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Es ist zu schaffen

Wir möchten an dieser Stelle Eure Berichte über Fortschritte bei der Heilung veröffentlichen, um anderen Mut zu machen und zu zeigen, daß Heilung möglich ist.
Auch wenn es im Einzelfall nur kleine Schritte sein sollten, so sind es doch wichtige Schritte und wir bitten Euch, sie uns zu schicken.

Bitte gebt hier Eure Berichte ein. Diese werden dann innerhalb weniger Tage von uns freigeschaltet.
Falls dies einmal nicht klappen sollte, wendet Euch bitte an Webmaster Eric.
Habt bitte Verständnis dafür, daß wir an dieser Stelle nur Berichte veröffentlichen, die zum Thema "Es ist zu schaffen" passen.



Titel
Zur Person (nicht notwendig, nur wenn Ihr wollt!)
Name
E-Mail
Website
Text

es wird besser07.07.2006 01:54
Name elabela
E-Mail elabeleweb.de
hallo.leider und gott sei dank, weiss ich nun fast lückenlos von meinem leben.es war die ***** .aber nun mit einem sehr lieben helfenden kreis aus sozialarbeitern ,rechtsanwälten,ärzten und therapeuten bin ich auf einem guten weg und wie schlimm alles immer sein mag es wird wirklich besser.oft konnte ich mir nicht vorstellen, wie oder ob es weitergehen kann. es ging immer wieder weiter und nun sehe ich den weg, der mir/uns helfen kann gesund zu werden.
es wird besser ,vielleicht nicht alle gut aber besser , erträglicher,irgendwann wacht man auf und findet das leben schön

elabela

Mein Weg bis hier hin...19.06.2006 14:45
Name schwanenkind, 20 J
Website http://schwanenkinder.sx.am
Hallo ihr Lieben!
Auch wenn ich mich an meine Kindheit nicht erinnern kann, besser gesagt, nur sehr wenige Fetzen, möchte ich hier doch etwas zu beitragen...

Vor etwa 4 Jahren kam ich das erste mal in die Psychiatrie, auf freiwilliger Basis wegen SVV. An viel aus dieser Zeit erinnere ich mich nicht, aber ich verdanke es meinem therapeuten dort, dass ich vom Internat in eine Jugendhilfeeinrichtugn gekommen bin, die mir besser helfen können, als die Betreuer im Internat dort, was einfach am Arbeitsauftrag liegt... ;)

Es war bis jetzt ein weiter Weg. Vom "verschüchterten Wesen", das nur in langärmligen, weiten Klamotten rumlief und sich jeden Tag schnitt, sich runterhungerte und noch einige Male in der Psych gelandet ist, bis zu dem, was ich jetzt bin...

Was bin ich jetzt? Im Großen und Ganzen noch die Selbe... Vieles ist noch unklar. Ich bin noch nicht "gesund", aber ich habe das SVV in den Griff bekommen, hungere nicht mehr (auch wenn ich noch vor "zu großem Gewicht" angst habe... ^^), endlich kann ich so manches Spaghetti-Träger oder einen langen Rock genießen, ohne mich immer in Grund und Boden zu schämen. Klar hängt das noch sehr von meinem Gefühl ab, aber ich KANN was anderes als lang und schlabberig tragen!

Und, bowohl ich viele Ausfälle in der Schule hatte, weil ich sehr oft in der Psychiatrie war, habe ich mein Abi bestanden! Trotz allem war und bin ich sehr leistungsfähig - kleineere Abstürze mal ausgelassen... *g*

Meine Kreativität kann mir auch keienr so schnell nehmen!!

Auch wenn mein Weg noch "lang und beschwerlich" ist, gebe ich die HOffnung nicht auf! Ich kann jedem nur raten, nicht aufzugeben! Das Leben lohnt sich!

Ganz liebe Grüße
schwanenkind

Der Wille ist der Weg25.05.2006 16:44
Name Birgit
Hallo ihr Lieben!

Ich bin 23 Jahre und wurde als Kleinkind über Jahre sexuell missbraucht. Es war ein guter Freund der Familie.
Lange hatte ich Alpträume und wusste nicht woher die Bilder stammten, erst heute verstehe ich was damals mit mir geschah.
Ich habe einen langen weg hinter mir, er war nicht einfach. Ich habe viele Therapien hinter mir, habe mich schnell von meinen Partner ausnutzt gefühlt, obwohl sie es nie taten. Ich war Magersüchtig, weil ich damit nicht leben konnte ein Opfer zu sein, konnte mich nicht nackt sehen,...konnte nicht verstehen warum gerade ich soo viele Dinge durchmachten musste, schon im Kleinkindalter. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Doch dann begann ich zu reden. Ich weinte oft und auch heute noch tut es noch immer weh. Aber ich habe Sex, auch wenn es lange brauchte mich "lieben zu lassen". Es ist schön und ich bin überglücklich dieses Gefühl zu erleben und mich einem Mann den ich liebe hinzugeben.
Ich gehe hinaus und erzähle davon, einfach weil ich zeigen möchte, dass es auch ein Leben danach gibt. Es ist anders aber trotzdem lebenswert. Ich kann lachen, lieben,... Es braucht lange um die Tat als Teil des eigenen Lebens zu sehen, aber man muss es einfach akzeptieren und dem Leben ein neues Ziel geben. Man muss Mut haben und den haben wir als Opfer, denn wir wehren uns, jeder auf seine Art. Wir sind STARK, weil wir weiterleben! Wir müssen den Tätern zeigen, dass sie keine Macht über uns haben, das sie uns nicht haben können, dass wir uns gehören, so wie wir sind.
Ein Lehrer sagte einmal zu mir:"Alles was dir zustößt, hat einen Grund"
Ich wurde durch diese Erlebnisse stärker und kein Wasser kann mich trüben.

Allen Opfern wünsche ich Mut und Stärke ein neues Leben anzufangen.

Birgit

es ist wirklich zu schaffen24.05.2006 08:01
Name Dani B
Website http://www.realhomepage.de/members/nun-lebe-ich/index.html

Ich kann nur sagen, es wird nie ganz verschwinden, narben bleiben.
Dennoch kann man mit Leben, das ist ganz wichtig.

Ich habe 2003 erstmalig erfahren, dass mein verdacht doch stimmte. Ich würde tatsächlich von meinem Vater missbraucht.

Der Schock war riesig, aber es war auch komisch, ich wurde wütend, weil er immer sagte, ich spinne - ich lüge- ich bin krank - ich habe ihm gegenüber sexuelle Phantasien usw...
Nur... es war doch wahr...

Ein klein weing arbeitet ich daran in der Thera, sie ich gerade machte, wollte dann nichts mehr von wissen und amchte zu , machte mir vor, es wäre mir egal.
Nun weiß ich es und jetzt ist endlich gut.

Dieser Irrtum sollte mir ein Bein brechen...
2005 kam der Hammer. Ich war gewzungen meinen Vater noch anzuzeigen, es kamen zu viele Wahrheiten und es zeigten sich plötzlich zu viele Opfer.
Alles Kinder aus der Familie, mit meiner Geburt angefangen

Ich war am Ende !!!!! Gab mir die Schuld, alle anch mir nicht beschützt zu haben usw...
Eben das typische Schuldmuster

Es begann eine Horrozeot, Bilder kamen, gedanken, Gerüche, Erinnerungen, Gefühle, alles holte mich mit so einer Macht, dass ich beinahe auf einer Krisenstation landete.

Ich wollte mich aber nicht unterkriegen lassen und begann zu kämpfen.
Eine Therapeutin lehnte mich wegen meiner geschichte erst ab, dann wollte sie mich doch, aber ich hatte dann kein vertrauen mehr.
Meine alte Thera lehnte mich ab, weil ich 4 Stunden vor Ende abbrach...
So, nun wurde ich erst Recht bockig und begann eine wahnirre EIGENTHERAPIE

ja ehrlich, alle warnten mich...ich zog es dennoch durch

Ich kaufte Bücher, lernte Imaginationsübungen, sprach mit meinem Mann, surfte durchs Internet udn arbeitet an mir , wie ein Tier...

Mein Mann ließ mich alles an ihm üben, lernen, ausprobieren.
Kurz gesagt: mein mann war mein versuchskanninchen.
* Mann tat der mir oft leid*
Er hielt mich wenn ich weinte, stützte mich,w ennich zusammenbrach, beschützte mich,w ennich duschte usw..

Den Horroweg will ich es ersparen...
Kurz um...

1 jahr später konnte ich wieder zu meinem Mann gehen, ohne Bilder, ohen ANgst.
Ja es ist eine sehr kurze Zeit, für eine Heilung, aber ich bin das jahr auch wie ein Turbocracker dadurch .
Beinahe jeden tag um die 12 Stunden kümmerte ich mich um die schwarzen Schatten, wäre auch beinahe dran zerbrochen.
Es ist also nicht so unbedingt zu empfehlen :)

Sicher habe ich noch oft Schmerz in mir, Wut und Trauer, aber ich habe keine Angst mehr, vor dem was war.
ich habe es angenommen und das ist ok so... Nun kann es nur noch immer besser werden...
Es begleiten mich jetzt noch Panikattacken und misstrauen anderen Menschen gegenüber, aber die Bilder sind mehr so dunkel und hart...

So, das wollte ich ma dazu gesagt haben und hoffe niemanden mit meiner theraarbeit verschreckt zu haben, denn es war nicht beispielhaft, das hätte ganz böse nach hinten los gehen können

Aber , ich habe durchgehalten

Die Zeit danach11.05.2006 22:11
Name Regina,W,42j. aus niedersachsen
E-Mail Gina64-2006web.de
Website - - - - - - -
Hallo! Ich bin jetzt 42Jahre alt und mußte im Oktober 2000 erkennen, das ich psychisch krank bin.Da es mir zu diesem Zeitpunkt nicht gut ging, suchte ich meinen Hausarzt auf.Nach einigen Untersuchungen schloß er eine körperliche Erkrankung aus und riet mir zu einem Psychiater zu gehen.Das war dann für mich der Anfang in Richtung Heilung.Ich ging für 9Wochen in eine stationäre Psychotherapie wo ich das allererstemal von meinem mb erzählte.Es war als hätte mir jemand eine Last genommen die ich nicht mehr in der lage war zu tragen.Die thera war alles andere als einfach!Mir ging es so schlecht wie nie zuvor aber mit der Zeit konnte ich auch die kleinen positiven Seiten erkennen.Langsam spürte ich das ich vorwärts kam.Je mehr mir bewußt wurde umso ungeduldiger wurde ich .Ich wollte am liebsten alles verarbeiten und wieder nach Hause gehen.Ich dachte dann könnte ich wieder "normal" weiterleben.Erst dachte ich,das ich es niemals 9Wochen aushalten würde und war dann entsetzt als die Zeit für mich um war.Ich ging mit gemischten Gefühlen nach Hause."Komme ich mit der neuen Situation klar?"" Kommt mein Freundeskreis und meine Familie damit klar" "Wie wird es bei der Arbeit sein" Die Zeit der entlassung kam und ich mußte wieder ins "normale" Leben zurück.Ich ging wieder arbeiten, machte eine ambulante und eine Gruppenthera und alles schien relativ gut zu laufen.Ich machte große Fortschritte und war froh eine so liebe Thera gefunden zu haben.Doch als ich erfuhr, das sie Schwanger ist und meine Thera nur noch ca. 3Monate gehen würde viel ich in ein tiefes Loch.Mir ging es sehr schlecht, konnte nicht mehr arbeiten und bekam Lebensängste. Ich ließ mich nach einer Thera-stunde in die geschlossene einweisen und dachte das war es jetzt. Als ich am nächsten Tag aufwachte sa alles gar nicht mehr so schlimm aus. Meine Thera und ich erstellten einen Kriseplan und ich ging wieder nach Hause.Kurze Zeit darauf erfuhr ich das meine älteste Schwester an Magenkrebs erkrankt ist, was mich wieder aus der Bahn warf.Diesmal entschloß ich mich wieder in die Klinik zu gehen.Doch ich wußte jezt, das ich mehr Zeit für mich brauch.Ich blieb zwar nur 7Wochen in der Klinik hab aber im Anschluss mit einer Ergotherapeutischen Arbeitsthera begonnen.Nach gut einem Jahr war ich soweit, das ich in eine ambulante Reha zur wieder Eingliederung ins Berufsleben gegangen bin.Leider mußte ich nach einem Jahr einsehen,das ich nochnicht wieder soweit bin, das ich wieder ins Berufsleben einsteigen kann.Ich bekomme zur Zeit Rente und versuche jetzt ersteinmal das Neuerarbeitet in meinen Alltag zu integrieren.Ich muß sagen, vielles klappt schon ganz gut.Und es geht mir zur Zeit wesentlich besser, als wenn ich den Druck arbeiten zu müßen noch hätte.Zur Zeit mach ich zwar keine Thera aber ich denke irgendwann werde ich wieder einsteigen und den Rest verarbeiten.

Ich wünsche euch ebenfalls die Kraft und den Mut euren Weg zu gehen!
Es grüßt euch Gina
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