht schön
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